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13.12.2011, 10:40
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#41 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 13.09.2011
Beiträge: 1.027
| Albrecht Berblinger Der Entdecker des Gleitfluges
Der viel belachte Schneider von Ulm ist der Erfinder des Gleitfluges. Ein Zeitgenosse von Drais, der ebenfalls nicht wusste warum seine Erfindung funktionierte.
Berblinger wurde dies aber zum Verderben.
Zwei Fakten muss man hierbei beachten:
1.)Berblinger hat ganz sicher erfolgreiche Gleitflüge mit seinem Flugapparat absolviert, von der Entfernung wesentlich weitere als über die Donau.
2.)Es gelingt heute, mit heutiger Hightech, nur gelegentlich an dieser Stelle die Donau zu überwinden. Fast alle Versuche gehen fehl.
Berblinger hatte keine Chance.
Berblinger hatte sich die Erfahrungen des Schweizers Degen zu Nutze gemacht, der damals mit einem "Schlagapparat" Absprünge von Ballonen unternahm.
Berblinger hatte den "Schlagapparat" Degens aber umkonstruiert und einen "Gleitdrachen" daraus gemacht. Mit dem er Gleitflüge an den Hängen der Alb und der Umgebung Ulms erfolgreich absolvierte.
Da er aber lediglich empirisch Versuche unternahm, blieb ihm letztlich verborgen warum er an der Donau scheitern musste, was an den Hängen ohne weiteres gelang.
Man vergleiche die überaus systematischen Arbeiten und Versuche Lilienthals 50 Jahre später.
Aber die Empirik war damals Stand der Forschung.
Fazit:
Berblinger war der erste, der erfolgreich Gleitflüge absolvierte von dem wir wissen.
Quellen: Es gibt einiges an Literatur über Berblinger, der Roman Max Eyths ist recht bekannt. Wobei Eyth die Gründe des Scheiterns noch nicht kannte.
Im Internet ist zutreffendes zu finden. Zum Berblinger Fest 2011 ist sogar ein filmchen zu finden, wie einer "mit knapper Naout" (schwäbisch für gerade so) auf 20cm genau über die Donau kommt.
Edit: Der war ein echter Schwabe  |
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13.12.2011, 11:32
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#42 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Kanzler
Registriert seit: 14.09.2011 Ort: An der Ostsee.
Beiträge: 879
| Zitat:
Zitat von Suebe Edit: Der war ein echter Schwabe  | Das dachte ich mir schon, war ja auch ein "Schwabenstreich". Dein Edit kam zu spät für meine diesbezügliche Rückfrage.  |
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13.12.2011, 14:54
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#43 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 13.09.2011
Beiträge: 1.027
| Zitat:
Zitat von Obotrit Das dachte ich mir schon, war ja auch ein "Schwabenstreich". Dein Edit kam zu spät für meine diesbezügliche Rückfrage.  | Es war kein Unsinn, falls Du das meinst.
Aber insofern hast Du recht, weder die Zeitgenossen noch die Nachwelt bis in die 1980er Jahre hinein waren im Stand Berblinger zu verstehen.
Ich kann mich noch an eine Publikation erinnern, in der stand, dass Berblinger Degens "Flügel" kopiert hätte.
Mit Häme ging es dann weiter, "der Schneider von Ulm hätte halt den Ballon vergessen".
Vielleicht muss man sich den Hintergrund verdeutlichen, um zu begreifen, dass die Ulmer Berblinger dann gnadenlos fertigmachten.
1810 nach einem bayer/württ./bad, Ländertausch auf Geheiß Napoleons wurde Ulm württembergisch.
Als der württ. König erstmals nach Ulm kam, wollte man ihm zeigen, was man drauf hatte.
Und Berblinger fiel ins Wasser.
Ganz Deutschland lachte über den "Schneider von Ulm" das haben ihm die Ulmer nicht vergessen.
Zu dieser Rolle Berblingers kann man Max Eyths Buch wirklich empfehlen.
Aber wie gesagt, die Deutschen, die Württemberger, insbesondere die Ulmer haben sich dadurch um die Chance gebracht ein weiteres Genie zu eigen zu nennen. |
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15.12.2011, 12:53
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#44 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 05.03.2011 Ort: Maxdorf (ach was...)
Beiträge: 3.838
| Fahrenheit - ein großer Geist Daniel Gabriel Fahrenheit war ein deutscher Physiker, der von 1686 bis 1736 lebte. Er erfand sehr präzise Thermometer und begründete durch seine Maßeinheit, die heute „Grad Fahrenheit“ heißt und deren Nullpunkt bei -17,8 °C liegt (der tiefsten Temperatur, die mit einer Kältemischung aus Eis und Salz erreicht werden kann), die Thermometrie.
Ursprünglich verwendete er als Material, dass sich bei Temperaturänderung ausdehnt oder zusammenzieht, Weingeist. Doch eines Tages las er eine Veröffentlichung von Guillaume Amontons. In dieser wurde beschrieben, wie sich Quecksilber bei Erwärmung ausdehnt. Als Thermologe (ich hoffe, das ist das richtige Wort) wandte er diese Entdeckung natürlich sofort zur Temperaturmessung an und entdeckte somit das Quecksilberthermometer.
Erfunden hatte er es nicht.
Aber durch sein Wissen und seine Erfahrung zur Einteilung und Herstellung konnte man es auch ohne übertriebenen Aufwand herstellen.
Als Ehrung wurde die von ihm entwickelte Temperaturskala „Fahrenheit“ – Skala genannt. Sie war in Deutschland und anderen Ländern weit verbreitet und ist es heute noch in den USA.
Außerdem konstruierte Fahrenheit noch einige andere (weniger allgemeingebräuchliche und daher sehr fachwissenschaftliche) Geräte und Methoden.
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16.12.2011, 13:04
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#45 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 05.03.2011 Ort: Maxdorf (ach was...)
Beiträge: 3.838
| Der Zeppelin Der Zeppelin wurde von Ferdinand Graf von Zeppelin (ach was…) entwickelt.
1890, er war gerade 52 Jahre alt, schied er vorzeitig aus der Armee aus, um sich für die Umsetzung einer Idee – dem Luftschiff – zu widmen. Das Patent erhielt er am 13. August 1898 für ein „Lenkbares Luftfahrzeug mit mehreren hintereinander angeordneten Tragkörpern.
Seine Idee: Ein Gefährt, vom Prinzip her wie ein Heißluftballon, besteht aus einem Gasraum, der in mehrere zylinderförmige Kammern aufgeteilt ist. Unten montiert sind von einander getrennt zwei Gondeln. Man steuert mit Hilfe von Höhen- und Seitenrudern, der Vortrieb wird durch Propeller erzeugt.
Die Pläne waren ursprünglich vom Ungarn David Schwarz, doch dieser war gestorben, und die Witwe übergab die Papiere an den Grafen Zeppelin.
Bei Experten fand seine Idee (beziehungsweise die von David Schwarz) keinen Anklang, und so gründete er eine Gesellschaft zur Förderung der Luftschifffahrt. Doch auch deren Kapital stammte zum größeren Teil von ihm selber.
Die Umsetzung geschah erst durch Theodor Kober, dann durch Ludwig Dürr auf einer schwimmenden Fabrik im Bodensee. 1900 schließlich war er fertig – das Luftschiff Zeppelin, 128 Meter lang, mit fast 12 Metern Durchmesser. Am 2. Juli starte es zum ersten Mal – von der schwimmenden Fabrik, deren bemerkenswerte Eigenschaft dazu diente, sie in Windrichtung zu drehen und so den Start zu erleichtern. Der Zeppelin stellte sofort den neuen Geschwindigkeitsrekord auf (32,4 km/h). Doch immer noch fand das Luftschiff keinen Anklang.
Deshalb musste der enttäuschte Graf sein Projekt aufgeben und baute sein Fortbewegungsmittel wieder ab.
So, das war es vorerst von mir an Texten zu deutschen Erfindungen.
Ich hoffe, es kommen noch ein paar Erfindungen von euch (oder wenigstens Texte über Erfindungen ).
VG
Der Maxdorfer
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14.02.2012, 19:10
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#46 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 05.03.2011 Ort: Maxdorf (ach was...)
Beiträge: 3.838
| Skilift Vor genau 104 Jahren wurde der erste Skilift der Welt eröffnet.
Erfunden hatte ihn der Bauer Robert Winterhalder, der von 1866 bis 1932 lebte.
An einem Berg in seinem Heimatort Schollach (im Breisgau) baute er fünf Holzmasten auf und spannte mit Laufrollen ein endloses Seil darum.
An der Tal- und an der Bergstation lief dieses um ein Umlaufrad, das dieses antrieb und das durch eine Wassermühle angetrieben wurde.
Die Benutzer hielten sich mit speziell geformten Zangen am Seil fest.
Der Skilift war erfunden.
Am 14. Februar 1908 eröffnete Winterhalder seine Konstruktion, die auf einer Länge von 280 Metern 32 Höhenmeter überwand.
Er bekam Patente für Deutschland, Frankreich, Österreich, die Schweiz, Schweden und Norwegen erteilt.
In späterer Zeit ersetzte er die Holzmasten um Exemplare aus Eisen und schaffte als Antrieb einen Elektromotor an.
Doch im Ersten Weltkrieg wurden die Liftanlagen zur Rohstoffgewinnung abgebaut.
Winterhalder war ruiniert und konnte aus seiner Erfindung in dieser Zeit keinen Nutzen ziehen, weil er keine Investoren hatte.
Deswegen verkaufte er sie.
Seine Erfindung ist nicht die weltbewegenste, aber sicherlich eine der bequemsten aus Deutschland.
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15.02.2012, 11:09
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#47 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Großkanzler
Registriert seit: 13.09.2011
Beiträge: 1.027
| Zitat:
Zitat von Maxdorfer
An einem Berg in seinem Heimatort Schollach (im Breisgau) baute er fünf Holzmasten auf und spannte mit Laufrollen ein endloses Seil darum.
./.
Seine Erfindung ist nicht die weltbewegenste, aber sicherlich eine der bequemsten aus Deutschland. |
Zustimmung.
Wenn ich noch kurz etwas ergänzen darf.
Die Angabe "Breisgau" obwohl sie stimmt, irritiert doch etwas.
Schollau gehört heute zu Eisenbach, liegt dort wo der Schwarzwald am "echtesten" ist. Schmale Sträßchen, Einödhöfe, wie man sich den Schwarzwald vorstellt eben.
OT:
Als bei uns Ende der 50er der erste Schlepplift aufgestellt wurde, eigentlich mitten in der Stadt  war die Freude groß. Halbe Stunde aufsteigen für 2 Minuten Abfahrt war einfach nicht ganz so der Hit.
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16.02.2012, 20:20
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#48 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 05.03.2011 Ort: Maxdorf (ach was...)
Beiträge: 3.838
| Zitat:
Zitat von Suebe Zustimmung.
Wenn ich noch kurz etwas ergänzen darf.
Die Angabe "Breisgau" obwohl sie stimmt, irritiert doch etwas.
Schollau gehört heute zu Eisenbach, liegt dort wo der Schwarzwald am "echtesten" ist. Schmale Sträßchen, Einödhöfe, wie man sich den Schwarzwald vorstellt eben.
OT:
Als bei uns Ende der 50er der erste Schlepplift aufgestellt wurde, eigentlich mitten in der Stadt  war die Freude groß. Halbe Stunde aufsteigen für 2 Minuten Abfahrt war einfach nicht ganz so der Hit. | Danke für die Präzisierung.
Die Ortschaft lag im Kreis Breisgau - Oberschwarzwald.
OT: Auch ich habe bei meiner Skifreizeit Mitte Januar den Nutzen des Skilifts erkannt und bin dem Erfinder von Herzen dankbar.
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07.03.2012, 19:37
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#49 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
Registriert seit: 05.03.2011 Ort: Maxdorf (ach was...)
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| 8. November 1895: In seinem Würzburger Labor macht der Physiker Conrad Röntgen Versuche mit einer birnenförmigen Röhre. In dieser befinden sich verdünnte Gase; Röntgen will die elektrischen Entladungsvorgänge in der Röhre untersuchen. Also umhüllt er die Röhre mit schwarzer Pappe und setzt die Kathode innen in der Röhre unter Strom. Plötzlich leuchtet auch ein zwei Meter entfernt stehender Leuchtschirm grünlich auf, ohne dass Röntgen irgendetwas getan hätte. Röntgen bewegt sich auf den Schirm zu – doch was ist das? Röntgen sieht plötzlich die Knochen seiner Finger, mit denen er den Schirm hält! Röntgen hatte die nach ihm benannten Röntgenstrahlen entdeckt, wofür er sechs Jahre später, 1901, den Nobelpreis bekommen sollte. Röntgenstrahlen entstehen, wenn Kathodenstrahlen auf feste Körper treffen. Sie durchdringen sogar Metall. Ein alter Menschheitstraum wurde auf diese Weise war: Das Innere von lebenden Menschen zu untersuchen. Obwohl die Wissenschaftler später feststellten, dass die Röntgenstrahlen gesundheitsschädigende Wirkungen haben, werden sie heute noch in der Medizin eingesetzt. Sie helfen auch dem Geschichtswissenschaftler: Man kann mit den Röntgenstrahlen das Alter und die Echtheit archäologischer Funde bzw. Fälschungen herausfinden. In Fabriken werden sie eingesetzt, um zu untersuchen, ob Metallplatten Risse haben. An Flughäfen dienen sie dazu, Schmuggel und Terrorismus zu verhindern. Eine durch und durch nützliche Entdeckung des Würzburgers also, diese Röntgenstrahlen. Hierzu eine kleine Literaturempfehlung: Wer nicht sucht, der findet. Zufallsentdeckungen in der Wissenschaft erzählt von Gudrun Schury. Campus Verlag Frankfurt am Main 2006. Zu Conrad Röntgen: Durchschaut. Die Strahlen des Herrn Röntgen. In: ebd. S. 89 – 100.
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15.03.2012, 17:05
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#50 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Durchlaucht
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| Aspirin Im Jahre 1897 gelang es dem deutschen Apotheker und Chemiker Felix Hoffmann (21.1.1868 bis 8.2.1946), die Chemikalie Acetylsalicylsäure synthetisch herzustellen, und zwar so rein, dass man es unter dem Namen Aspirin als Medikament benutzen konnte. Am 6. März 1899 wurde es als Arzneimittel zugelassen, das Fieber senkt, Schmerz stillt und Entzündungen hemmt. Es ist auch von der Weltgesundheitsorganisation (kurz WHO) in die Liste der unentbehrlichen Arzneimittel aufgenommen worden.
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