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22.10.2011, 13:36
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#191 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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| Gottlieb Duttweiler Obelix
Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler Gottlieb Duttweiler . 15. 8. 1888. - 8. 6. 1962 . Duttis Visionen von einer sozialen Marktwirtschaft Gibt es den dritten Weg, zwischen Kapitalismus und Kommunismus, wie sollten Firmen ihren Verdienst, Gewinn der Geselschaft zurück geben....
Diese Fragen sind nicht neu, schon in den 30. Jahren stellte ein Mann namens Gottlieb Duttweiler diese Frage.
" Nicht der Franken sollte im Mittelpunkt stehen sondern der Mensch" , "Wir machen zwar auch einen Gewinn, aber der Gewinn ist nicht , für den Einzelnen bestimmt sondern für die Geselschaft.." Zuerst war da ein glänzender Kaufmann , der verstand man muss die Produkte direkt dem Kunden geben, ohne Zwischenhändler . Und so baute er die Migros Verkaufswagen ( 1925 ) auf , die preisgünstig Waren verkauften . Sein Zielpublikum war die Hausfrau oder Kundin , die gut rechnen konnte .
Später wollte er die Markenmacht brechen und verkaufte anstatt der teuren Marke Kaffee Haag seinen Kaffee denn er schelmisch "Kaffe Zaun" nannte.
Doch der Mann baute nicht nur die Migros auf, sondern er gründete den Landesring der Unabhänigen .
Eine Unabhänige Kraft im Land , der sich für die Freiheit des Gewerbes , aber auch dafür einsetzte , daß es auch dem kleinen Mann der Strasse nicht schlecht ging, er baute an der AHV... Mit ca. 50 Jahren ( 1941 ) verschenkte er dem Schweizer Volk die Migros , ja jeder Bürger durfte einen Anteilschein kaufen und sich als Genossenschafter eintragen und an den Abstimmung teilnehmen .
Jeder zweite Schweizer ist Genossenschafter der Migros, in den 60 Jahre baute er als ErsteS eine unabhänige Raffernie und Versorgung ohne auf das Ölkartell zu schauen .
Dese Firma war auch eine Genossenschaft mit Mitgliederversammmlung , Jeder hatte eine Stimme... "Wir müssen den Kapitalismus zügeln , das heisst nicht die Dividene oder die Aktien dürfen in Vordergrund stehen sondern das Gemeinwohl" , so verfügte "Dutti" wie Alle in der Schweiz sagen , seinem dem Volk geschenkten Konzern das 3 % des Gewinnes des Konzerns an die Kultur geht , die Migros Kulturprozent wurde gegründet..
"Die grösste Herausforderung der Zukunft , ist die Freizeitgestaltung" auch hier hat die Migros und Ihr Gründer "Dutti" die Antwort , die Klubschulen wurden gegründet wo jedermann für wenig Geld Ausbildung , Abendkurse besuchen kann und auch Abschlüsse und das zu günstige Preisen...
Er baute auch eine Genossenschaftsbank , die Migros Bank , die kleinen Leuten Kredite vergibt und jeder Mitglied werden kann...
Bis Heute verkauft die Migros weder Alkohol noch Zigaretten in ihren Läden , sie verzichtet darauf , weil die Migros Ihr Sortiment durch eigen Marken bestreitet kann sie ihre Produkte günstiger verkaufen , als Genossenschaftler kann man noch günstiger einkaufen... Dutti , Gottlieb Duttweiler und Friedrich Raiffeisen sagen, es gibt auch die Möglichkeit eine Firma im Dienst des Gemeinwesen zu stellen... Ein interessantes Potrait, eines Visionär der überall aneckte und sich ganz dem Humanismus verschrieben hat...
LG
Obelix
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Und übrigens, Morgen ist auch noch ein Tag.
Geändert von Luki (23.10.2011 um 00:27 Uhr).
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23.10.2011, 00:19
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#192 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 19.11.2010 Ort: Leipzig
Beiträge: 1.032
| Zitat:
Zitat von Luki Dutti , Gottlieb Duttweiler und Friedrich Raiffeisen sagen, es gibt auch die Möglichkeit eine Firma im Dienst des Gemeinwesen zu stellen... Ein interessantes Potrait, eines Visionär der überall aneckte und sich ganz dem Humanismus verschrieben hat...
LG
Obelix | ... und den ich Dank Eurer gemeinschaftlichen Arbeit auch kenne. Guter Artikel! VG Sansavoir |
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24.10.2011, 13:20
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#193 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Zitat:
Zitat von Luki Bis Heute verkauft die Migros weder Alkohol noch Zigaretten in ihren Läden , sie verzichtet darauf , weil die Migros Ihr Sortiment durch eigen Marken bestreitet kann sie ihre Produkte günstiger verkaufen , als Genossenschaftler kann man noch günstiger einkaufen.......LG Obelix | Ein extrem interessanter Bericht, gibt einem einen interessanten Einblick was die Wirtschaft der Schweiz betrifft. |
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09.11.2011, 14:47
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#194 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 24.10.2009 Ort: Traun,Oberösterreich
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| Der letzte Inkaprinz I. Servus . Heute möchte ich Euch eine Abenteuerliche Geschichte vorstellen . Vom letzten offiziell anerkannten Inkaprinzen und seinen nahen Vorfahren . Andrezej Benesz ( 1918.- 1976. ) : Zur Vorgeschichte : Der Inka Huayna Capac ( Wayna Qhapaq ) verlegte seinen Regierungssitz von Cuzco nach Tomimbamba ( Ecuador ) , um die nördlichen Stämme besser kontrollieren und Angreifende rascher abwehren zu können . Anklicken Gemeinfrei , aus Wikipedia .
Ihm wurde schon von weißen Männern mit Bärten berichtet . Er bestimmte seinen Lieblingssohn Ninan Cuyuchi zu seinem Erben . Dieser Starb aber schon vor seinem Vater und mit Ihm ca 250 000. Landsleute , an einer ihnen ungekannten Seuche ( Pocken , Masern ? ) ,
die den Spaniern vorauszog . Huayna Capac beschloß daher unseeligerweise vor seinem Tod durch die Seuche , das Reich zu teilen . Aus der Verbindung mit der Prinzessin Tocto Koko , aus der Dynastie Scyrs ( Ecuador ) entsprang der Sohn Atahualpar .
Er sollte den Norden regieren . Mit seiner Schwester Ruahua Occlo hatte Huayna Capac den Sohn Huascar .
Dieser sollte den Süden beherrschen . Huascar Heiratete , traditionell , seine Schwester Chuqui Huipa . Obwohl beide dem Vater versprachen , gemeinsam zu herrschen , begannen sie die Feindseligkeiten kurz nach Huayna Capac´s Tod . Huascar genoss die Unterstützung des traditionellen Inka-Adels und ließ sofort die Unterstützer seines Bruders umbringen . Atahualpa hatte die Unterstützung der Truppenführer im Norden , da sie jahrelang gemeinsam gekämpft hatten . Nach harten Kämpfen siegte Atahualpa´s Armee über Huascars Krieger . Huascar`s Ayllu ( Seine Sippe ) wurde ausgelöscht . Der größte Teil des alten Inkaadels , der ja zu Huascar hielt , wurde getötet . Hingerichtet wurden auch viele Priester ,
Gelehrte ( Amauti ) und hohe Beamte .
Sogar Quipucamayo`s ( Knotenschriftkundige ) wurden getötet . Und die Mumie des Inka´s Tupac Yupanqui`s wurde herausgerissen und verbrannt . Den er war es , der mit seinen Truppen Quito errobert hatte .
Cuzco sollte als Hauptstadt entwürdigt und abgesetzt werden . Es war ein schrecklicher Aderlass an der Wissenschaft und Intelligenz des Inkareiches . Dadurch wurde die Abwehrkraft des Inkareiches stark geschwächt und zerissen . Was sich bald rächen sollte . 1532 landete Francisco Pizarro mit ca. 180. Mann an der peruanischen Küste . Und diese eroberten , mit List und Tücke , das sehr geschwächte Inkareich . Nach der Ermordung Atahualpas wurde sein Bruder Tupac Huallpa Inka . Er wurde nach einigen Monaten von einem Inkageneral getötet . Ihm folgte Manco Capac II. , noch ein Bruder , nach . Anfänglich half er den Spaniern und brachte nebenbei auch noch einige seiner Verwandten um die Ecke . Als er bemerkte , daß er nur ein Erfüllungsgehilfe der Spanier war , floh er und begann einen Aufstand . Nach seiner Ermordung folgten ihm seine Söhne nach . Zuerst Sayri Tupac , dann Titu Cusi Yupanqui und als Letzter Tupac Amaru ( königliche Schlange ). Nach der Enthauptung Tupac Amarus erlosch der letzte Rest des Inkareichs . Die Indianerin Rosa Noguera Valenzuela , die ihre Abstammung auf Tupac Amaru zurückführte , heiratete den Spanier Miguel Concorcanqui . Ihnen wurde am 19. 3. 1783. der Sohn Jose Gabriel Concorcanqui geboren der sich später als Kazike Tupac Amaru II. nannte . Er war praktisch ein Mestize und hatte mit einer Indianerin 3. Söhne . Tupac Amaru II. zettelte eine Rebellion an , wurde verraten und in Cuzco gevierteilt . Vorher war er aber auch noch mit der Inkaprinzessin Umina Berzeviczy verheiratet . Darüber im Teil II. mehr . Luki.
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Und übrigens, Morgen ist auch noch ein Tag.
Geändert von Luki (09.11.2011 um 20:17 Uhr).
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09.11.2011, 15:01
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#195 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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| Der letzte Inkaprinz II. TEIL II: Den polnischen Adeligen Sebastian Berzeviczy von Niedzica verschlägt es im 18. Jahrhundert , aus Abenteuerlust , nach Peru . Dort heiratet er die Inka-Prinzessin Umnia-Atawallpa ( Atahualpa ) . Diese starb bei der Geburt ihrer Tochter
Umnia Berzeviczy . Ihre Tochter Umnia heiratete den Rebellenführer Tupac Amaru II. mit dem sie den Sohn
Antonio Tupac Amaru hatte .
Nach seiner Vierteilung flieht sie mit ihrem Vater , dem Sohn und kleinem Gefolge nach Venedig . In Venedig ( eine andere Quelle sagt in Niedzica ) werden sie von spanischen Häschern entdeckt und Umnia ermordet . Sebastian Berzeviczy flieht mit seinem Enkel und kleinem Gefolge in seine Heimat nach Niedzica . Um seinen Enkel zu schützen lässt er ihn von der Familie Benesz ( 1797 ) adoptieren und diese geben ihm den Namen Anton . Der Zeremonie nahmen Abgesandte der Inka-Exilregierung bei . Sein Urenkel Andrezej Benesz erfuhr in den 1930. Jahren von seiner Abstammung . Er fand die Adoptionsurkunde und in einem Zinnrohr ein Quipu ( Knotenschnuraufzeichnung ) Da er Vizepräsident des polnischen Sejm (Parlament ) war , schickte er zwei Expeditionen nach Peru um Nachforschungen anzustellen . Doch Beide verschwanden spurlos . Die Wissenschaftler der Ersten ertranken Alle . Ob die der Zweiten beseitigt wurden oder nur die Gelegenheit wahrnahmen dem Kommunismus zu entfliehen , keine Ahnung . Ende Februar 1976. kam Andrezej Benesz bei einem unerklärlichem Autounfall ums Leben . Angeblich fuhr er zu einem Treffen mit zwei Ausländern die Quipus lesen konnten . Ein Inkaprinz in Mitteleuropa und noch dazu als Kommunist im polnischen Sejm . Eine kurriose Geschichte . Luki. Umina Berzeviczy ? Wikipedia Ein geheimnisvoller Inkaschatz in Polen ( NZZ Online) Der Fluch der Inkas | Reise | ZEIT ONLINE Miguel Condorcanqu ( Tupac Amaru II. )
Nachfahren der 1. Frau : Micaela Bastidas; (A) Hippolito (D1781) (B) Mariano (D1781) ( C ) Ferando (d1799) Nachfahren der 2. Ehefrau ( 1781 ) Umnia Berzeviczy , Linie 16. D) Antonio Tupac Amaru 07. Antonio Tupac Amaru [ adoptiert von Vaclav Benesz im Jahre 1797 nahm den Namen Antonin Benesz] (1877) 08. Ernest Benesz [er hatte einen Bruder, Wilhelm, und zwei Schwestern] 09. Jan Benesz (1884-1946) verheiratet mit Anna Niewiadomska 10, Andrzej Benesz (1918-1976), genannt "der letzte Inka-Prinz" zusammengestellt von David Hughes,
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Und übrigens, Morgen ist auch noch ein Tag.
Geändert von Luki (14.11.2011 um 13:43 Uhr).
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09.11.2011, 19:34
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#196 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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04.12.2011, 10:18
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#197 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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Beiträge: 7.189
| Antiochos VII (Seleukidenkönig): Ich habe mich vor allem deshalb dafür entschieden Antiochos VII zu nehmen weil ich die Zeit in der er lebte und die Umstände im Seleukidenreich für sehr interessant halte. Andererseits ist es immer wieder eine Herausforderung, die Komplizierten Machtkämpfe halbwegs übersichtlich darzustellen. Möchte deshalb bevor ich zur eigentlichen Kurzbiographie von Antiochos VII komme etwas weiter ausholen. Das Seleukidenreich: Das von Seleukos I gegründete Reich war das größte aus den Diadochenkriegen hervorgegangene. In der Folge war es eine hellenistische Großmacht, was man etwa unter Seleukos I oder Antiochos III gut beobachten kann. Aber es war auch ein Reich das höchst instabil war. Thronstreitigkeiten, Abspaltungen, Einfälle fremder Völker, Einmischungen von Außen usw. schwächten das Reich. In der Zeit in der Antiochos VII (138 v. Chr bis 129 v. Chr.) geherrscht hat, befand sich das Reich aufgrund der oben genannten Faktoren bereits im Niedergang. Antiochos VII versuchte wie wir noch sehen werden, diesen noch einmal aufzuhalten oder zumindest einzudämmen. Vorgeschichte: Antiochos VII und sein Bruder Demetrios II, waren die Söhne von Demetrios I. In dieser Zeit lieferten sich 2 Linien der Herrscherdynastie einen erbitterten und Machtkampf. Auf der einen Seite die von Demetrios I und auf der anderen Seite die von Alexander I Balas. Alexander hatte einst Demetrios I gestürzt. Als er sich als nicht besonders fähiger Herrscher herausstellte, nützte Demetrios II die Gelegenheit um nach einem unübersichtlichen Machtkampf die Herrschaft für sich und seine Familie wiederzugewinnen. Als Herrscher war Demetrios II jedoch nicht allzu beliebt und so kam schnell der Versuch eines Gegenschlags. General Diodotos Tryphon führte diesen praktisch an, dafür schob er Antiochos VI, den minderjährigen Sohn Alexander Balas vor. Demetrios II gelang es nicht diese Gegnerschaft unter Kontrolle zu bringen, dieser gelang es zwar auch nicht ihn zu stürzen, sie konnte aber etliche Reichsteile für sich gewinnen. Doch aufgrund von Kämpfen mit den Makkabäern wurde Diodotos Tryphon geschwächt. Demetrios II konnte dies jedoch nicht nutzen da er an einer anderen Front im Reich beschäftigt war. Die Parther waren schon vor langer Zeit ins Reich eingedrungen, gingen nun aber aggressiv gegen das geschwächte Seleukidenreich vor. Im Jahr 141 v. Chr. eroberten sie die Stadt Seleukia, neben Antiochia, die wohl bedeutendste Stadt im Seleukidenreich. Demetrios II versuchte gegen die Parther zu ziehen, scheiterte schließlich und wurde gefangengenommen. Antiochos VII: Nun trat der bisher im Schatten seines Bruders stehende Antiochos VII hervor und erwies sich dabei als durchaus fähig. Wie er zu seinem Bruder stand darüber habe ich nicht viel gefunden, als dieser in Gefangenschaft geriet wurde Antiochos VII zum neuen Herrscher im Seleukidenreich, er heiratete die Ptolamaierin Kleopatra Thea. Diese war eine für die Geschichte des Seleukienreichs höchst interessante Frau, sie war zuvor schon mit den beiden Vorgängern von Antiochos VII (Alexander Balas und Demetrios II) verheiratet gewesen. Der Grund ihren Bruch mit Demetrios II war das er in der Gefangenschaft der Parther inzwischen eine andere geheiratet hatte. Antiochos VII gelang es was seinem Bruder zuvor verwährt gewesen blieb. Er schlug den geschwächten Diodotos Tryphon und drang auch ins Gebiet der Makkabäer vor nahm Jerusalem ein, das sich dann jedoch freikauft (habe da aber schon mehrere Versionen gelesen, die nicht ganz gleich sind). Erfolgreich war Antiochos VII auch im Osten des Reiches. Mit einer großen Armee gelang es ihm die Parther in einer Schlacht zu schlagen, Babylonien erneut zurückzuerobern und nach Medien vorzudringen. Eine Wiederherstellung des Seleukidenreichs im Osten war in greifbare Nähe gerückt. Aber die Parther hatten (sozusagen) noch ein Ass im Ärmel. Den Bruder von Antiochos VII, Demetrios II den man gegen ihn ausspielen konnte. Das Demetrios II trotz sehr guter Behandlung durch die Parther wieder zurück ins Seleukidenreich wollte, daran besteht kein Zweifel, immer wieder versuchte er zu fliehen. Ob Demetrios II nun wirklich gegen seinen Bruder ausgespielt wurde, darüber habe ich verschiedene Angaben gelesen. Manche Versionen klingen so als ob die Freilassung des Demetrios II der Wendepunkt war, manche klingen so als ob Antiochos VII geschlagen wurden und Demetrios II erst dann freikam. Das Ergebnis ist allerdings das gleiche. Antiochos VII ist trotz anfänglich beträchtlicher Erfolge schließlich (anscheinend bei einem Hinterhalt in Medien) geschlagen worden und gefallen, sein Ziel die Parther zurückzudrängen ist gescheitert. Demetrios II kam wieder frei und wurde erneut Seleukidenherrscher, sein Machtbereich erstreckte sich jedoch nur noch über Teile Syriens und Kilikien, die Parther hatten den Osten des Reichs endgültig in Besitz genommen. Das Antiochos VII kein „großer Herrscher des Weltgeschichte“ ist weiß ich, aber wie schon erwähnt finde die Geschichte des Seleukidenreichs in dieser Zeit insgesamt spannend. Ihn zeichnen vor allem seine Erfolge im Westen und sein interessanter Versuch eines Gegenschlages aus. Falls ich das eine oder andere Detail nicht geschrieben habe, was das oft sogar Absicht, da vor allem die Geschichte von Demetrios II viele relativ verwirrende Seiten hat und man oft verschiedene Angaben findet. Trotz seiner Schwäche existierte das Seleukidenreich (allerdings auch einige Zeit unter der Herrschaft Armeniens) bis zum Jahr 63 v. Chr. weiter. |
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04.12.2011, 11:07
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#198 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 24.10.2009 Ort: Traun,Oberösterreich
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| Diadochenreiche Servus Gerald .
Danke für Deinen Beitrag .
Diese Reiche , inkl. Kaukasus , und ihre wechselnden Herrscher und Ursupatoren sind für mich sehr verwirrend .
Daher lese ich jeden Beitrag , der für mich etwas Licht ins Dunkle bringt , gerne .
G. v. Luki.
PS: Bewerten geht leider nicht .
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Und übrigens, Morgen ist auch noch ein Tag.
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04.12.2011, 11:27
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#199 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 07.03.2008
Beiträge: 7.189
| Zitat:
Zitat von Luki Servus Gerald . Danke für Deinen Beitrag . Diese Reiche , inkl. Kaukasus , und ihre wechselnden Herrscher und Ursupatoren sind für mich sehr verwirrend . Daher lese ich jeden Beitrag , der für mich etwas Licht ins Dunkle bringt , gerne . G. v. Luki. PS: Bewerten geht leider nicht . | Danke für die vorhergehende Bewertung. Die Geschichte des Seleukidenreichs ist in der Tat eine recht verwirrende. Die innenpolitschen Wirren sind oft sehr unübersichtlich, diverese Teile strebten auseinander und ausländische Mächte wie Rom, die Ptolemaier, die Makkabäer, die Parther usw. wechselten sehr oft die Seiten. Aber irgendwie machts mir gerade da Spaß etwas Übersicht zu schaffen. |
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12.02.2012, 12:27
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#200 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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| Sansavoir Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler Elisabetta Farnese: (* 1692; † 1766) Die Gesuchte war Königin von Spanien . Sie ist eine Nachfahrin von Alessandro Farnese, dem späteren Papst Paul III., der seinen Aufstieg seiner Schwester Giulia, der Geliebten Alexanders VI., verdankte. Paul III. gelang es aus Gebieten des Kirchenstaates und dem Herzogtum Mailand das Herzogtum Parma und Piacenza seinem Sohn Pier Luigi zu übertragen. Der bekannteste Farnese war Alessandro Farnese (1545–1592), General und Statthalter der spanischen Niederlande.
Elisabetta Farnese war die letzte Angehörige dieser Familie. Sie wurde 1714 mit Philipp V., König von Spanien verheiratet. Dieser willenschwache Herrscher wurde bald von ihr und ihrem italienischen Landsmann Giulio Alberone beherrscht. 1735 wurde ihr Sohn Karl König des Reiches beider Sizilien (Neapel und Sizilien), 1759 trat er zugunsten seines zweiten Sohnes Ferdinands zurück , um die Nachfolge seines Halbbruders Ferdinands VI. als König von Spanien anzutreten . Karl III. ging als bedeutender Reformer in die Geschichte ein, sein Nachkomme ist der heutige spanische König Juan Carlos. Elisabetta als spanische Königin : Aus Wikipedia ; Urheber : Paliano. Elisabetta gelang es ihrem jüngeren Sohn Philipp (Felipe) 1748 ihr Erbe , das Herzogtum Parma und Piacenza zu übertragen . Seine Nachkommen, die sich Bourbon-Parma, nannten bzw. nennen, herrschten mit (länger andauernden) Unterbrechungen bis 1860 im Herzogtum Parma und Piacenza. Sie verloren infolge der italienischen Einheitsbewegung ihre Souveränität. Ihr Wappen : Aus Wikipedia ; Urheber : Heraldia . Im 20. Jahrhundert erlangten die letzte österreichische Kaiserin Zita von Bourbon-Parma und ihre Brüder einen gewissen Bekanntheitsgrad. 1917 gerieten ihre Brüder Sixtus und Franz Xaver von Bourbon-Parma in die Schlagzeilen , nachdem bekannt wurde , dass sie im Auftrage des Kaisers separate Friedensverhandlungen mit Frankreich führten. Ein weiterer Bruder , Felix von Bourbon-Parma , heiratete 1919 Charlotte , die Großherzogin von Luxemburg . Sein Enkel, der noch den Titel Herzog von Bourbon-Parma führt , ist der heutige luxemburgische Großherzog Jean.
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