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Tags: belagerungen, burgen, europa, hunnen, staedte

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Alt 10.01.2012, 13:45   #11 (permalink)
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Zitat:
Zitat von WDPG Beitrag anzeigen
So ähnlich sah die Lage in Anatolien zur Zeiten der frühen Osmanen auch aus. Die kleineren Städte konnte man überrennen, die größeren verblieben vorerst unter der offiziellen Kontrolle von Byzanz. In Wahrheit hatten sie wohl kaum mehr Kontakt zum Kaiserreich, sie waren abgeschnitten, auch im eigenen Umland hatten sie kaum mehr was zu sagen, da herrschten die Osmanen. Manche Städte hielten sich noch über Jahre, aber irgendwann mussten sie dann doch einmal aufgeben.

Im Lauf der Zeit lehrnten auch die Osmanen wie man Städte belagerte. Nachdem 1453 sogar die Eroberung Konstantinopels gelungen war, waren sie sogar gefürchtete Belagerer.

Die Eroberung Konstantonopels war aber erst der 2. Schritt. Sultan Mehmet II
hatte zuerst die Stadt umgangen, war über die Dardanellen gesetzt, hatte Edirne erobert und dort erst einmal Quartier bezogen und ist erst dann von Westen auf Konstantinopel gezogen.
Generell hatten sich aber die Osmanen immer sehr viel Zeit mit der Eroberung der Städte gelassen, Beispiel Bursa, das auf dem Weg nach Edirne lag, bei der Umgehnung Konstantinopels: rd. 120 Jahre vor Konstantinopel erobert, Hautptstadt des osmanischen Reiches. Auch Edirne, dem 1. Schritt zur Eroberung Konstatinopels, wurde erst 90 Jahre vorher erobert, die Hauptstadtfunktion dann auf Edirne überging.

In jedem Fall stellt aber die Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen das Ende der christlichen Hybris dar.
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Alt 11.01.2012, 14:52   #12 (permalink)
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Zitat:
Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
Die Eroberung Konstantonopels war aber erst der 2. Schritt. Sultan Mehmet II
hatte zuerst die Stadt umgangen, war über die Dardanellen gesetzt, hatte Edirne erobert und dort erst einmal Quartier bezogen und ist erst dann von Westen auf Konstantinopel gezogen..

Logisch das Konstantinopel 1453 nicht die erste Belagerung war die, die Osmanen geführt hatten. Alleine schon deshalb weil man 1453 ja auch nicht die Stadt zum ersten Mal belagerte. Was ich meinte war aber das man spätestens ab diesem Zeitpunkt zu einem Gefürchteten Belagerer wurde.

Bei den anderen Angaben kann ich dir nicht ganz recht geben. Nicht Mehmed II war es der die Dardanellen und Konstantinopels Umland erobert hat. Das spielte sich über mehrere Generationen ab. Ca. 100 Jahr vor dem Fall Konstantinopels fielen etwa die Dardanellen. Gestärkt wurden die Osmanen nicht nur durch ihre eigene Expansionskraft, auch Bürgerkriege in Byzanz Mitte des 14. Jahrhunderts spielten eine Rolle dabei das Byzanz schwach und die Osmanen stark waren. Dann hatte man das Glück das, dass Serbische Großreich nicht lange hielt und das man von manchen Mächten erst zu spät als Bedrohung wahrgenommen wurde.
Mehmed II selbst hatte die Herrschaft erst relativ kurze Zeit vor 1453 angenommen, seine größte Leistung bis dahin war wohl die Erbauung der Festung Rumeli Hisar die, die Herrschaft über den Bosporus sichern sollte und so eine Vorbereitung auf die Belagerung war. Ansonsten schlug er bis dahin noch einen Aufstand Karamans nieder. Am Anfang seiner Karriere dürfte Mehemed II eher als schwacher Herrscher gesehen worden sein, was sich mit der Eroberung Konstantinopels gewaltig ändert.

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Alt 11.01.2012, 14:58   #13 (permalink)
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Zitat von krasnaja Beitrag anzeigen
Beispiel Bursa, das auf dem Weg nach Edirne lag.
Brussa war die erst bedeutendere Stadt in Anatolien die man einnahm, sie lag nahe des Stammgebiets der Osmanen. Ich weiß nicht ob man Konstantinopel damals schon als Ziel oder Stoßrichtung sah. Das Osmanenreich war bei der Eroberung Brussas nicht mehr als eines von vielen türkischen Kleinfürstentümern. Man unterschied sich kaum, eines der wenigen Vorteile die man hatte war das man im Gegensatz zu manchen größeren türkischen Fürstentümern, direkt am geschwächten Byzantinischen Reich lag und es so einfacher war zu expandieren.
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Alt 13.01.2012, 19:05   #14 (permalink)
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mehmet: stimmt natülich, ich hätte richtigerweise schreiben sollen: die osmanischen Eroberer.
ich wollte darauf hinweisen, dass die Eroberung Konstantinopels nicht direkt aus dem Osten auf kürzestem Weg sondern aus dem Westen über Edirne erfolgt ist, trotz der fast unüberwindlichen Landmauer Konstantinopels.

Die Suleimann- Moschee Sinans in Edirne ist in der Tat ein Kleinod zwar "nur"ausgemalt, aber in ihren Proportionen (moschee und die minarette von über 80 m) reizvoller als die Sultanachmedmoschee in Istanbul.
Auch bilden Moschee und Markt eine eine gewollte Einheit, die es bei der Siultanachmed-Moschee nicht gibt.
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