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Himmelsscheibe reloaded

Die bronzezeitliche „Himmelsscheibe von Nebra“ ist das Highlight im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Eine neue Ausstellung zeigt nun die Ergebnisse aus 20 Jahren Forschung.

Der ganze Hort von Nebra mitsamt Beigaben. | © Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Juraj Lipták


von Christiane Schlüter

Am 23. Februar 2002 traf sich Sachsen-Anhalts Landesarchäologe Harald Meller als vermeintlicher Kaufinteressent mit zwei Hehlern in Basel, um die drei Jahre zuvor von Raubgräbern entdeckte Himmelsscheibe von Nebra für die Fachwelt zu sichern. Der Coup glückte. Seither ist die bronzezeitliche Himmelsdarstellung das Highlight im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. „Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra — Neue Horizonte“ zeigt nun die Ergebnisse aus 20 Jahren Forschung.

Von der Antike bis zur Neuzeit

Naturwissenschaft, Archäologie, Soziologie und Kunst haben zusammengewirkt, um die Welt der Himmelsscheibe sichtbar zu machen. Nicht nur deren Material, auch das in ihr verewigte astronomische Wissen und die mythologischen Vorstellungen sind ja weit gereist: Von Mesopotamien bis Stonehenge, von Ägypten bis zur Ostsee reichten die damaligen Netzwerke. In Kooperation mit dem British Museum in London werden neben neuen Funden Leihgaben aus 14 Ländern gezeigt, zum Beispiel Grabfunde aus Mykene. Einen Besuch wert sind zudem nahe Sehenswürdigkeiten aus der Bronzezeit, etwa das Ringheiligtum Pömmelte („deutsches Stonehenge“). Und auf der Webseite informiert Museumschef Harald Meller in mehreren Videos über die Himmelsscheibe.

 

Die Reste einer Kette aus Bernsteinperlen, gefunden in Dieskau. | © Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Juraj Lipták

Landesmuseum für Vorgeschichte Halle (Saale), bis 9. Januar 2022,
www.landesmuseum-vorgeschichte.de, Digitalführungen auf www.landesmuseum-vorgeschichte.de/archaeofilm/museum-exklusiv.html

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