Deserteursdenkmal für Hamburg gefordert
In Deutschland gab es während der NS-Zeit etwa 30 000 Deserteure. Vielerorts wird diesen „Fahnenflüchtigen“ gedacht – nun denkt auch der Hamburger Kulturausschuss über ein würdiges Mahnmal nach.
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Deserteursdenkmal für Hamburg gefordert
In Deutschland gab es während der NS-Zeit etwa 30 000 Deserteure. Vielerorts wird diesen „Fahnenflüchtigen“ gedacht – nun denkt auch der Hamburger Kulturausschuss über ein würdiges Mahnmal nach.
Liebe Redaktinon.
natürlich ist den Deserteuren bisher nicht genug gedacht worden. Es wurde langsam Zeit, dass neben den Sinthi und Roma auch den Derserteuren gedacht wird, weil im Prinzip alle Kriege unsinnig sind.
Wer macht dabei den Anfang, das von Sozialdemokraten allein regierte Hamburg.Es wäre sehr schön, wenn auch in Bayern den Deserteuren ein Denkmal errichtet würde.
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So etwas gibt es schon in Berlin, Brandenburg, NRW und Thüringen.
Wohl auch in Bayern...Erinnerung an Deserteure in der Nazi-Zeit - Nachrichten Neu-Ulm - Augsburger Allgemeine
Lieber Nafets,
wenn ich den Artikel der Augsburger Allgemeinen richtig verstanden habe, sollen künftig Stelen und Erinnerungstafeln errichtet werden und nicht , dass die schon vorhanden sind.
Wo lieber Nafets in Berlin, Brandenburg, NRW und Thüringen?Wobei die ersten drei genannten Länder doch maßgeblich von der SPD mitregiert werden. In Thüringen ist sie nur der kleinere Koalitiospartner der CDU.
Egal ob SPD oder CDU, solch ein Denkmal ist immer gut. Was jedoch viel wichtiger ist: Die Thematik muss stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden.
So sympatisch mir Deserteure sind, Widerstandskämpfer waren das nicht automatisch, oder?
Dennoch ist ein Gedenken natürlich wünschenswert.
Ich sag es ganz ehrlich, ich habe da ein sehr gespaltenes Verhältnis zu den Deserteuren.
Die weitaus wenigsten hatten ein politisch oder ethnisches Ziel.
Es waren in der Mehrzahl persönliche , aber auch Überlebensgründe.
Was ja auch per se nicht schlecht ist.
Leider , und das war von den Kriegsgegnern auch ein natürlicher Ansatz nämlich Informationen zu sammeln, hat der Deserteur sehr oft Verrat betrieben, was seine zurückgebliebenen Kameraden vielfach mit dem Leben bezahlten. Druckmittel war nach Aussagen Alliierter und Sowjet. Aufklärungsoffiziere , das man sonst im Kriegsgefangenlager seine Identität als Deserteur preisgibt, was seine Stellung dort erheblich beeinflußte.
Mein Onkel hat mir genau solchen Fakt geschildert, nachdem nachts ein Kamerad desertiert war (Ostfront 1944 nach Flublattaktion des Nationalkomitees "Freies Deutschland") ist ein zielgrichteter Artilleriefeuerschlag auf zwei MG Stellungen (1 Schweigestellung) genau zum Wachwechsel eingeschlagen 4 Tote , 2 Verletzte.
Nur mal so zum Nachdenken, es gibt ja auch in der Weltkriegsliteratur genug Beispiele.
Mag man heute mit anderen Augen sehen, die auch ein wenig ideologisch mit den heutigen Wissen über die damalige Zeit sehen, aber ich hätte meinen Onkel nie kennengelernt, wäre es seine Stellung gewesen. Damit wäre ich ein Betroffener, der eine völlig andere Sichtweise auf Deserteure hat.
Letztendlich wird ein Pazifist dies immer anders sehen, als ein Mensch der Militär noch immer für die gegebene Alternative zur Durchsetzung von Interessen sieht.
solon
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