Zitat:
Zitat von WDPG So ähnlich sah die Lage in Anatolien zur Zeiten der frühen Osmanen auch aus. Die kleineren Städte konnte man überrennen, die größeren verblieben vorerst unter der offiziellen Kontrolle von Byzanz. In Wahrheit hatten sie wohl kaum mehr Kontakt zum Kaiserreich, sie waren abgeschnitten, auch im eigenen Umland hatten sie kaum mehr was zu sagen, da herrschten die Osmanen. Manche Städte hielten sich noch über Jahre, aber irgendwann mussten sie dann doch einmal aufgeben. Im Lauf der Zeit lehrnten auch die Osmanen wie man Städte belagerte. Nachdem 1453 sogar die Eroberung Konstantinopels gelungen war, waren sie sogar gefürchtete Belagerer. |
Die Eroberung Konstantonopels war aber erst der 2. Schritt. Sultan Mehmet II
hatte zuerst die Stadt umgangen, war über die Dardanellen gesetzt, hatte Edirne erobert und dort erst einmal Quartier bezogen und ist erst dann von Westen auf Konstantinopel gezogen.
Generell hatten sich aber die Osmanen immer sehr viel Zeit mit der Eroberung der Städte gelassen, Beispiel Bursa, das auf dem Weg nach Edirne lag, bei der Umgehnung Konstantinopels: rd. 120 Jahre vor Konstantinopel erobert, Hautptstadt des osmanischen Reiches. Auch Edirne, dem 1. Schritt zur Eroberung Konstatinopels, wurde erst 90 Jahre vorher erobert, die Hauptstadtfunktion dann auf Edirne überging.
In jedem Fall stellt aber die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen das Ende der christlichen Hybris dar.