Zitat:
Zitat von Merlin Die Venezianer mochten die Byzantiner aber nicht, beide waren ja Handels Konkurrenten. Die Venezianer lockten deswegen einen Kreuzzug nach Konstantinopel. Die Kreuzzüge zerstörten außerdem die Byzantinische Infrastruktur, was auch nicht sehr hilfreich war. Die Kreuzzüge und die inneren Probleme sorgten meiner Meinung nach für das Ende des Byzantinischen Reichs. |
Im Jahr 1453 war Byzanz nicht mehr wirklich ein Konkurrent. Ich glaube so wurde es auch nicht mehr gesehen. "Freunde" waren die beiden aber nicht wirklich.
Die Kreuzzüge wirkten sich insgesamt sicherlich negativ auf Byzanz aus. Aber nicht komplett, immerhin gelang im 1. Kreuzzug die Einnahme von Nikäa, später die Hauptstadt eines der "Exilreiche".
Im Jahr 1204 schaltete Venedig den unliebsamen Handelskonkurrenten aus, indem es den 4. Kreuzzug nach Konstantinopel leitete. Diese Eroberung war denke ich sicher ein wichtiger Punkt beim Abstieg von Byzanz.
Nach der Einnahme der Hauptstadt bildeten sich mehrere Nachfolgereiche. Eines davon, Nikäa eroberte schlussendlich wieder Konstantinopel. Byzanz war somit wiederhergestellt. Unter Michael Palaiologos betrieb man noch einmal so etwas wie eine Großmachtspolitik, diese diente vor allem der Abwehr von Karl von Anjou und seiner Verbündeten. Doch langfristig konnte man sich so eine Politik nicht mehr leisten. Finanziell war das Reich am Ende, Andronikos II reduzierte das Heer drastisch, was den Aufstieg von Türkischen Kleinreichen, dazu gehört auch das der Osmanen begünstigte.
Außerdem konnte man sich in Michaels Zeit nicht wirklich um den Osten kümmern, da man ja vorm Westen zittern musste. Das man die türkischen Kleinreiche, die nach dem Niedergang des Rum-Seldschukenreichs entstanden war außer acht lassen musste, begünstigte ebenfalls den Aufstieg des Osmanen. Und dazu noch der Bürgerkrieg mitte des 14. Jahrhunderts, als es ohnehin schon kritisch um das Byzantinische Reich stand, das gab dem Reich den Rest. Die Chance der teilweise sehr bemühten letzten Kaiser von Byzanz, noch etwas an der Lage des Reichs und damit des baldigen Untergangs zu ändern war äußerst gering.