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04.12.2010, 12:11
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#11 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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| Oliver Cromwell Erfahrener Benutzer Tiger
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Wer durch Irland reist, dem fallen die vielen schlanken, oben spitz zulaufenden Türme auf, die teilweise weit aus der Zeit vor Cromwell stammen, die aber in der Zeit Cromwells besondere Bedeutung hatten. Diese Türme sind so an die 10 m hoch, der Eingang befindet sich ca. 5 m über dem Boden. Ein Ire sagte mir "... and when the english soldiers came they put the ladders high!" Um dem Strafgericht Cromwells zu entgehen, flüchteten ganze Dörfer in diese Türme, und zogen danach die Leitern hoch, mal mit Erfolg, oft auch ohne, das zu den Momumenten, die man überall im Land sieht.
In Drogheda, wo Cromwell eines seiner schlimmsten Massaker mit ca. 3.500 Toten an den Iren anrichtete, ist übrigens ein riesiges Steingrab aus der Vorzeit zu zu besichtigen, wo man so ca. 20 m in das Grab hineinlaufen kann, sollte man gesehen haben, wenn man mal vor Ort ist.
Cromwell selber sehe ich so, dass er durchaus mit hehren Absichten startete, später dann aber aus diversen Gründen entartete. Er kam mit freiheitlichen Ideen in Berührung und wollte diese durchsetzen. Auch aus diversen anderen Gründen wurde er zum Gegner König Karls I., der versuchte ohne Parlament zu regieren.
Der Versuch des Königs, die Opposition um Cromwell auszuschalten, mündete in einen Bürgerkrieg, den Cromwell mit seiner New Model Army gewann. Cromwell erhielt den Titel Lordprotector, lehnte die Königswürde ab, und installierte so vorübergehend eine Art Republik. Das war das neue, das er schaffen wollte, was ihm aber nur vorübergehend gelang.
Cromwell führte Krieg gegen Schottland und Irland, beides unabhängige Königreiche, beide ließ er von seinen Truppen besetzen. In Irland ging er mit genozidal ähnlicher Grausamkeit vor, das Massaker von Drogheda war nur eines vom mehreren. Cromwells brutale Unterdrückungspolitik in Irland belastet bis heute die englisch-irischen und anglikanisch-katholischen Beziehungen, der Konflikt um Nordirland, allerdings nicht von Cromwell verursacht, schwelt bis heute.
Nach seinem Tod durch Malaria 1658 wurden alle cromwellschen Maßnahmen rückgängig gemacht, und die Königswürde wieder installiert. Karl II. wurde die Königswürde verliehen, die Monarchie war also neu entstanden.
Cromwells Leiche wurde aus seinem Grab gerissen und nachträglich hingerichtet, sein Kopf wurde zur Abschreckung auf eine Stange gespießt, später gegen Geld herumgereicht. Ob der 1960 in Cambridge bestattete Schädel wirklich seiner ist, steht nicht fest.
Cromwell rangiert bis heute als Nr. 10 und den Top-100-Engländern. Ich halte ihn für eine interessante historische Persönlichkeit, die eingefahrene Gleise verlassen und neues erschaffen wollte. 
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Geändert von Luki (19.01.2011 um 20:51 Uhr).
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04.12.2010, 12:18
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#12 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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| Ernst Jünger Tiger Rang: Durchlaucht Ernst Jünger war die gesuchte Person. An seinem 100. Geburtstag 1995 machten ihm Kohl und Mitterand ihre Aufwartung, das war damals groß in den Medien. Ernst Jünger diente in seiner Jugend kurz in der Legion d`Etrangers, später nahm er am 1. WK teil und schrieb nach dem Krieg das Buch "In Stahlgewittern", das ihn international bekannt machte. Jünger sympathisierte erst mit den Nationalsozialisten, wandte sich aber später von ihnen ab. Am 2. WK nahm er als Hauptmann teil, unter anderem in Russland. Von daher stammen die Bilder von ihm hoch zu Ross. Nach dem Krieg wandte er sich u. a. der Insektenkunde zu, er hatte eine sehr große Sammlung an Insekten und noch mit 100 Jahren suchte er auf der Schwäbischen Alb nach seltenen Käfern. Geboren wurde er 1895 in Heidelberg, er starb 1998 mit 103 Jahren im schwäbischen Wilflingen. 
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04.12.2010, 12:24
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#13 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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| Erfahrener Benutzer Harald.
Rang: Kanzler König Friedrich Wilhelm II. von Preußen
G Haraldeb. 25.9.1744 in Berlin als Sohn von Prinz Friedrich Wilhelm, Bruder König Friedrich II. Mit dem Tod Friedrichs am 18.8.86 König. Gest. 16.11.1797 in Potsdam.
Seine 1. Ehe wurde wegen Untreue der Ehefrau geschieden. In 2. Ehe verheiratet mit Friederike Luise von Hessen-Darmstadt, 7 Kinder, darunter Kronprinz Friedrich Wilhelm (III.). Nach dem 7. Kind verweigerte die Königin die eheliche Gemeinschaft.
Sein Onkel hatte sich als er Kind war um seine Erziehung gekümmert, als er erwachsen war zeigte er ihm aber öffentlich seine Verachtung.
Fr. W. war an Militär und Verwaltung wenig interessiert. Die schon sehr alten und reformunfähigen Generäle und Beamten seines Vorgängers blieben in ihren Ämtern, was sich in den Napoleonischen Kriegen für Preußen verhängnisvoll auswirkte. Den König interessierte die Kunst, besonders die Musik.
Sein größtes Hobby jedoch waren die Frauen. Er hatte zahlreiche Geliebte, auch morganatische Ehen, und zahlreiche außereheliche Kinder.
Seine langjährige Geliebte aber war Wilhelmine Encke, verheiratete Ritz, ab 1796 geadelt als Gräfin von Lichtenau. Sie hatten 5 Kinder, aber nur eine Tochter überlebte das Kindesalter.
Wilhelmine wußte, warum sie bei seinem Tod sehr trauerte. Fr.W. III. ließ sie sofort festnehmen und ihr Vermögen konfiszieren. Da man ihr aber keine Verfehlung nachweisen konnte, wurde sie nach Glogau in Schlesien verbannt. Erst durch Intervention Napoleons im Jahre 1810 wurde sie rehabilitiert und bekam ihr Vermögen zurück.
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04.12.2010, 12:33
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#14 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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| Sansavoir
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Beiträge: 53 Kurzbio: François Noël Babeuf François Noël Babeuf - genannt Gracchus - (* 23. November 1760 in Saint-Quentin; † 27. Mai 1797 in Vendôme) wurde als Sohn eines unbemittelten Angestellten der königlichen Finanzpachten geboren und arbeitete in seinen jungen Jahren als Schreiber eines Grundbuchbeamten bzw. Gehilfe eines Feldmessers, ehe er sich 1784 in der Pikardie als selbständiger Feldmesser und Grundbuchverwalter niederließ. Er bekam dort einen guten Einblick in die Ausbeutung der Bauern durch aristokratische Grundherren bzw. bürgerliche Großpächter und entwickelte 1786, angeregt durch Schriften Rousseaus, einen Plan zur Umwandlung des Großgrundbesitzes in Kollektivwirtschaften.
Im Frühjahr 1790 führte Babeuf eine Bewegung gegen Steuererhebungen an. Daraufhin inhaftiert, wirkte er nach seiner Freilassung in Paris publizistisch für die entschädigungslose Aufhebung der Feudalrechte, für Demokratie und für die Republik. Als einer der ersten drängte er auf ein „ Ackergesetz“, das die Verteilung von Grund und Boden vorsah. Allerdings fanden seine Forderungen bei der Pariser Stadtarmut kein Gehör.
Deshalb übernahm Babeuf 1792 Tätigkeiten im Departement Somme und im Distrikt Montdidier, wo er aufgrund seiner radikalen Forderungen bald seinen zahlreichen Gegnern weichen musste. Er kehrte deswegen nach Paris zurück, wo er bis zu seiner Verhaftung am 31. Dezember 1793 als Sekretär der städtischen Lebensmittelversorgung arbeitete.
Am 18. Juli 1794 entlassen, begrüßte Babeuf anfänglich den Sturz Robespierres (27. Juli / 9. Thermidor). Er geriet jedoch bald in Konflikt mit dem neuen Regime der Thermidorianer, so dass er am 5. Oktober 1794 – in seiner von ihm herausgegebenen Zeitung „ Le Tribun du Peuple“ zur Fortführung der Revolution aufrief. Seit Ende 1794 – Babeuf nannte sich inzwischen nach den beiden römischen Tribunen Gracchus – polemisierte er scharf gegen die Rückkehr der Wirtschaftsfreiheit und der Aufhebung des „ Maximums“, der Festlegung von Höchstpreisen von Lebensmitteln und Bedarfsgütern.
Nach seinem Aufruf zum Aufstand wurde Babeuf am 7. Februar 1795 verhaftet und wenig später in das Gefängnis nach Arras verlegt. Dort lernte er Alexandre Darthé (1769–1797), einen ehemaligen Jakobiner, und Filippo Buonarroti (1761–1837), der dem toskanischen Adel entstammte und bereits erste Erkenntnisse mit bäuerlichen Kollektivwirtschaften in Korsika erlangte. Infolge der Generalamnestie des Direktoriums im Oktober 1795 freigelassen, begannen Babeuf und seine Mitstreiter die „Verschwörung der Gleichen“ vorzubereiten.
Die Verschwörung strebte im Frühjahr 1796 einen Aufstand gegen das Direktorium an, mit dem Ziel, dieses zu stürzen und durch ein „Geheimes Wohlfahrtsdirektorium“ zu ersetzen, welches die Verfassung von 1793 wieder einführen wird. Politische und soziale Ziele der Verschwörer waren z.B. die Verteilung der Emigrantengüter an die Armen, ein Staatsmonopol für den Außenhandel, die Volksbewaffnung, die staatliche Arbeitspflicht für Bäcker und die unentgeltliche Verteilung von Brot an Arme. Das Programm propagierte nicht die Abschaffung des Privateigentums und nicht die Errichtung einer kommunistischen Gesellschaftsortnung.
Wenige Tage vor dem geplanten Aufstand wurden die von einem Polizeispitzel verratenen Verschwörer um Babeuf am 10. Mai 1796 verhaftet. Nach einem Gerichtsprozess in Vendôme wurden Babeuf und Darthé am 26. Mai 1797 zum Tode verurteilt und am folgenden Tag, ebenfalls in Vendôme, hingerichtet. Die anderen Verschwörer erhielten zum Teil langjährige Gefängnis- oder Deportationsstrafen. Buonarroti wurde noch während des Konsulats und des Kaiserreichs überwacht, ihm wurden Wohnsitze zugewiesen, die er ohne behördliche Genehmigung nicht verlassen durfte. Er schrieb 1828 „Babeuf und die Verschwörung der Gleichen“, eine Schrift, die Proudhon und Bakunin beeinflusste.
François Noël Babeuf war seit 1782 mit Marie Anne Victoire Langlet verheiratet. Sie hatten fünf Kinder, von denen zwei als Kinder verstarben. Nach dem Tod Babeufs fand seine Witwe mit ihren Kindern Unterschlupf in der Kommune von Felix Lepeletier, eines Anhängers des utopischen Sozialisten Henri Saint Simon (1760–1825). Babeufs Söhne Camille (1790–1815) und Gajus Gracchus (1797–1814) wurden Opfer der Napoleonischen Kriege. 
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Geändert von Luki (04.12.2010 um 12:59 Uhr).
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04.12.2010, 12:37
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#15 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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| Sansavoir
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Rang: Majordomus Kurzbio: Alexander von Battenberg Alexander von Battenberg (* 5. April 1857 in Verona; † 17. November 1893 in Graz) – eigentlich Alexander Joseph von Battenberg – war von 1879 bis 1886 als Alexander I. gewählter Fürst von Bulgarien. Er war der zweite Sohn des Prinzen Alexander von Hessen-Darmstadt (eines Bruders des Großherzogs Ludwig III. von Hessen-Darmstadt) und der polnischen Gräfin Julia von Hauke, deren Vater aus Wetzlar stammte und im Kongress-Polen zum Vize-Kriegsminister und Grafen aufstieg. Die Ehe der Eltern war morganatisch, der hessische Großherzog Ludwig III. gewährte jedoch seiner Schwägerin den Titel einer Gräfin von Battenberg.
Alexander besuchte das Ludwig-Georgs-Gymnasium in Darmstadt und diente danach als Offizier im Großherzoglich Hessischen Dragonerregiment Nr. 24, ehe er 1877/78 im russischen Hauptquartier am Russisch-Türkischen Krieg teilnahm. Infolge des Berliner Kongresses von 1878 entstand das Fürstentum Bulgarien. Da Alexander von Battenberg wegen seiner Teilnahme am Russisch-Türkischen Krieg in Bulgarien bekannt und außerdem ein angeheirateter Neffe des russischen Zaren Alexander II. war, wählte ihm die bulgarische Nationalversammlung am 29. April 1879 einstimmig zum Fürsten von Bulgarien.
Battenberg wählte Sofia als Residenz und führte 1881 einen Staatsstreich aus, in dessen Folge die liberale Regierung gestürzt und die Verfassung für ungültig erklärt wurde. Er setzte jedoch 1883 die Verfassung wieder in Kraft. Allerdings verlor der Fürst von Bulgarien dadurch die politische Unterstützung des russischen Zaren Alexander III., der sein Cousin war. 1885 gelang es Alexander I. in Absprache mit Großbritannien und Österreich-Ungarn Ost-Rumelien mit dem Fürstentum Bulgarien zu vereinen. Dies war sein größter politischer Erfolg.
Bald darauf führten die bulgarischen Gebietsansprüche auf Makedonien zur „Bulgarischen Krise“. Am 2. November 1885 erklärte der von Russland unterstützte serbische Fürst Milan Obrenovic Bulgarien den Krieg. Da die bulgarischen Truppen an der türkischen Grenze gebunden waren und das von Alexander zur Verteidigung Bulgariens aufgerufene Volk den einrückenden Serben keinen Widerstand leisten konnte, musste Bulgarien am 3. März 1886 den Bedingungen des von Russland diktierten Frieden von Bukarest zustimmen. Damit endete der Serbisch-Bulgarische Krieg.
Der Vertrag forderte auch die Abdankung Alexanders. Deswegen putschten am 9. August 1886 pro-russische Offiziere gegen ihren Fürsten. Alexander wurde nach Russland gebracht, kehrte jedoch nach einem Gegenputsch des Ministerpräsidenten Stefan Stambulow nach Bulgarien zurück, ehe er am 7. September 1886 endgültig abdankte. Zu seinem Nachfolger wurde unter schwierigen Verhandlungen Ferdinand I. (von Sachsen-Coburg-Kohary) gewählt.
Alexander von Battenberg musste 1888 auf Drängen des deutschen Kaisers (bzw. Bismarcks) seine seit 1883 bestehende Verlobung mit Prinzessin Viktoria von Preußen auflösen. Er heiratete 1889 die Opernsängerin Johanna Loisinger, die zur österreichischen Gräfin von Hartenau erhoben wurde und mit der er bis zu seinem frühen und unerwarteten Tod (1893) in Graz zurückgezogen lebte. Aus der glücklichen Ehe gingen zwei Kinder hervor.
Alexanders ältester Bruder war Ludwig von Battenberg, der in Großbritannien zum Admiral aufstieg. Seit dem 1. Weltkrieg nannte er sich Louis of Mountbatten. Sein jüngster Sohn Louis of Mountbatten war der letzte Vizekönig von Indien. Er bereitete 1947 mit Nehru die Unabhängigkeit Indiens vor. 1979 wurde er gemeinsam mit seinem minderjährigen Enkel Opfer eines Attentats der IRA. Seine Schwester Alice ist die Mutter des Prinzgemahls Philipp, Herzog von Edinburgh und somit Schwiegermutter von Elisabeth II.
Alexanders jüngerer Bruder Heinrich von Battenberg war der Vater von Ena (Eugenia), die dem spanischen König Alfons XIII. heiratete und die Großmutter des heutigen spanischen Königs Juan Carlos ist. 
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Geändert von Luki (04.12.2010 um 12:59 Uhr).
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04.12.2010, 12:44
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#16 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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| Sansavoir
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Beiträge: 53 Armand Augustin Louis, Marquis de Caulaincourt, Herzog von Vicenza, (* 9. Dezember 1773 in Caulaincourt (Aisne); † 19. Februar 1827 in Paris.
1788 trat Caulaincourt in die Armee ein. Trotz seines Adels avancierte Caulaincourt während der Französischen Revolution zum Kapitän und wurde 1792 Generalstabsoffizier. Während der Terrorherrschaft wurde er als ''verdächtiger Adeliger'' verhaftet und eingesperrt. Nach seiner Entlassung diente er drei Jahre als Grenadier und reitender Jäger und begleitete General Jean-Baptiste Annibal Aubert du Bayet als Adjutant nach Konstantinopel. Seine militärische Karriere brachte ihm die Beförderung zum Oberst eines Karabinierregiments, an dessen Spitze er sich im Feldzug von 1800 auszeichnen konnte.
Nach der Thronbesteigung von Zar Alexander I. wurde Caulaincourt 1801 als Diplomat an dessen Hof nach Sankt Petersburg entsandt, um Frankreichs friedliche Absichten zu verdeutlichen. Nach seiner Rückkehr beförderte man ihn zum ''Dritten Adjutanten'' des Ersten Konsuls und zum Brigadegeneral. Nach Napoleons Kaiserkrönung am 2. Dezember 1804 beförderte man Caulaincout Anfang 1805 zum Divisionsgeneral und nobilitierte ihn zum Herzog von Vicenza.
Als Großstallmeister und persönlicher Adjutant Napoleons war Caulaincourt seitdem fast beständig in dessen nächster Umgebung. 1807 wurde er erneut zum Gesandten in St. Petersburg ernannt, aber auf seine Bitte 1811 zur Armee zurückversetzt. Er nahm am Russlandfeldzug 1812 teil und war Napoleons Begleiter auf dessen spektakulärer Flucht zurück nach Paris in nur 13 Tagen.
1813 wurde Caulaincourt mit der diplomatisch-politischen Korrespondenz beauftragt und war maßgeblich am Waffenstillstand zu Poischwitz beteiligt. Er nahm am Kongress in Prag teil und 1814 als Außenminister dem Kongress von Châtillon. Er vertrat bis zuletzt die Interessen Napoleons und es war sein Verdienst, dass diesem wenigstens Elba übertragen wurde. Von den zurück gekehrten Bourbonen wurde er deshalb genötigt, Paris zu verlassen.
Während der "Hundert Tage" wirkte Caulaincourt abermals als Außenminister und wurde als solcher zum Pair von Frankreich ernannt. Er nahm an geheimen Beratungen der Kammer über die zweite Abdankung Kaiser Napoleons teil und war auch Mitglied der Regierungskommission. Nach dem zweiten Einzug Ludwigs XVIII. wurde Caulaincourt auf die Proskriptionsliste gesetzt, aber auf Fürsprache von Zar Alexander I. wurde dies wieder rückgängig gemacht: Er durfte in Frankreich bleiben, verlor aber 1815 seine Pairswürde.
Die Anfeindungen der Ultraroyalisten nahm Caulaincourt zum Anlass, sich aus dem öffentlichem Leben vollständig zurückzuziehen. Er ließ sich zusammen mit seiner Familie auf einem seiner Güter nieder und starb 10 Wochen nach seinem 53. Geburtstag in Paris. Dort entstanden auch erste Vorarbeiten zu seiner Autobiographie ''Souvenirs du duc de Vicence'', deren Veröffentlichung er aber nicht mehr erlebte. Sein Bruder Auguste (1777–1812) war ebenfalls französischer General und fiel am 7. September 1812 in der SChlacht bei Borodino. 
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Geändert von Luki (04.12.2010 um 13:00 Uhr).
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04.12.2010, 14:21
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#17 (permalink)
| | Gesperrt Rang: Majestät
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| Luki, ein starker Job, habe Dich ja schon mal deshalb gelobt, dabei soll es auch bleiben. Sehr gelungen, sehr schön gestaltet, mit viel Liebe zum Detail.
Geändert von tiger456 (07.12.2010 um 13:35 Uhr).
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05.12.2010, 12:01
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#18 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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| Zitat:
Zitat von Harald Luki, der Mann auf dem Bild ist Kaiser Wilhelm II., zu erkennen an seinem Schnurrbart "es ist erreicht" | Danke . Hab`s geändert . Verzeihung , habe das Brustbild verwechselt .
Luki.
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05.12.2010, 23:40
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#19 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
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| Zitat:
Zitat von Joachim Clar Luki, ein starker Job, habe Dich ja schon mal deshalb gelobt, dabei soll es auch bleiben. Sehr gelungen, sehr schön gestaltet, mit viel Liebe um Detail. | Dem kann ich nur zustimmen. |
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09.12.2010, 08:40
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#20 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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| Skanderbeg Skanderbeg Skenderbeg , der albanische Nationalheld . Gjon ( Georg ) Kastrioti . Vom Papst bekam er den Titel : Athleta Christi . Skanderbeg ? Wikipedia Er wurde vermutlich 1405 geboren . Gestorben am 17.1.1468 . Sie waren 9 Kinder , 4Brüder und 5 Schwestern . Wovon einige Schwestern früh verstarben . Die Familie Kastrioti ( Kastrioten ) stammen ursprünglich aus der Region Mati ( Nordalbanien ) . Kastrioten ? Wikipedia Sein Großvater Pal Kastrioti und sein Vater Gjon ( Ivan ) Kastrioti I. kämpften 1389 mit den Bosniern und Serben am Amselfeld gegen die Türken , wobei Pal Kastrioti fiel. Seine Mutter Vojsava Balsic stammte aus der einflußreichen , gleichnamigen Nordalbanischen Fürstenfamilie . Die Kastrioten waren in der damaligen Zeit katholisch. Sein Vater Gjon eroberte die Festung Kruja und gründete daraufhin 1389 das Fürstentum Kastrioti. http://de.wikipedia.org/wiki/Gjon_Kastrioti_I. Nach verlorenen Kämpfen mußten Skanderbeg und seine Brüder , als Geiseln zum türkischen Sultan . Skanderbeg wurde ins Pagenkorps eingewiesen . Da erhielt er auch seine militärische Ausbildung . Zu der Zeit trat er zum Islam über . In der Zeit wurde ihm ein neuer Name zugewiesen . Iskender , die türkische Form von Alexander . Dadurch , daß er in der Militärhierarchie aufstieg , wurde er 1438 als Beg ( von Misia , Skuria und Jonima ( Festung Kruja )) in seine Heimat geschickt . Sein Vater Gjon wurde Mai 1437 auf Geheiß des Sultans getötet . Wer war Skanderbeg? (Kultur, Aktuell, NZZ Online) November 1443 verloren die Türken Schlachten gegen die Ungarn ( Ungarnkönig Wladislav und Janos Hunyadi gegen Sultan Murad II. , Einnahme Sofias ) . Skanderbeg verließ , mit den Ihm unterstellten Albanern , das Heer des Sultans und eroberte noch November 1443 die Festung Kruja . Und fiel schon am darauffolgenden Tage offiziell vom Sultan ab und konvertierte wieder zum Christentum zurück. 1444 gründete er mit anderen albanischen und montenegrinischen Fürsten die Liga von Lezha ( Beselidhja e Lezhes ) , zur gemeinsamen Abwehr der Türken . Von den Fürsten wurde er als militärischer Führer gewählt. . Liga von Lezha ? Wikipedia 1451 heiratete er die Tochter des Fürsten von Kanina , Ardenica Donica Arianiti . 1456 wurde ihr Sohn Gjon geboren . Bal?i? ? Wikipedia Als Einziges bekam er vom Papst und den Königen von Ungarn und Neapel ( Anjou ) finanzielle Unterstützung . Er unterstellte sich , um mehr Unterstützung zu erhalten , als Vasall dem Königreich Neapel. Der Sultan konnte es sich Aufgrund großer Resoursen leisten , fast jährlich einen Feldtzug gegen Albanien zu führen . Aber obwohl Skanderbeg nur über durchschnittlich ca. 10 000 Kämpfer verfügte konnte er , auch mittels unorthodoxer Kriegsführung ( Partisanenkampf , Störung der Nachschubslinien ) die Türken abwehren und sie sogar sogar mehrmals in Schlachten schlagen . Er eroberte sogar zusätzlich Gebiete , zB.: im Süden die Stadt Ohrid. Nach seinem Tode Jänner 1468 zerbrach der Widerstand und in einem Jahrzehnt wurde Albanien von den Türken erobert . Als Letztes wurde 1479 die venezianische beherrschte Stadt Shkodra eingenommen . Mit Grüßen an die 3 Brüder ISENI ( Husnij , Hakim und Rasul ) Luki.
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Und übrigens, Morgen ist auch noch ein Tag.
Geändert von Luki (03.07.2011 um 16:48 Uhr).
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