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Martin-Gropius-Bau Berlin

„Juden, Christen und Muslime. Im Dialog der Wissenschaften“

Eine Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau dokumentiert den fruchtbaren Kulturaustausch zwischen Muslimen, Juden und Christen im Mittelmeerraum.

Losbuch aus dem 14. Jahrhundert. Zu sehen in Berlin

Zwölf „Meister“ unter dem Planetenhimmel: Das Losbuch aus dem 14. Jahrhundert zeigt Personen aus dem Alten Testament als Sterndeuter. Die Gelehrten scheinen heftig zu disktutieren. | © Österreichische Nationalbibliothek

Es sind mittelalterliche Handschriften von kostbarer Schönheit und Bilder, die den Betrachter sofort in ihren Bann ziehen: disputierende Doktoren in würdevollen
Gewändern und Astrologen, die mithilfe von filigranen Messgeräten versuchen, die Botschaft der Sterne zu enträtseln.

Auf einer arabischen Miniatur wird demonstriert, wie man mit Strohpuppen das Gift von Vipern gewinnt, während die Illustrationen einer medizinischen Handschrift aus Frankreich die verschiedenen Positionen bei der Geburt darstellen. Schon die Auswahl an Schätzen der Österreichischen Staatsbibliothek müsste jeden bibliophilen Menschen nach Berlin locken.

Überlieferung antiker Tradition

Doch die Ausstellung im Martin-Gropius-Bau bietet viel mehr als nur einen Sinnengenuss für die Augen. Sie dokumentiert den jahrhundertelangen Austausch von medizinischem Wissen und astronomischen Kenntnissen zwischen Christen, Juden und Muslimenim Mittelmeerraum. Zudem erinnert sie daran, dass viele Schriften der hellenistischen Antike zuerst in ihrer arabischen Übersetzung ins Abendland kamen. Besonders fruchtbar war dieser Kulturaustausch in Spanien, Sizilien und Süditalien.

Juden, Christen und Muslime. Im Dialog der Wissenschaften 500 – 1500
Martin-Gropius-Bau Berlin

9. Dezember 2017 bis  4. März 2018
www.gropiusbau.de

Hinweis: G/GESCHICHTE ist Medienpartner der Schau.

Zuletzt geändert: 8.12.2017

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