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23.07.2009, 23:05
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#171 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Zitat:
Zitat von Scifi Außerdem lege ich Herrscherlisten an. Weiters arbeite ich an einer chronologischen Übersicht der altgriechischen Geschichte, um zu wissen, was in welchem Jahr in der griechischen Welt und angrenzenden Gebieten wo los war. Das sieht dann z. B. so aus: | Das ist meiner Meinung nach ein Vorteil vom G/Geschichteforum. Früher habe ich so Zusammenfassungen so gut wie nur für mich geschrieben. Heute habe ich die Möglichkeit, diese auch hier rein zustellen.
Hier haben dann zumindest andere die Chance diese zu lesen.
Dennoch gibt es Zusammenfassungen die ich einfach so auf dem Computer habe. Wenn ich von einem Buch was herausschreibe, ist das aber meistens Handschriftlich (aufgrund meiner Schrift wohl nur für mich wirklich leserlich). |
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23.07.2009, 23:08
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#172 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Zitat:
Zitat von Phigo Das mit dem Schreiben wäre eine Idee, nur wüsste ich nicht wozu. Ich lese z.B. ein Buch. | Noch ein Grund ist oft bessere Veranschaulichung, z.B. bei relativ Komplizierten Bürgerkriegen oder Thronkämpfen, hat man oft ein anderes Bild (oder erkennt eine andere Struktur dahinter) als wenn man sie einfach in einem Buch liest. |
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03.10.2009, 18:33
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#173 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 17.09.2008 Ort: Am Oberlauf der Donau
Beiträge: 5.493
| Als uneinnehmbar galt auch die Bundesfestung Ulm, die für fast 17 Millionen Gulden in rund 17jähriger Bauzeit - ohne die vorangegangenen Planungsarbeiten - fertiggestellt wurde und sie stellt eines der wenigen Festungswerke des Deutschen Bundes dar. Die Festung ist in weiten Teilen, da sie von den Bestimmungen des Versailler Vertrages nicht erfaßt worden ist, mehr oder weniger gut erhalten und wird von einem Föderverein peu à peu restauriert bzw. instandgehalten.
Ihren Wert als Festung hat die Bundesfestung Ulm aber nie unter Beweis stellen müssen. Paradoxerweise war sie auch bei ihrer Fertigstellung schon völlig veraltet: Die Entwicklung im Geschützwesen war schneller gewesen.
Abgesehen davon, daß Ulm an der Donau sowieso einen Besuch wert ist, lohnt es sich für an Festungsbau Interessierte wirklich, die schon für die Öffentlichkeit freigegebenen Werke, in denen teilweise Museen untergebracht sind, zu besichtigen.
__________________ Die neue deutsche Rechtschreibung halte ich für Unfug. Und ich muß privatim nicht jeden Unfug mitmachen! |
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20.10.2010, 18:22
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#174 (permalink)
| | Neuer Benutzer Rang: Knappe
Registriert seit: 20.10.2010
Beiträge: 1
| Ich weiß nicht ob die Fortaleza Sagres in Portugal schon genannt wurde.
Sie ist von drei Seiten vom Atlantik umgeben und liegt auf einer sehr hohen Klippe. |
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21.10.2010, 10:19
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#175 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 16.05.2009 Ort: Westfalen
Beiträge: 6.448
| Zitat:
Zitat von Dortez Ich weiß nicht ob die Fortaleza Sagres in Portugal schon genannt wurde.
Sie ist von drei Seiten vom Atlantik umgeben und liegt auf einer sehr hohen Klippe. | Weiß ich auch nicht. 
Die sieht wirklich uneinnehmbar aus.
__________________ Mitglied der Aktionsgruppe Rettet das Forum |
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02.11.2010, 22:31
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#176 (permalink)
| | Benutzer Rang: Majordomus
Registriert seit: 29.09.2010
Beiträge: 69
| Eine weitere Festung ist die in Marienbrurg in Westpreußen , eine Burg die im Mittelalter vom deutschen Ritterorden gebaut wurde und in ihrer Geschichte kein einieges mal genommen wurde. Ihre verteildiegungsanlagen waren die besten ihrer zeit und das Bauwerk selber so gebaut das mann , wenn man die Destung angreift es so scheint als ob mann drei Burgen hinter einander erobern müsste um den sie zu erlangen. |
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08.01.2012, 22:36
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#177 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Trapezunt (Teil 1): Eine weitere Befestigte Stadt die als uneinnehmbar oder zumindest als nur sehr schwer einnehmbar galt war Trapezunt. Trapezunt (heute Trabzon) liegt im Nordosten Anatoliens, direkt am Schwarzen Meer. Im Jahr 1204 kurz bevor Konstantinopel von den Kreuzrittern erobert wurde, nahmen die Komnenen die Stadt mit Hilfe Georgiens in Besitz. Die Komnenen waren eine bedeutende byzantinische Kaiserfamilie. Nach dem Sturz von Andronikos I verlor sie ihre Macht, doch die Angeloi die den Komnen folgten waren nicht imstande den Niedergang von Byzanz aufzuhalten. Die Enkeln von Andronikos I wuchsen in Georgien auf, mit Hilfe von dort gelang es ihnen die Stadt Trapezunt und ihr Umland zu erobern. Im Kampf um die Nachfolge von Byzanz schieden die Komnenen zwar bald aus, aber das kleine Kaiserreich hielt sich immerhin bis ins Jahr 1461. Das Trapezunt so schwer einzunehmen war, spielte dabei eine nicht zu unterschätzende Rolle. Das Kaiserreich das zeitweise sehr reich war hielt sich immer wieder auch durch das akzeptieren von Oberherren und zahlen von Tribut. Für die Feinde war es lohnender Tribut zu empfangen, als in unwegsames Gelände vorzustoßen, eine als kaum einnehmbar geltende Stadt zu belagern, um mit dem hohen Risiko zu scheitern ein relativ kleines Gebiet einzunehmen. So betrachtet spielte die Befestigung der Stadt eine wichtige Rolle in der Geschichte. Aber den Ruf nur schwer Einnehmbar zu sein, erhielt man auch durch Belagerer die Scheiterten. Habe mal die Belagerungen die, die Stadt über sich ergehen lassen musste herausgesucht und bin auf folgende gestoßen. -Belagerung durch die Seldschuken: Unter Kaiser Andronikos I (dem Nachfolger von „Reichsgründer“ Alexios I) kam es zwischen den Rum-Seldschuken und dem Tributpflichtigen Kaiserreich zum Krieg, der Grund dafür dürfte in Streitigkeiten um die Überseebesitzungen des kleinen Kaiserreichs auf der Halbinsel Krim gelegen haben. Die ersten Kampfhandlungen in diesem Krieg fanden auf der Krim statt und brachten Erfolge für Trapezunt. Das bewegte den Sultan dazu in das Gebiet Trapezunts einzudringen. Kein leichtes Unterfangen, denn bevor man vor die Stadt kam muss man schwer passierbare Gebirgspässe queren, diese waren durch die (meist aus Söldnern bestehenden) Truppen des Kaiserreichs gut gesichert. Die Seldschuken konnten sie zwar überqueren, aber sie waren stark geschwächt, als sie die gut befestigte Stadt belagerten. Die Belagerung endete für die Eindringlinge mit einem Desater. Der Versuch die Stadt von der Seeseite einzunehmen scheiterte und Wetterglück brachte Trapezunt schließlich den Sieg, der Sultan geriet in Gefangenschaft und die Tributpflicht wurde für einige Zeit beendet. -Belagerung durch Georgien: Trapezunt war neben Nikea und Epiros ein Anwärter auf die Rückeroberung von Konstantinopel aus der Hand der Kreuzritter. Als dies schließlich dem Kaiserreich von Nikea gelang, bestanden zwischen den beiden Kaiserreichen Spannungen. Ein Mittel um diese Auszräumen war Heiratspolitik. Um diese zu verfolgen reiste Kasier Johannes II nach Konstantinopel. Das nutzte der georgische König David VI um sein Gebiet zu erweitern und bis vor die Stadt Trapezunt vorzudringen. Georgien litt damals selbst unter großen Druck durch die Mongolen, ein bisschen verwundert mich das David VI sich eine Expansionspolitik überhaupt erlauben konnte. Schließlich wurde auch sein Versuch die Stadt zu erobern abgewehrt. Einige Gebiete konnte er aber dem Kleinkaiserreich abjagen (Fortsetzung folgt) |
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08.01.2012, 22:37
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#178 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Trapezunt (Teil 2): -Belagerung durch die Turkmenen: Mitte des 14. Jahrhunderts litt Trapezunt unter einem Bürgerkrieg in dem mehrere Parteien und Vasallen um Macht rangen und ihren Kandidaten auf den Thron in Trapezunt bringen wollten. Diese Machtkämpfe wurden von einer Turkmenenhorde genutzt um vom Westen her in das Kaiserreich einzudringen. Nun kommt der Grund warum ich oft nicht schreibe uneinnehmbare sondern nur schwer einnehmbare Stadt. Habe verschiedene Angaben über das Thema gelesen, bei einer fielen die Horden in die Stadt ein, konnten sie also sogar erobern. Der Grund war das sie aufgrund von Bürgerkriegs und Parteikämpfen nur sehr schwach besetzt war. Die Festung der Stadt hielt aber stand bis die Turkmenen abzogen, bei einer anderen Version scheiterte die Belagerung Trapezunts durch die Turkmenen. Ich halte die Version wo die Stadt erfolglos belagert wurde für realistischer, das Buch in dem ich vom Fall der Stadt (und halten der Festung) gelesen habe ist doch schon relativ alt und manches Erscheint mir nicht ganz logisch. Warum blieben die Turkmenen nicht? Wer hätte sie denn zurückgeschlagen? Es gibt Einschätzungen das sich sogar die Osmanen schwer getan hätten die Stadt zu erobern, wie schaffte es dann irgendeine Turkmenenhorde? Also ich weiß nicht. Außerdem verfügte man später auch über enorme Reichtümer, was gegen eine Plünderung spricht (obwohl man natürlich auch den Staatsschatz auf besagte Burg die sich hielt hätte bringen können. Eine Möglichkeit wäre das die nur die Vororte geplündert wurden und in der Stadt ein Feuer bei der Belagerung ausbrach. Den Untergang des Kaiserreichs bedeutete der Ereignis nicht, auch der erwähnte Bürgerkrieg dauerte an. -Belagerung durch Zyches: Der Bürgerkrieg schwächte das Kaiserreich nachhaltig, viele Vasallen machten ihre eigene Politik und halfen dem Kaiserreich kaum mehr. So wurden oft gar nicht so große Mächte zu einer Bedrohung. Eine enorme Bedrohung im 15. Jahrhundert war der turkmenische Herrscher von Arbil, er versuchte zusammen mit mehreren Turkmenenhorden die Stadt zu erobern. Der Versuch von Trapezunts Heer ihn aufzuhalten scheiterte, die Stadt wurde abermals belagert. Die Besatzung der Stadt dürfte stark in der Unterzahl gewesen sein, dennoch gelang es ihr abermals sich zu halten. Die Befestigung der Stadt war zu stark, Zyches musste einsehen das er zu schwach war um sie zu erobern. Der Versuch wenigstens eine andere Festung des Kaiserreichs zu erobern scheiterte ebenfalls und so musste Zyches aufgeben. -Die Einnahme: Schon vor 1402 waren die Osmanen zu einer Bedrohung für Trapezunt geworden, es folgte die Schlacht von Ankara, die sie kurzzeitig schwächte und auch aus der Region vertrieb. Doch schließlich wurden die Osmanen wieder stärker, konnten sogar Tribut von den Komnenenkaisern verlangen. Nachdem im Jahr 1453 Konstantinopel an die Osmanen gefallen war und die Dynastie der Palaiologiden damit ihr Kaiserreich verlor, waren die Komnenen in Trapezunt die letzte verbliebene Kaiserdynastie. Für den Osmanensultan Mehmed II bestand ein Restrisiko das sie nochmals versuchen würden Konstantinopel an sich zu reißen. Immerhin schmiedete man eine Allianz gegen den Sultan. Das kleine Kaiserreich wusste das es schwer sein würde sich gegen die Osmanen zu schützen und suchte sich so Verbündete. Als Mehmed II gegen Trapezunt zog erwies sich dieses Bündnissystem als Wirkungslos. Viele hatten nicht ernsthaft vor gegen die Osmanen zu ziehen und Sinope (das wohl auch eher neutral geblieben wäre) fiel vor Trapezunt der Flotte der Osmanen zum Opfer. Die Hoffnung gegenüber dem Landheer bestand aus den Weissen Hammeln als Verbündete. Doch auch dieses schieden aus, ihr Versuch Trapezunt auf diplomatischen Weg zu retten scheiterte. In Trapezunt traf das Seeheer der Osmanen zuerst ein, es begann damit die Stadt erfolglos zu belagern. Die Stadt war gut auf eine Belagerung vorbereitet, laut Steven Runciman hätte sie sich vielleicht sogar ein paar Wochen wehren können (was ja nicht nach viel klingt, aber man muss doch bedenken das es sich bei den Osmanen unter Mehmed II um die Eroberer Konstantinopels handelte). Aber als Mehmed II das Landheer in Richtung Stadt führte, musste man Einsehen das man keine Chance hatte. Entsatz würde keiner kommen, das Bündnisystem hatte versagt. Schließlich entschieden die Komnenen aufzugeben, die Stadt fiel an den Sultan. Wirklich durch Waffengewalt erobert wurde die Stadt aber nie (oder laut der anderen Theorie zumindest die Festung der Stadt). Wie genau die Verteidigungsanlagen die, die Stadt umgaben ausgesehen haben, darüber würde ich auch gerne schreiben, habe aber leider trotz mehrmaliger Suche keine Angaben darüber gefunden. Denke aber das wir die Stadt in die Kategorie „uneinnehmbare Städte“ aufnehmen können.
Geändert von WDPG (08.01.2012 um 22:52 Uhr).
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08.01.2012, 22:39
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#179 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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Beiträge: 7.189
| Trapezunt (Links zu dazupassenden Postings): Hier einige Links zu dazupassenden Themen: Analyse zu den erwähnten Bürgerkriegen: (Das Sterben der römischen Kaiser)642 Zu den Abewehrstrategien des Kaiserreichs von Trapezunt: (Abwehrstrategien gegen die Osmanen)8 Zur Frage was mit den Komnenen nach der Untergang des Kaiserreichs passiert ist: (Abwehrstrategien gegen die Osmanen)33 Stelle ich übrigens mit den aufgezählten Belagerungen nicht, es könnte sein das ich eine übersehen habe, wenn ich da mal daraufkomme ergänze ich diese. |
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