Das ist eben die "zweite" Generation genetischer Sachsen. Die Sachsen sind ja ein klassischer "Neustamm", der sich gebildet hat, indem aus den älteren Stämmen (denen der Römerzeit, als Cherusker, Chaucen usw.) ein neuer Stamm gebildet hat.
Die ersten Sachsen (= Alt-Atlsachsen) wanderten nahezu komplett aus, entweder über die Nordsee oder nach Süden. Im eigentlichen Sachsen (heute Niedersachsen) blieben nur Reste zurück.
Diese Reste wurden nun wiederum aus den umliegenden Stämmen neu verstärkt, bis sich der Stamm der Sachsen ein zweites Mal gebildet hatte (die "Neu-Altsachsen"); aufbauend auf den Traditionen der älteren Sachsen, aber genetisch völlig neu durchmischt.
Wenn nun meine Theorie stmmen würde, müsste die Durchmischung so komplett gewesen sein, dass sich genetisch gesehen ein völlig neuer Sachsenstamm gebildet hätte (mit dem dann Karl der Große seine Probleme bekam und die in der Literatur als "Altsachsen" firmieren, im Unterschied etwa zu den christlichen Sachsen, die später das Stammesherzogtum Sachsen bildeten, mit den bekannten Königen der "sächsisch-ottonischen" Dynastie).
Die genetischen Spuren der Alt-Altsachsen hätten sich damit nur in den Bevölkerungsteilen erhalten, die VOR der Neubildung das Stammland verlassen hätten, also in den späteren Angelsachsen sowie in den "Süd-Auswanderern", nicht aber im Stammland der Sachsen.
Womit wir bei decordoba wären: Seine genetischen Marker müssten dann der ersten Auswanderungswelle der Alt-Altsachsen entstammen, die ja bei den britischen Angelsachsen ähnlichwären, woraus sich dann der (m.E. irrtümliche) Hinweis auf vermeintliche Vorfahren aus Britannien ergäbe. Seine eigentlichen Vorfahren wanderten aber mitsamt ihrer den britischen Angelsachsen ähnlichen Marker nicht nach Britannien aus, sondern nach Süden, auf verschlungenen Pfaden irgendwie nach Bayern und in die damals gerade von Bayern aus besiedelten Gebiete des heutigen Österreich.
Jetzt klarer?
VG
Christian
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