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15.11.2010, 13:27
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#1 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Karl der Sachsenschlächter Ihr Lieben,
bevor ich mit dem allgemeinen Thema. "Karl der Große" anfange, über den ich am gestrigen Abend um 19:30 den Beitrag des ZDF darüber gesehen habe und dass ich als Quelle des ZDF auch benutze, will ich meine völlig unmaßgebliche Meinung zu diesem Menschen schreiben und warum ich diesen Titel gewählt habe.
Im Sommer 782 hat er erzürnt über den anhaltenden Widerstand, laut fränkischen Angaben bei Verden an der Aller 4500 Sachsen nach wissenschaftlichen Berichten tausende Sachsen enthaupten lassen, um den Widerstand der Sachsen zu brechen.Wenn jemand im Kampf fällt ok, aber nicht dieses meuchlinge Hinmorden. 
Noch eine Bemerkung zum ZDF-Film. Man wagt es anscheinend nicht einen Germanen, Karl und Widukind waren Germanen, mit blonden Haaren zu zeigen
Beide wurden dunkelhaarig gezeigt, wie auch die meisten sächsischen Krieger. Das war mir vorher schon bei den Sendungen über Alarich dem Westgotenkönig und dem ersten deutschen Kaiser Otto I. aufgefallen. 
Nun zu meinem Text: Der große Frankenkaiser schafft wichtige Voraussetzungen Er galt schon bei seinen Zeitgenossen als "Vater Europas": Karl der Große (vermutlich 748-814). Er schuf ein Fundament, das den Kontinent prägte. Deutsche und Franzosen betrachten den legendären Karolinger gleichermaßen als Stammvater. Quelle:Die Deutschen - ZDF.de
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Geändert von dieter (15.11.2010 um 13:30 Uhr).
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15.11.2010, 17:18
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 12.11.2010 Ort: Hessen, Hinterland
Beiträge: 800
| Naya das mit dem Blonden Harren ist wohl ehr eine Lapalie. Das mit dem wortwörtlichen Abschlachten der Sachsen, war damals garnicht so unüblich gefangene (vorallem Rebellen und Schwuhrbrecher) Hinzurichten vorallem da es auch Heiden waren, da gibt es größere Verbrechen in der Geschichte z.B. Basileios II. der als einer der größten Bytantinischen Herscher gilt mit dem Vielsagenden Beinamen bulgarenschlächter. Gefangene kamen selten wieder heim.
Mich hat ehr dieses Kamera Rumgefuchtel genervt, wie bei einem 3. Klassigen Spielfilm. |
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16.11.2010, 09:34
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#3 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Lieber Kugelschreiber,
dann darf man also Heiden abschlachten? 
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16.11.2010, 09:54
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Karls Imperium reichte von der Nordsee bis nach Mittelitalien, von Ungarn bis nach Spanien. Der Umriss erinnert an die Ausdehnung der europäischen "Sechsergemeinschaft" 1200 Jahre später. Der Frankenherrscher schuf nicht nur ein Imperium, er gab ihm auch eine Ordnung, setzte Ankerpukte für eine gemeinsame religiöse und kulturelle Identität. Er wollte nicht nur Herrscher der Franken sein, sondern der gesamten römischen Christenheit. Wo er regierte, sollte auch ein Glaube die Teile seines europäischen Reiches mit einander verbinden. Quelle:Die Deutschen - ZDF.de
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16.11.2010, 13:45
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#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 02.10.2008 Ort: mittendrin
Beiträge: 487
| Ergänzung:
Ein Herrscher, ein Reich, ein Glaube – dieser Gedanke geht auf Karl den Großen zurück. Doch ein brutaler Krieg trübt das Bild der Lichtgestalt. Im Osten des Reiches, dem späteren Deutschland, führt er 33 Jahre erbitterte Kämpfe gegen die Sachsen.
772 beginnt Karl der Große seinen Feldzug: Er will nicht nur sein Reich vergrößern, sondern sieht sich auch als Verfechter des christlichen Glaubens. Die Franken sind Christen und für sie sind die Sachsen nichts als barbarische Heiden.
Seit einigen Wochen ziehen König Karl und seine schwerbewaffneten Krieger durch die sächsischen Wälder. Jetzt stehen sie vor einer mit Gold und Silber verzierten Holzsäule. Sie ist das wichtigste Heiligtum der Sachsen – die Irminsul. Für Karl ist dieses seltsame Gebilde Teufelswerk. Mit Äxten und Seilen beginnen er und seine Krieger, die kultische Säule niederzureißen. Die Axthiebe gegen die Irminsul münden in den blutigsten Guerillakrieg des frühen Mittelalters.
WIDUKIND WIRD ZUM WIDERSACHER KARLS
Diese Demütigung macht den sächsischen Adeligen Widukind zum Rebellen. Er schwört Rache und wird zum Anführer der Sachsen.
Widukind ruft zum Kampf gegen die fränkischen Besatzer auf. Brutale Eroberungszüge, Zwangstaufen und erbitterter Widerstand prägen fortan den Konflikt.
In Verden an der Aller wird Karl ein Exempel statuieren. Es ist eine Racheorgie: Nie wieder soll ein Sachse es wagen, sich gegen ihn zu erheben. Auf Karls Befehl werden wohl über tausend gefangene Sachsen hingerichtet – eine Tat, die über die Jahrhunderte einen Schatten auf das Bild des großen Frankenkönigs wirft.
785 gibt sich Widukind geschlagen und tritt zum Christentum über. Die Taufe Widukinds ist ein bedeutendes Ereignis in der Vorgeschichte der Deutschen. Das Land der Sachsen wird Teil eines Reiches, aus dem später auch Deutschland und Frankreich hervorgehen werden.
KARL WIRD IN ROM ZUM KAISER GEKRÖNT
Karl will aber nicht nur Herrscher der Franken sein, sondern der gesamten römischen Christenheit. Am Weihnachtstag im Jahr 800 wird er in Rom zum Kaiser gekrönt.
Es ist eine Sensation, die ganz Europa bewegt: Zum ersten Mal krönt ein Papst einen Kaiser, und zum ersten Mal stammt dieser Kaiser aus einem anderen Reich als dem römischen.
Karl der Große schuf ein Fundament, das den Kontinent prägte. Deutsche und Franzosen betrachten ihn gleichermaßen als Stammvater.
Er ist gewiss der erste Europäer, an den heute jeder Politiker erinnern muss, wenn es um die Vereinigung Europas geht.
150 Jahre nach Karl wird sich ein Mann aus dem unterworfenen Volk der Sachsen, Otto I., in Aachen zum König krönen lassen. In der Schlacht auf dem Lechfeld besiegt Otto im Jahr 955 die heidnischen Magyaren. Im Kampf gegen den äußeren Feind eint er die Stämme des ostfränkischen Reiches – und so beginnt eine neue Geschichte: die der Deutschen.
Quelle:„Die Deutschen II" |
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16.11.2010, 14:00
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Lieber Conzaliss,
vielen Dank für die Ergänzung. 
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16.11.2010, 14:20
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 12.11.2010 Ort: Hessen, Hinterland
Beiträge: 800
| Zitat:
Zitat von dieter Lieber Kugelschreiber,
dann darf man also Heiden abschlachten?  | Nein Natürlich nicht, aber in der damaligen Zeit war das ein starkes Argument, und das meinte ich damit. Es war garnicht so unüblich. |
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17.11.2010, 09:18
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
Beiträge: 8.802
| Lieber Kugelschreiber,
das mag ja so gewesen sein. Nur wenn man später in einem Staat (ostfränkisches Reich oder Deutschland) zusammenleben mußte oder wollte, dann sind das keine guten Voraussetzungen. 
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17.11.2010, 09:36
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#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Zitat:
Zitat von dieter Lieber Kugelschreiber,
das mag ja so gewesen sein. Nur wenn man später in einem Staat (ostfränkisches Reich oder Deutschland) zusammenleben mußte oder wollte, dann sind das keine guten Voraussetzungen.  | Wieso? Hat doch geklappt! Oder siehst du die "Machtübernahme" der Sachsen im Ostfränkischen Reich als späte Rache für Verden?
Auch in diesem Fall verlief das Zusammenleben bemerkenswert zivil (nicht nur für mittelalterliche Verhältnisse)...
VG
Christian |
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17.11.2010, 13:25
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 28.10.2008 Ort: Alfeld/NDS
Beiträge: 2.895
| Zitat:
Zitat von dieter Lieber Kugelschreiber,
dann darf man also Heiden abschlachten?  | Er hat doch lediglich darauf hingewiesen, dass es damals öfter vorkam. Eine persönliche Wertung war darin nicht erkennbar. Außerdem sollte man zuallererst zeitgenössische Wertmaßstäbe anlegen, was Kugelschreiber sehr vortrefflich getan hat.
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