Ein gutes Thema.
Ich will mal, soweit es mir möglich ist, anhand einigen Punkten auf die Unterschiede zwischen römischer und germanischer Armee / Kampfesweise eingehen.
1. Die Römer hatten im Grunde zwar mehr Soldaten, doch waren jene alsbald auch über den ganzen Mittelmeerraum verteilt. In direkten Auseinandersetzungen führten oftmals die Germanen mehr Krieger in die Schlacht.
2. Die Römer kämpften sehr organisiert (Stichworte Manipel, Kohorte, ec.) , gut ausgebildet und seit den Marius-Reformen hauptsächlich für ihren Sold und ein Stückchen Land nach dem Dienst.
Die Germanen kämpften zwar weniger gut organisiert (meist in wilden Schlachthaufen), doch glichen sie dass mit ihrer Wildheit aus. Einige zogen sogar völlig nackt in die Schlacht und glichen das mit ihrer Todesverachtung aus. Auch zogen oft die Frauen mit auf das Schlachtfeld und feuerten ihre Männer barbusig an, was den Feind ebenso ablenken sollte. Die Männer zogen für ihre gesellschaftliche Anerkennung / Aufstieg innerhalb der Stammesverbände in die Schlacht.
3. Taktisch und technisch waren die Römer hoch entwickelt. Doch die komplexen Schlachtordnungen mit den gestaffelten Treffen, beweglichen Manipeln (später eigenständigen Kohorten) und ausgereiften Kriegsmaschinen (z.B. der Skorpion) verloren in den dichten Wäldern nördlich der Alpen stark an Bedeutung.
4. Zur direkten Bewaffnung: Natürlich war jeder Legionär gut ausgestattet, meist mit großem Schild (scutum), zwei Wurfspeeren (pila, Einz. pilum) und einem Kurzschwert (gladius). Dazu kam erst eine Leder-, später eine Kettenrüstung und ein Helm.
Die Germanen kämpften meist mit Speeren, mit Schild, Äxten und Langschwert. Auffallend ist, das die Germanen anders als die Römer verstärkt auch auf berittenene Krieger setzten. (Welche oftmals von Rom als Söldner auch angeheuert wurden)
5. Nicht zu vergessen ist, dass ein germanischer Krieger oftmals einen Kopf größer war als sein römischer Widersacher. Vom Körperbau des Einzelnen waren sie den Römern also grundsätzlich meist überlegen.
Soweit ersteinmal dazu, soll ja hier keine Abhandlung werden.
Andere sollen ja schließlich auch noch zu Wort kommen.