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09.01.2012, 17:47
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#1 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Torwächter
Registriert seit: 07.01.2012
Beiträge: 11
| Hunnensturm Moin! Ich bin neu bei Geschichte Online und hoffe das ich alles richtig mache.Themen die mich besonders interessieren sind die Römer und das Mittelalter.
Wenn ich mich mit diesen Themen beschäftige stoße ich immer wieder auf das selbe Thema:
Wie war es den Hunnen und Mongolen möglich in z.B. Europa befestigte Städte und Burgen aus Stein und Holz einzunehmen? Z.B, die Mongolen sind ein reines Nomaden Volk und leben bis heute vom Viehhandel und Ziegen Haltung. Ihre Jurten sind schnell abbaubar und gut zu transportieren. Woher nahmen sie das Handwerklichegeschick und das Technische wissen, Schutzwälle zum einstürzen zu bringen. Durch hervorragende Reittechnik ist selbst das unmöglich  .
Die Europäer waren doch Belagerungen gewohnt.
Ich freue mich über rege Beteiligung    . |
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09.01.2012, 17:57
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 14.09.2011 Ort: An der Ostsee.
Beiträge: 879
| Genau das war die Schwäche der nomadischen Steppenreiter. Große Städte waren für sie kaum einnehmbar, wenn die Bewohner genug "cojones" hatten, konnten sie solche Invasionen/Belagerungen oft genug auch in Ruhe aussitzen. Die Mongolen bedienten sich gern chinesischer Spezialisten, die Hunnen römischer Überläufer. Allein waren sie nicht fähig, befestigte Städte ohne Verrat oder Überraschung unter ihre Herrschaft zu bringen. |
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09.01.2012, 18:04
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#3 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Torwächter
Registriert seit: 07.01.2012
Beiträge: 11
| Aber wenn Befestigte Objekte so schwer einzunehmen waren, hätte man doch aus diesen Obkejten im Verbund mit anderen Städten Gegenoffensiven starten können. Die Europäer waren ja auch nicht unbewaffnet  . |
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09.01.2012, 18:09
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 14.09.2011 Ort: An der Ostsee.
Beiträge: 879
| Zitat:
Zitat von Alexander333 Aber wenn Befestigte Objekte so schwer einzunehmen waren, hätte man doch aus diesen Obkejten im Verbund mit anderen Städten Gegenoffensiven starten können. Die Europäer waren ja auch nicht unbewaffnet  . | Wäre sehr dumm gewesen, sich mit ein paar Hanseln aus den Mauern im offenen Feld mit den wesentlich überlegenen Belagerern einzulassen. Wer es tat, es gab genug doofe Kommandeure, verlor und danach war die Stadt eine reife Frucht zum Pflücken. |
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09.01.2012, 18:23
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#5 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Torwächter
Registriert seit: 07.01.2012
Beiträge: 11
| Das ist mir etwas zu simpel dagestellt. Es gab damals ja schon unter den Europäern Kriege. Sie hatten Söldnerheere oder eigene Soldaten zur verteidugung oder Belagerungen oder für die offene Schlacht. Außerdem hatten sie viel bessere geografische Kenttnisse über das vorhandene Terreng das sie so gegen die Invasoren nutzen hätten können, anschließend hätten sie sich schnell wieder in Befestigte Städte oder Burgen zurück ziehen. |
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09.01.2012, 18:25
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 14.09.2011 Ort: An der Ostsee.
Beiträge: 879
| Zitat:
Zitat von Alexander333 Das ist mir etwas zu simpel dagestellt. Es gab damals ja schon unter den Europäern Kriege. Sie hatten Söldnerheere oder eigene Soldaten zur verteidugung oder Belagerungen oder für die offene Schlacht. Außerdem hatten sie viel bessere geografische Kenttnisse über das vorhandene Terreng das sie so gegen die Invasoren nutzen hätten können, anschließend hätten sie sich schnell wieder in Befestigte Städte oder Burgen zurück ziehen. | Die "Spielregeln" beim Konflikt mit den Nomaden passten aber nicht in das altbekannte Konzept. |
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09.01.2012, 18:31
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#7 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Torwächter
Registriert seit: 07.01.2012
Beiträge: 11
| Könntest du das bitte spezifizieren?  |
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09.01.2012, 18:38
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 24.10.2009 Ort: Traun,Oberösterreich
Beiträge: 3.470
| Zitat:
Zitat von Alexander333 Moin! Ich bin neu bei Geschichte Online und hoffe das ich alles richtig mache.Themen die mich besonders interessieren sind die Römer und das Mittelalter.
Wenn ich mich mit diesen Themen beschäftige stoße ich immer wieder auf das selbe Thema:
Wie war es den Hunnen und Mongolen möglich in z.B. Europa befestigte Städte und Burgen aus Stein und Holz einzunehmen? Z.B, die Mongolen sind ein reines Nomaden Volk und leben bis heute vom Viehhandel und Ziegen Haltung. Ihre Jurten sind schnell abbaubar und gut zu transportieren. Woher nahmen sie das Handwerklichegeschick und das Technische wissen, Schutzwälle zum einstürzen zu bringen. Durch hervorragende Reittechnik ist selbst das unmöglich.
Die Europäer waren doch Belagerungen gewohnt.. |
Servus Alexander .
Kleinere Städte wurden von den Reitervölkern mittels dem Überaschungsmoment oder Verrat erobert und zerstört .
Aber wenn Städte nicht im angestrebten Kernsiedlungsbereich der Reitervölker oder der angrenzenden Peripherie lagen , hatten sie ursprünglich nie vor grössere Städte anzugreifen .
Es war doch viel einträglicher Tribute einzusammeln .
Wenn diese aber ausblieben oder erhöht werden sollten zog man verherend durchs Land .
Dadurch war die Selbstversorgung der Städte unterbunden und sie mußten offt von außen versorgt werden . Am Balkan ragten sie wie Inseln aus dem verwüsteten und entvölkertem Land .
Die Kaiserreiche hatten offtmals keine Recoursen , finanzieller oder personeller Art für ausreichende Besatzungen zu sorgen .
Du darfst Dir die Hunnen oder Awaren nicht als ein gefestigtes , einheitliches Volk vorstellen .
Diese Reitervölker hatten anfänglich nur einen hunnischen oder awarischen Kern .
Auf ihrer Wanderung nach Europa schlossen sich andere Stämme an oder wurden unterworfene Stämme integriert .
So wie die Ostgoten , Heruler , Gepiden , Geten usw .
Man gab sich hunnisch ( bis zum Schönheitsideal Langschädelform ) , aber beim Zerfall des Reiches wurde man genau so schnell wieder zum Goten , Gepiden usw..
Sogar Römer und Griechen wechselten vereinzelt die Seite und machten Karriere .
Damit wechselte auch ihr Wissen zu den Reitervölkern .
Und über genügend Schanzpersonal verfügte man auch , sie hatten ja die versklavte Bevölkerung der umliegenden Dörfer .
Die Awaren zum Beispiel ließen sich von byzantinischen Pionieren Brücken und Schiffe bauen und behielten diese Soldaten dann .
Allzuviel Druck war sicher nicht vonnöten .
Denn wer konnte in so unruhigen Zeiten gesicherte Arbeitsplätze mit promter regelmäßiger Bezahlung anbieten ?
Noch dazu mit abenteuerlicher Reisetätigkeit .
G. v. Luki.
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Und übrigens, Morgen ist auch noch ein Tag.
Geändert von Luki (09.01.2012 um 18:42 Uhr).
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09.01.2012, 21:46
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#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Zitat:
Zitat von Alexander333 Z.B, die Mongolen sind ein reines Nomaden Volk und leben bis heute vom Viehhandel und Ziegen Haltung. Ihre Jurten sind schnell abbaubar und gut zu transportieren. Woher nahmen sie das Handwerklichegeschick und das Technische wissen, Schutzwälle zum einstürzen zu bringen. | Als Dschinghis Khan mit dem Reich des Choresm-Shahs im Krieg lag, setzte der dortige Herrscher auf seine gut befestigten Städte. Er wusste das bei vorhergehenden Eroberungen, für die Mongolen das Erobern befestigter Städte schwierig war. Kein Wunder sie waren Reiterkrieger und wie du erwähnt hast nicht wirklich auf längere Belagerungen eingestellt. Doch der Choresm-Shah übersah zwei Faktoren, erstens erwies sich sein eigenes Reich als nicht stabil genug um den Angriffen stand zu halten und zweitens hatte ein großes Reich wie das der Mongolen auch seine Vorteile, man konnte das Know-How unterworfener Völker nutzen, wenn ich mich nicht täusche kam dieses von den Tanguten in Nordchina. Oft war es so das so Reitervölker das was sie selbst nicht hatten durch unterworfene Völker erhielten, bei den Hunnen könnten es die Germanen gewesen sein, die eine Ahnung von Belagerungen hatten. Bei den Awaren die Slawen usw. |
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09.01.2012, 22:04
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Zitat:
Zitat von Luki Am Balkan ragten sie wie Inseln aus dem verwüsteten und entvölkertem Land . | So ähnlich sah die Lage in Anatolien zur Zeiten der frühen Osmanen auch aus. Die kleineren Städte konnte man überrennen, die größeren verblieben vorerst unter der offiziellen Kontrolle von Byzanz. In Wahrheit hatten sie wohl kaum mehr Kontakt zum Kaiserreich, sie waren abgeschnitten, auch im eigenen Umland hatten sie kaum mehr was zu sagen, da herrschten die Osmanen. Manche Städte hielten sich noch über Jahre, aber irgendwann mussten sie dann doch einmal aufgeben. Im Lauf der Zeit lehrnten auch die Osmanen wie man Städte belagerte. Nachdem 1453 sogar die Eroberung Konstantinopels gelungen war, waren sie sogar gefürchtete Belagerer. |
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