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03.02.2008, 22:20
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#1 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| germanische Götterwelt Servus!
Ich möchte die schon gestellte Frage nach Nethus erweitern und ergänzen:
1. Ich interessiere mich für den Fruchtbarkeitsgott Ing. Weiss jemand Näheres über ihn? In welcher Hinsicht war er der Fruchtbarkeitsgott? War er eher vergleichbar mit Osiris oder mit den griechisch-römischen Fruchtbarkeitsgottheiten?
2. Generell: Die germanische Götterwelt ist ja für uns recht verschwommen, wie auch die keltische. Fast alles, was wir darüber wissen, wissen wir von römischen oder griechischen Autoren, die alles durch ihre Brille sahen und die Namen ihrer Götter auf die keltischen und germanischen Götter verteilten, je nachdem, wer wem wie ähnlich war von den Eigenschaften her.
Glaubt ihr, dass wir jemals die Religion unserer Altvorderen (und sei´s nur kulturell) so genau kennen werden wie die der Griechen und Römer?!?
VG
Christian |
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04.02.2008, 10:18
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#2 (permalink)
| | Benutzer Rang: Kellermeister
Registriert seit: 04.02.2008 Ort: Berlin
Beiträge: 38
| germanische Götterwelt Hallo Chris,
zu deiner 2. Frage: Ich glaube kaum, dass wir jemals über die Götter der Germanen so gut unterricht sein werden wie über die der Römer /Griechen. Dafür ist die Quellenlage einfach zu dürftig. Außerdem, wie Du schon richtig bemerkt hast, die meisten der Quellen berichten ja aus denm Blickwinkel anderer Völker. Und bei den wenigen genuin nordischen Quellen (eddische Dichtung) weis man leider auch nicht, in welchem Maße diese Texte bereits durch christliches Gedankengut beeinflusst wurden.
zu 1.: Die Gottheit Ing gilt als göttlicher Urahn der Stammes der Inwäonen (wird bereits bei Tacitus erwähnt). Die Deutung des Names ist unklar: Könnte "Eibe", "Lanze" oder auch "Mann" bedeuten. Andere Schreibweisen sind Ingwio oder Yngvi. Der Gott wird auch oft mit Freyr, dem Fruchbarkeitsgott der Vanen gleichgesetzt. |
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10.02.2008, 18:07
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#3 (permalink)
| | Benutzer Rang: Kellermeister
Registriert seit: 04.02.2008 Ort: Berlin
Beiträge: 38
| Zu folgendem würde mich eure Meinung interessieren:
Glaubt ihr, das die germanischen Völker - ähnlich den Griechen oder Römern - ein richtiges Götterpantheon kannten, also mit verschiedenen Gottheiten die alle ihre eigenen Attribute, Zuständigkeitsbereiche sowie menschliche Stärken und Schwächen hatten?
Oder war es doch er so, wie es in den Quellen Außenstehender berichtet wird, dass die Germanen Naturheiligtümer hatten, dass sie Idole verehrten und Tier und Menschenopfer in heiligen Hainen darbrachten? |
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16.02.2008, 12:05
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#4 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Torwächter
Registriert seit: 02.02.2008 Ort: Augsburg
Beiträge: 15
| Da die Quellenlage so dürftig ist, lässt sich das nicht sagen. Aber wenn man die Germanischen Götter mit sämtlichen europäischen Götterwelten über einen Kamm schert, kann man schon meinen, dass ein Pantheon möglich war. Da die Götter auch in Asgard lebten, es eine Valhalla gab, also man von befestigten und gebauten Örtlichkeiten ausgehen konnte, sind menschliche Attribute auch nicht fern
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"Dejenige, der etwas zerbricht, um herauszufinden, was es ist, hat den Pfad der Weisheit verlassen" |
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18.02.2008, 13:35
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#5 (permalink)
| | Benutzer Rang: Kellermeister
Registriert seit: 04.02.2008 Ort: Berlin
Beiträge: 38
| Hmja, das ist schon richtig, allerdings wird ja inzwischen auch von nicht unwesentlich vielen Forschern die Meinung vertreten, dass diese ganzen Örtlichkeit auch schon auf eine Beeinflussung durch das Christentum zurückzuführen sind.
Also im Falle "Valhall" bzw. "Asgard" auf die Vorstellungen eines himmlischen Paradieses, natürlich vermischt mit germanischen Vorstellungen - daher die Bedeutung von Kampf und Trinkgelage. Bei "Asgard" wäre es auch möglich an eine Anknüpfund an antike Vorstellungen einer Götterwelt (Olymp) zu denken.
Wie gesagt, sind aber größtenteils Spekulationen und nicht unbedingt mit Fakten zu belegen  |
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19.02.2008, 18:54
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#6 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Knappe
Registriert seit: 19.02.2008 Ort: Wien
Beiträge: 4
| War es nicht auch so, das die nordisch/germanische Mythologie alles andere als kanonisiert war?
Damit meine ich, dass viele Stämme verschiedenste Götter anbeteten und das manche Götter beispielsweise in Germanien sehr verehrt wurden, in Skandinavien aber weitestgehend unbekannt waren. |
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20.02.2008, 13:45
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#7 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Torwächter
Registriert seit: 18.02.2008 Ort: Bremen
Beiträge: 12
| Also "kanonisiert" wäre sicherlich der falsche Begriff!
Es gab ja schließlich auch keine in irgendeiner Form ausgebildeten Kirchenstrukturen damals 
Das verschiedenste Götter angebetet wurden trifft fraglos zu. Mit "Germanen" meinst Du jetzt wahrscheinlich die Stämme in Mitteleuropa, in Abgrenzung zu den "Nordgermanen", eben den Skandinaviern.
Hierzu lässt sich feststellen, dass oftmals dieselben Gottheiten einfach nur andere Namen hatten, so war z.B. der nordgermanische Odin auf dem Kontinent unter dem Namen Wotan bekannt. Ähnliches gilt für Thor=Donar, usw.
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El Cid kämpfte nie für persönlichen Reichtum oder Ruhm, er kämpfte um die Vergebung seines Königs und für seine Ehre.
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24.02.2008, 15:03
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#8 (permalink)
| | Benutzer Rang: Majordomus
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Wien
Beiträge: 57
| angenommen, wir würden die angaben aus den wenigen quellen, die wir haben, einfach als wahr erachten, ohne uns über den christlischen, römsichen oder sonstige einflüsse den kopf zu zerbrechen, dann könnte man schon behaupten, das es eine art kanon gab und dass jede gottheit seine eigenen attribute hatte. thor wird zum beispiel immer mit seinem hammer dargestellt und beschrieben und wenn man odin ein epitheton ornans zuordnen müsste, dann wäre er mit sicherheit "der klunge". |
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27.03.2008, 19:00
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#9 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Knappe
Registriert seit: 27.03.2008 Ort: in der nähe von der Universitätsstadt Tübingen
Beiträge: 2
| Ist die germanische Götterweld nicht so änlich wie die der Wikinger. Oder liege ich Hier falsch? |
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27.03.2008, 19:27
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Secretarius
Registriert seit: 29.02.2008 Ort: Rottenburg am Neckar
Beiträge: 147
| Ich glaube schon. Die Wikinger gelten ja auch als Germanen, glaub ich. |
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