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Tags: kannibalismus, mord, psychopathen, serienkiller, todesstrafe

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Alt 17.01.2012, 16:01   #101 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Rohana Beitrag anzeigen
Da bin ich mir nicht so sicher, ob Gier nun wirklich den menschlichen Anteil in uns darstellt oder ein Überbleibsel unserer animalischen Natur darstellt. Aber das führt hier vielleicht zu weit.
Liebe Rohana,

habe mir an der Stelle nur mal einen Punkt rausgegriffen, der das Thema nicht wirklich erfüllt, aber auch nicht gänzlich OT ist.

Ohne die Gier wäre die Menschheit nicht da wo sie gegenwärtig steht. Das ist Fakt. Ohne Wertung.

Der Kapitalismus, auch unsere deutsche soziale Marktwirtschaft, würde nicht funktionieren, wenn es diese grundlegende menschliche Eigenschaft nicht geben würde.
Der Sozialismus wäre nicht gescheitert, wenn es diese Gier nicht gegeben hätte, denn die Idee ist prinzipiell gut, läuft aber der allgemeinen menschlichen Natur zuwider.
Da ist einerseits die Gier nach mehr Wohlstand, nach mehr Besitz...nach mehr Geld, aber auch einfach nur das Bestreben nach mehr sozialer, gesellschaftlicher Anerkennung, bis hin zur Gier nach Macht.

Wieso hat es seit Ewigkeiten Kriege gegeben und wird es sie wahrscheinlich auch immer wieder auf unabsehbare Zeit geben?
Es war, es ist die Gier nach mehr Land, nach mehr Reichtum, nach mehr Einfluss und Macht. Manchmal sind es auch nur verletzte Eitelkeiten und kranke Visionen der betreffenden Kriegsanzettler.

Gleiches gilt für das momentan, als universell angesehene und allein glücklichmachende, kapitalistische System. Macht, Einfluss, Geld - der Kick des Börsenspekulanten, wenn er nicht nur 200 Mio. unterm Strich hat, sondern 2 Mrd. Sowas kann Droge sein. Nichts ist so sexy wie Erfolg. Nur auf wessen Schultern?

Was war die Triebfeder für viele in der damaligen, erst recht in der heutigen Zeit? Es ist die Gier. Bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Gier ist unter den Menschen nicht gleichverteilt.
Es gibt viele, die sind mit dem was sie haben zufrieden. Es gibt auch einen großen Teil, der möchte zwar mehr haben, wird aber durch sein gesellschaftliches Umfeld, durch religiöse Werte u.ä. etwas gebremst.

So richtig wichtig in diesem Sinne sind aber genau die Menschen - und da braucht man keine geographische oder ethnische Unterscheidung zu bemühen - die ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Empathie, die nur darauf bedacht sind, ihr Ego, sei es rein materieller, sei es phsychologischer Natur oder Beides, auf diese Art aufzuwerten.

Alexander, Karl, Cäsar, Napoleon, Rothschild, Chlodwig, Krupp u.v.a. - was hat sie angetrieben? Es war die Gier. Ob die nun alle empathielos waren, wage ich zu bezweifeln, aber der Wille zur Macht, die Gier, war mit Sicherheit vorhanden.

Eines scheint sicher. Es liegt nicht an der archaischen, ursprünglichen Natur des Menschen, dass er so ist. Das Denken bringt ihn dahin.
Jedes Raubtier, nachdem es gfressen hat und satt ist, legt sich hin und überlegt sich nicht, ob es morgen oder in einer Woche wieder satt sein könnte. Das macht nur dieses Tier - der Mensch.


Hier noch einige Links zum diesem Thema. Nicht alle gleichgut oder völlig treffend, aber zumindest weiterführend.

Reden wir über Geld: Wolfgang Schmidbauer - "Der Mensch ist zu schwach für den Kapitalismus" - Geld - sueddeutsche.de

Wendelin Wiedeking: ?Nein, die Gier ist älter als der Kapitalismus? - Wirtschaft - FAZ

Spekulation: Die Gier im Blut | Wirtschaft | ZEIT ONLINE

Nachwort Bernd Dost

Ulrich Wickert: Nicht das System ist gierig, sondern der Mensch - Nachrichten Kultur - Literarische Welt - WELT ONLINE
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Geändert von Nafets (17.01.2012 um 16:23 Uhr).
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Alt 17.01.2012, 20:41   #102 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Nafets Beitrag anzeigen
Lieber Nafets

Ohne die Gier wäre die Menschheit nicht da wo sie gegenwärtig steht. Das ist Fakt. Ohne Wertung.
Das ist so nicht ganz richtig. Deine Argumentation kenne ich in Bezug auf das Wörtchen "Agression", und soweit ich weiß, ist die Antriebskraft "gier" nicht unumstritten.

Einigen wir uns einfach darauf, daß die Eigenschaft, die uns zu immer neuen Höchstleistungen antreibt, auch ihre dunklen Seiten hat. Ob das nun "Gier" oder "Aggression" oder sonst was ist. Da hast du recht, das ist Fakt.

Zitat:
Zitat von Nafets Beitrag anzeigen
Der Kapitalismus, auch unsere deutsche soziale Marktwirtschaft, würde nicht funktionieren, wenn es diese grundlegende menschliche Eigenschaft nicht geben würde.
Der Sozialismus wäre nicht gescheitert, wenn es diese Gier nicht gegeben hätte, denn die Idee ist prinzipiell gut, läuft aber der allgemeinen menschlichen Natur zuwider.
Da ist einerseits die Gier nach mehr Wohlstand, nach mehr Besitz...nach mehr Geld, aber auch einfach nur das Bestreben nach mehr sozialer, gesellschaftlicher Anerkennung, bis hin zur Gier nach Macht.
Auch das ist zwar nicht ganz falsch, aber soweit ich weiß, gilt hier die "Gier" nicht als eigentlicher Antrieb.

Zitat:
Zitat von Nafets Beitrag anzeigen
Wieso hat es seit Ewigkeiten Kriege gegeben und wird es sie wahrscheinlich auch immer wieder auf unabsehbare Zeit geben?
Ich weiß nicht, ob da das Wort "Gier" irgendwie zutreffend ist. Kriege werden meistens um Ressourcen geführt, die nicht allen im gleichen Umfang zur Verfügung stehen. Dabei geht es nicht unbedingt um Gier, sondern um das langsfristige Überleben. (Die nächsten Kriege werden nach Einschätzung der UNO übirgens um Wasser geführt.)



Zitat:
Zitat von Nafets Beitrag anzeigen
Was war die Triebfeder für viele in der damaligen, erst recht in der heutigen Zeit? Es ist die Gier.
Das bezweifle ich. Ich glaube nicht, daß die Triebfeder einfach nur der Hunger nach mehr ist. Das wird so auch von Psychologen nicht gesehen.


Zitat:
Zitat von Nafets Beitrag anzeigen
Alexander, Karl, Cäsar, Napoleon, Rothschild, Chlodwig, Krupp u.v.a. - was hat sie angetrieben? Es war die Gier..
Das bezweifle ich. Ich glaube nicht, daß alle von Gier gelenkt wurden. Der eine oder andere begann seinen Weg vielleicht nur als fehlgeleiteter Visionär, wo- wir Lorginn schon ausführte- dann die Möglichkeit, macht auszuüben, ohne dafür die verantwortung zu übernehmen.

Zitat:
Zitat von Nafets Beitrag anzeigen
Ob die nun alle empathielos waren, wage ich zu bezweifeln, aber der Wille zur Macht, die Gier, war mit Sicherheit vorhanden.
Auch das bezweifele ich so generell. Der eine oder andere mag der irr(ig)en Meinung gewesen sei, nur er könne diese und jene Aufgabe vollbringen...

Zitat:
Zitat von Nafets Beitrag anzeigen
Eines scheint sicher. Es liegt nicht an der archaischen, ursprünglichen Natur des Menschen, dass er so ist. Das Denken bringt ihn dahin.
Jedes Raubtier, nachdem es gfressen hat und satt ist, legt sich hin und überlegt sich nicht, ob es morgen oder in einer Woche wieder satt sein könnte. Das macht nur dieses Tier - der Mensch.
Falsch. Ein Raubtier, das Energie aufwenden muss, um zu jagen, bringt vielleicht erst wieder die Energie zum Jagen auf, wenn es wieder Hunger hat. Aber Beobachtungen an Zoo- und Haustieren zeigen, daß zumindest ein Teil dieser Tiere immer dann frißt, wenn es die Möglichkeit zum Fressen hat. Von daher beurteile ich Gier durchaus etwas anders... Hinter Gier steckt wohl meist eher "Es könnte ja morgen nichts mehr da sein..."

Dann wäre aber nicht Gier die Antriebsfeder...

Wie auch deine Links z.T. nahelegen...

LG Rohana
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Das Böse- und dieser Satz steht fest- ist stets das Gute, das man läßt.

Wilhelm Busch
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Alt 17.01.2012, 21:39   #103 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Rohana Beitrag anzeigen
Das ist so nicht ganz richtig. Deine Argumentation kenne ich in Bezug auf das Wörtchen "Agression", und soweit ich weiß, ist die Antriebskraft "gier" nicht unumstritten.

Einigen wir uns einfach darauf, daß die Eigenschaft, die uns zu immer neuen Höchstleistungen antreibt, auch ihre dunklen Seiten hat. Ob das nun "Gier" oder "Aggression" oder sonst was ist. Da hast du recht, das ist Fakt.
Ja, einigen wir uns erstmal, das andere kommt später.
Ich möchte mich aber dafür bedanken, dass du mich so liebevoll im eigenem Zitat ansprichst.
Lass es bitte so stehen. (Ernst gemeint)
Das Andere dann morgen, vielleicht auch erst irgendwann...
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