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Mittelalter zum Miterleben

Wie sah der Alltag der Menschen im 12. Jahrhundert aus? Die interaktive Berliner Ausstellung „Leben im Mittelalter. Zuschauen, mitmachen, Geschichte verstehen“ gibt einen guten Einblick.

von Christiane Schlüter

Zeitreisende? Nein, Ehrenamtliche in Kostümen von einst. Foto: Stadtmuseum Berlin/Christian Kielmann

Sommer ist die Zeit des Reisens – auch des Zeitreisens: Im Berliner Museumsdorf Düppel wartet jetzt die Welt des Mittelalters auf Besucher. Sie ist in Nikolassee wieder zum Leben erweckt, seit die Erde dort in den 1960er-Jahren Reste eines Dorfes aus dem 12. Jahrhundert freigab. Auf rund acht Hektar sind Häuser, Speicher und Werkstätten originalgetreu nachgebaut und in Gärten und Felder eingebettet worden.

Stationen zum Riechen, Tasten und Ausprobieren

Acht Häuser, Speicher und Werkstätten: das Freilichtmuseum Düppel in Berlin. Foto: Stadtmuseum Berlin/Christian Kielmann

„Leben im Mittelalter. Zuschauen, mitmachen, Geschichte verstehen“ lautet das Motto hier, mitten im Landschaftsschutzgebiet Krummes Fenn. Wie sah der Alltag der Menschen von damals aus? Was haben sie gegessen, welche Geräte haben sie bei ihrer Arbeit benutzt, welche Nutzpflanzen angebaut? Das zeigen Ehrenamtliche des Fördervereins und schlüpfen dafür in historische Rollen. Mitmachstationen zum Riechen, Tasten, Ausprobieren sprechen alle Sinne an. Dazu gibt es Informationen über Forschungsprojekte, über die slawische Besiedlung jener Zeit und die Einwanderung von Westen her. An Audiostationen erzählen sechs fiktive Dorfbewohner aus ihrem Leben. Und mit alten Nutztierrassen und ökologischer Tierhaltung wird der Bogen in die Gegenwart geschlagen. Für Familien und Schulklassen gibt es Führungen, Geburtstags-Angebote und Workshops zu Themen wie Korbflechten und Musik.

Museumsdorf Düppel, Berlin, bis 6. November 2022, mehr Infos: https://www.stadtmuseum.de/museumsdorf-dueppel

 

 

 

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