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17.01.2011, 15:26
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#1 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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| Das Diesel-Rätsel Ein Antrieb für mehr Gerechtigkeit Das bewegende Schicksal des Erfinders Rudolf Diesel Seine Erfindung ist heute das Rückgrat der Weltwirtschaft: Der Dieselmotor, den Diesel Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt hat, treibt heute nicht nur Lkw, Pkw,Traktoren oder auch Hochseeschiffe an, sondern auch Kraftwerke, die auf der ganzen Welt Strom und Wärme produzieren. Doch der Erfolg seiner Erfindung hat dem idealistischen Tüftler selbst letztendlich kein Glück gebracht. Quelle: Terra X - ZDF.de
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18.01.2011, 13:59
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#2 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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| Er arbeitet über seine Grenze hinaus und riskiert seine Gesundheit. Der junge Ing. Diesel hat es es sich Ende des 19. Jahrhunderts zur Lebensaufgabe gemacht, eine neuartige Kraftmaschine zu entwickeln, die Dampfmaschine hat sich zu dem Zeitpunkt zwar bewährt. Sie verbraucht aber Unmengen teuerer Kohle. Deswegen können nur Wohlhabende Damofmaschinen bezahlen. Den Handwerkern nimmt sie lediglich die Arbeit weg und treibt sie in die Armut. Quelle: Terra X - ZDF.de
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19.01.2011, 13:54
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#3 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
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| Eine Maschine für alle Der junge Ingenieur Diesel will die verhältnisse ändern. Er will eine neuartige Kraftmaschine bauen, die sich viele leisten können. Seine Idee ist es, einen Motor zu bauen, der klein und handlich ist. Dazu mit einer noch nie dagewesenen Leistung und mit einem wesentlich geringeren Verbrauch an teurem Kraftstoff. Andere Erfinder haben schon versucht, die Dampfmaschine durch Gas- und Benzinmoteren zu ersetzen. Doch solche Motoren sind nur bedingt verwendbar und kosten Unsummen. Quelle: Terra X - ZDF.de
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20.01.2011, 13:58
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#4 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
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| Dieselexperte Viktor Glass erzählt eine Anekdote über Diesels "schwarze Geliebte" - wie man damals Diesels Maschine nannte. Diesels Maschine soll nach einem neuen Prinzip funktionieren: deer Selbstzündung. Hierbei wird Luft allein durch Zusammenpressen auf mehrer Hundert Grad erhitzt. Wird dann Kraftstoff eingespritzt, enzündet er sich von selbst. Auf die Idee ist Diesel durch ein gängiges Kompressionsfeuerzeug gekommen. Hierbei wird in einem Glaskolben mit leicht brennbaren Zunder Luft so schnell und fest komprimiert, dass durch die Hitze des Drucks der Zunder glüht. Diesel hofft, mit einem viel höheren Druck jeden Treibstoff entzünden zu können - und den Kraftstoffverbrauch senken zu können. Quelle: Terra X - ZDF.de
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21.01.2011, 15:13
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#5 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
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| Enorme Hürden Viele halten den jungen Ingenieur für einen realitätsfremden Träumer. Niemand kann sich vorstellen, dass einen solch enormen Druck aushalten kann, den Diesels Selbstzünder braucht. Außerdem ist unklar, wie der Treibsoff eingespritzt weden soll. Laborversuch: Der Kraftstoff muss bei der Einspritzung in den Brennraum unter Hochdruck zu einer feinen Wolke zersäubt werden. Nur dann funktioniert die Selbstzündung. Quelle: Terra X - ZDF.de
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22.01.2011, 10:10
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#6 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
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| Enorme Hürden Denn Pumpen und präzise Ventile gibt es damals noch nicht, um den Treibstoff dosiert in den Brennraum einzuspritzen. Der Vorgang ist bis heute der Schlüsselmoment bei der Entwicklung eines Dieselmotors: Der Zeitpunkt der Einsoritzung muss auf die Tausendstel-Sekunde exakt berechnet sein, ebenso die Menge des Kraftstoffs, die beim Autodiesel nur wenige Tropfen beträgt. Quelle: Terra X - ZDF.de
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23.01.2011, 09:58
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#7 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
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| Erstes betriebsfähiges Modell Nur mit Mühe gelingt es ihm, einen Investor zu finden. Erst als Diesel den Druck im Motor auf einen Bruchteil seiner letzten Berechnung senken möchte, erhält er erst von der Maschinenfabrik Augsburg eine Zusage. Schließlich beteiligt sich auch die Firma Krupp finanziell, und Diesel kann ab 1893 endlich seine Probemotor entwickeln. Doch aus der geplanten halbjährigen Entwicklungszeit werden vier Jahre mit vielen Rückschlägen. 1897 ist das erste funktionstüchtige Modell fertig. Es hat eine Leistung von 20 PS. Quelle: Terra X - ZDF.de
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23.01.2011, 19:45
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#8 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
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| Nicht zu vergessen die Unterstützung seines alten Profs an der (später so genannten) TU München, der nach dem Studium auch gleich sein Chef wurde und ihn schnell in eine hohe Position beförderte: Carl von Linde.
Linde erlaubte es Diesel, neben seiner Arbeit an seinem Motor zu experimentieren, eröffnete ihm auch so einige Türen zu führenden Industriellen (z.B. Krupp), und nur dank Lindes Fürsprache überlegte sich der Patriarch von MAN, Heinrich von Buz, Diesel zu engagieren. Dies tat er allerdings auch nur, weil Krupp mit von der Partie war. Gleichwohl setzte die Zusammenarbeit mit Diesel einen der Grundsteine des heutigen Erfolgs für MAN (bei Schiffsdieseln und Stationärmotoren - von teilweise gigantischen Ausmaßen, so groß wie Turnhallen und für KRaftwerke gedacht - m.W. Weltmarktführer).
VG
Christian
__________________ De Woch fangt scho guat oo.. (der "Bayerische Hiasl" kurz vor seiner Hinrichtung) |
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24.01.2011, 13:47
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#9 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 20.02.2008 Ort: Frankfurt/M.
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| Erstes betriebsfähiges Modell Zu Beginn des 20. Jahrhunderts beginnt dann der Siegeszug des neuen Motiors. Seinb Konzept wird immer weiter verbessert und adapiert. Unermüdlich reist Diesel durch die Welt, um Lizenzen für seinen Motor zu verkaufen. Die Industriellen reißen sich um die Verträge, der Erfinder wird in kurzer Zeit zum Millionär. Doch jahrelange Patentprozesse zerrütten nicht nur Diesels Gesundheit, es geht auch wirtschaftlich mit ihm bergab - als Geschäftsmann hat der geniale Tüftler kein Talent. Quelle: Terra X - ZDF.de
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24.01.2011, 18:18
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#10 (permalink)
| | Erfahrener Benutzer Rang: Majestät
Registriert seit: 31.01.2008 Ort: Ingolstadt
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| Zitat:
Zitat von dieter | Und ist damit weit effektiver als gleichzeitige Benzin- oder Gasmotoren, von der Dampfmaschine ganz zu schweigen. Der Dieselmotor war 2,5mal so effektiv wie die beste Dampfmaschine seiner Zeit (Wirkungsgrad 26%), auch wenn´s zu den von Diesel versprochenen theoretischen 75% Wirkungsgrad denn doch nicht gereicht hat...
Immerhin erreichte Diesel später noch 30% Wirkungsgrad!
Die Ottomotren seiner Zeit erreichten irgendwas um die 15%.
Zum Vergleich: Klassische Benzinmotoren kamen auf bis zu 35%, direkt einspritzende Benzinmotoren schaffen bis zu 37%, moderne, direkteinspritzende Diesel 45%!
Ein weiterer Vorteil des Dieselmotors: Er konnte mit fast allem betrieben werden, was brannte. Ein Ausstellungsexemplar für die Weltausstellung von 1900 lief z.B. mit Erdnußöl. Da das auch als ampenpetroleum genutzte Schweröl aber am billigsten war, entschied sich Diesel letztlich für diesen Treibstoff, der dann - wie der Motor - unter seinem Namen bekannt wurde.
Nachteile hatte der Dieselmotor natürlich auch: Um die bei Temperaturen von 600 Grad im Zylinder entstehenden Drücke aushalten zu können, war der Motor außerordentlich massiv - und damit schwer.
VG
Christian
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