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01.01.2009, 12:31
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#1 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Festungen die als uneinnehmbar galten Im Laufe der Geschichte stoßt man immer wieder auf Festungen oder auch Städte die als "uneinnehmbar" galten. Welche fallen euch da ein? Interessant wäre auch eine kurze Geschichte dazu. Auch die Frage warum diese Festung als uneinnehmbar galt und ihre bedeutung wären interessant.
Freue mich auf eure Antworten. |
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01.01.2009, 13:23
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 29.06.2008
Beiträge: 19.979
| Troja: Da die Mauern von Apollon errichtet wurden, sollten sie uneinnehmbar sein. Außerdem sollte Troja nicht erobert werden können, solange sich das Palladion, ein Bild der Athene, darin befand, weshalb es Diomedes und Odysseus entwendeten. Die Burg des Oxyartes (Sogdianischer Felsen): Dort hatte der Regionalfürst Oxyartes seine Familie, darunter seine schöne Tochter Roxane, gegen Alexander den Großen verschanzt. Auch andere Regionalfürsten hatten dorthin ihre Familien und Schätze in Sicherheit gebracht. Die Bergfestung galt als uneinnehmbar; sie hatte ausreichend Lebensmittel für eine lange Belagerung, Wasser konnte man notfalls aus dem Schnee gewinnen. Alexander versprach im Falle einer Übergabe freien Abzug, woraufhin ihm geantwortet wurde, für eine Eroberung brauche er geflügelte Soldaten. Daraufhin setzte Alexander eine reiche Belohnung aus für alle, die den Felsen ersteigen würden. Etwa dreihundert kletterten um Mitternacht an der steilsten und somit schlechtestbewachten Stelle hinauf, wobei etwa 30 umkamen. Als sie den Gipfel erreicht hatten, machte Alexander die Belagerten darauf aufmerksam, die so bestürzt waren, dass es offenbar doch nicht so schwer war, den Berg zu ersteigen, dass sie sich keinen weiteren Widerstand zutrauten und kapitulierten. Alexander machte reiche Beute. Er lernte Roxane kennen, die später seine Frau wurde, und begnadigte ihren Vater.
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Bis in den Tod Rot-weiß-rot!
Wen die Götter lieben, der stirbt jung.
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02.01.2009, 05:02
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#3 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Haushofmeister
Registriert seit: 22.04.2008 Ort: Mainhattan Westend & Cali - Colombia
Beiträge: 257
| Cartagena in Kolumbien (nach dem Bau massiver Befestigungsanlagen, die 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden): Catagena (Metropolen der Weltgeschichte).  Saludos!
__________________ ° "Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer nur das, was er schon ist" [Brigitte Daniel, 7. Dan Jiu-Jitsu (Großmeisterin)] |
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02.01.2009, 14:11
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 23.02.2008 Ort: Nähe Aschaffenburg
Beiträge: 1.043
| Die Burg Krak in Syrien, eine der Kreuzfahrerburgen. Sie ist bis heute erhalten und auch Weltkulturerbe. Krak des Chevaliers – Wikipedia |
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04.01.2009, 11:54
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#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Die Festung am Grazer Schloßberg Im Buch der Rekorde steht die Festung die auf dem Grazer Schloßberg stand als die "stärkste Festung aller Zeiten".
Bei der Abwehr gegen Napoleon gelang wirklich eine Respektable Leistung. Die Festung hielt gegen 8 Sturmanriffe der Franzosen ab. Der Oberbefehlshaber der Grazer Festung war Franz Hackerher zu Hart er hatte nur 896 Soldaten zur Verfügung. Die Belagerer hingegen hatten ca. 3000 Soldaten.
Der Krieg wurde schließlich nicht in Graz entschieden. Als Napoleon 1809 Wien mit der Zerstörung bedrohte, gab Österreich auf. Die Festung in Graz musste Geschleift werden.
Nur 2 Gebäuden auf dem Schloßberg hielten sich, der Glockenturm und der berühmte Grazer Urturm (Heute das Wahrzeicher der Stadt). Neben dem Glockenturm sind noch die Rest einer Kirche zu sehen, die geschliffen worden war und von dir nur noch die untersteten Mauern übrig sind.
Dieses Schicksal blieb den beiden oben erwähnten Türmen durch Freikaufen ersparrt.
Heute ist der Grazer Schloßberg ein Touristenanziehungspunkt. Noch im 19. Jahrhundert begann man mit der Anlage von Parks, die heute das Bild vom Schloßberg prägen.
Ich persönlich halte den Titel uneinehmbarste Festung aller Zeiten stark übertrieben. Auf das Ereignis der Belagerung der Festung in Graz durch Napoleon stößt man wenn man aufmerksam durch Graz geht immer wieder. |
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04.01.2009, 20:48
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Servus!
Von der Willibaldsburg in Eichstätt gibt´s in Sachen Belagerung enie lustige Geschichte:
Da war - nachdem die Burg militärtechnisch überflüssig geworden war - im 18.Jh. ein Lazarett drin. Quer durch den Burghof war eine Mauer gezogen worden, so hoch wie die angrenzenden - übriggebliebenen - Burggebäude. Als die Franzosen 1796 kamen, waren nur eine Handvoll Invalider dort "stationiert" und der Burgkommandant, ein Leutnant Krach, foppte die anrückenden 12000 Franzosen, indem er die Burgtore verrammeln ließ, in alle Schießscharten Ofenrohre steckte und die Invaliden einen Heidenlärm veranstalten ließ.
Die Franzosen waren so beeindruckt, dass sie - angesichts der offensichtlich starken Besatzung der Burg - mit den Eichstättern einen ehrenvollen Abzug vereinbarten und von einer Eroberung und Zerstörung der ganzen Stadt absahen.
Die machten vielleicht Augen, als sich die Burgtore öffneten und nach einem guten Dutzend humpelnder Invalider niemand mehr kam...
Selbstredend ist der Leutnant Krach bis heute einer der Helden von Eichstätt, jeder Fremdenführer kennt die Geschichte...
Aber auch die in der Nähe liegende Festung Ingolstadt wurde nie eingenommen.
VG
Christian |
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04.01.2009, 20:59
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 23.02.2008 Ort: Nähe Aschaffenburg
Beiträge: 1.043
| Zitat:
Zitat von 913Chris Servus!
Von der Willibaldsburg in Eichstätt gibt´s in Sachen Belagerung enie lustige Geschichte:
Da war - nachdem die Burg militärtechnisch überflüssig geworden war - im 18.Jh. ein Lazarett drin. Quer durch den Burghof war eine Mauer gezogen worden, so hoch wie die angrenzenden - übriggebliebenen - Burggebäude. Als die Franzosen 1796 kamen, waren nur eine Handvoll Invalider dort "stationiert" und der Burgkommandant, ein Leutnant Krach, foppte die anrückenden 12000 Franzosen, indem er die Burgtore verrammeln ließ, in alle Schießscharten Ofenrohre steckte und die Invaliden einen Heidenlärm veranstalten ließ.
Die Franzosen waren so beeindruckt, dass sie - angesichts der offensichtlich starken Besatzung der Burg - mit den Eichstättern einen ehrenvollen Abzug vereinbarten und von einer Eroberung und Zerstörung der ganzen Stadt absahen.
Die machten vielleicht Augen, als sich die Burgtore öffneten und nach einem guten Dutzend humpelnder Invalider niemand mehr kam...
Selbstredend ist der Leutnant Krach bis heute einer der Helden von Eichstätt, jeder Fremdenführer kennt die Geschichte...
Aber auch die in der Nähe liegende Festung Ingolstadt wurde nie eingenommen.
VG
Christian | Klasse Erzählung. In Ingolstadt war ich neulich, wir haben es leider nicht geschafft in die Burg reinzuschauen mangels Zeit. |
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04.01.2009, 21:02
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Ääähhh...
Ingolstadt hat gar keine Burg! Nur ein Schloß. Gotisch. Sieht zugegebenermassen aus wie eine (seh stattliche) Burg, ist aber keine. Der Herzogskasten (das "Alte Schloß") hat keine Nebengebäude und Mauern mehr, da ist nur noch der Palas übrig, der zwischenzeitlich als Kasten und Getreidespeicher genutzt wurde.
Die Willibaldsburg ist in Eichstätt, ca. 30 km nördlich von Ingolstadt, 1796 (noch) fürstbischöfliche Residenz.
VG
Christian |
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04.01.2009, 21:06
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#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 23.02.2008 Ort: Nähe Aschaffenburg
Beiträge: 1.043
| Zitat:
Zitat von 913Chris Ääähhh...
Ingolstadt hat gar keine Burg! Nur ein Schloß. Gotisch. Sieht zugegebenermassen aus wie eine (seh stattliche) Burg, ist aber keine. Der Herzogskasten (das "Alte Schloß") hat keine Nebengebäude und Mauern mehr, da ist nur noch der Palas übrig, der zwischenzeitlich als Kasten und Getreidespeicher genutzt wurde. | Ich meine das am Weihnachtsmarkt.  Das war das Schloss, kannst du mir sagen was das für ein Wappen an der Außenmauer Richtung Fluss ist? |
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04.01.2009, 21:16
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
Beiträge: 9.342
| Hmm....nicht direkt.
Ich weiß zwar, dass da ein Wappen ist (über dem Durchgang in den Innenhof, das meinst du, oder?), aber was da genau gezeigt ist, kann ich dir akut nicht sagen.
Ich vermute mal, es ist entweder das Wappen des Bauherrn, Ludwigs des Gebarteten von Oberbayern-Ingolstadt, oder dasjenige von Ludwig dem Reichen von Niederbayern-Landshut, der nach dem Aussterben der Ingolstädter Herzöge das Schloß vollendete.
Beschreiben kanst du es wohl nicht?
VG
Christian |
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