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Der Eiszeitmensch – eine neue Begegnung

Natur pur und kein Komfort: Ein Jahr an der Seite unseres Urahns und welche überraschenden Erkenntnisse es bringt.

von Christiane Schlüter

Dunkle Haut und blaue Augen: So sahen unsere Vorfahren während der Eiszeit aus

Der Tote war in Rötel gebettet, mit Bruchstücken eines Mammutstoßzahns neben sich. 20 000 Jahre lang lag er in der Klausenhöhle im Altmühltal. Bis ihn 1913 Archäologen entdeckten.
Seither ist der »Mann von Neuessing« vielbestaunt – und nun, zusammen mit neuesten Forschungsergebnissen, einer der Höhepunkte in der Ausstellung „Eiszeit — Mensch. Natur. Klima.“ im Lokschuppen Rosenheim. Die führt mitten hinein in die letzte Kaltzeit.

Hochwertige Funde, Präparate und Rekonstruktionen

Damals, so weiß man jetzt, war der typische Europäer dunkelhäutig und hatte blaue oder grüne Augen – die helle Haut bekam er erst, als er Ackerbauer wurde, weniger Fleisch aß und damit mehr Vitamin D aus dem Sonnenlicht aufnehmen musste. Der Eiszeitmensch durchstreifte die Tundra, er erlegte Mammut und Wollnashorn und lebte in steter Angst vor dem Höhlenlöwen. Das machen in Rosenheim hochwertige Funde, Präparate und Rekonstruktionen erfahrbar. Auf 1500 Quadratmetern streifen Besucher durch ein ganzes Eiszeitjahr, Auge in Auge mit Freund und Feind von einst. An Kitas und Schulklassen richten sich altersgerechte Workshops, etwa mit Höhlenmalerei und Schmuckgestaltung. Auch die Themen Erdgeschichte, Klimaveränderung, Natur und Kultur sind in die Schau einbezogen, denn: Folgt auf die Eiszeit jetzt die Heißzeit?

Lokschuppen Rosenheim, bis 11. Dezember, mehr Infos: www.lokschuppen.de

 

 

Mehr zur Eiszeit erfahren Sie auch in unserem Heft 1/2021.
Infos zur Ausgabe hier, zu bestellen hier.

 

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