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Museum zu Allerheiligen

„Etrusker. Antike Hochkultur im Schatten Roms“

Die Etrusker waren Italiens erste große Zivilisation und haben es länger geprägt als die Römer. Das Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen präsentiert die Hochkultur in ihrer ganzen Vielfalt.

Etrusker Griff

Die Etrusker waren eine Kultur der Sinnlichkeit. Dieser Griff ist in Form eines Satyrn und einer nackten Frau gestaltet. | © Ny Carlsberg Glyptotek Kopenhagen

Der Handel, und nicht der Krieg, hatte die Etrusker mächtig gemacht. Ihre Kunstwerke preisen die Sinneslust und Lebensfreude. Dennoch stehen die Etrusker im Bewusstsein häufig hinter den Römern zurück, deren Machthunger den Untergang des etruskischen Staatenbundes besiegelte.

Das Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen will die Etrusker nun mit einer Ausstellung aus dem Schatten Roms hervorholen. Schmuck, Vasen, Skulpuren und Gebrauchsgegensätnde gewähren einen Einblick in die vielfältigen Handelsbeziehungen der Etrusker, ihren Alltag und ihre Festkultur.

Frauen beim Bankett? Bei den Griechen undenkbar

„Wesentliche Schwerpunkte der Schau bilden die Themen Religion sowie gelage“, erklärt der Kurator Werner Rutishauser gegenüber G/GESCHICHTE. „Letzteres war eine wichtige Sitte bei der etruskischen Oberschicht, die sie aus dem östlichen Mittelmeergebiet übernommen und an die eigenen Bedürfnisse adaptiert hat. So durften beim etruskischen Bankett auch die Damen teilnehmen, was etwa bei den Griechen undenkbar gewesen wäre“, so der Archäologe.

Zu sehen sind etwa 250 Exponate, die meisten stammen aus der hauseigenen Sammlung des Museums. Weitere Objekte sind Leihgaben aus dänischen, deutschen und Schweizer Museen.

Etrusker. Antike Hochkultur im Schatten Roms
Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen (Schweiz)
23. September 2017 bis 4. Februar 2018

www.allerheiligen.ch

Zuletzt geändert: 22.9.2017

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