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Kampf und Kunst – Die Welt der Samurai

Zwischen Schlachtfeld und Teezeremonie: Ein neues Museum in Berlin setzt 1000 Exponate mit modernster Medientechnik interaktiv in Szene.

von Christiane Schlüter

Lebendig inszeniert: Samurai auf dem Schlachtfeld, als ob sie direkt auf das Publikum zureiten würden. | Foto: Samurai Museum Berlin/Alexander Schippel

Das Langschwert lag da auf dem Flohmarkt, als hätte es nur auf Peter Janssen gewartet. Der Berliner Unternehmer und begeisterte Karatesportler zögerte nicht lange und erwarb das Katana, wie das Schwert auf Japanisch heißt. Was vor über 30 Jahren begann, ist seither zu einer mehr als 4000 Stücke umfassenden Sammlung von Samurai-Objekten angewachsen – mit Waffen und Rüstungen, aber auch Textilien, Malereien, Holzschnitten, Teegeräten und buddhistischen Skulpturen.

Lebensweise im feudalen Japan

300 Jahre alt: Rüstung mit Maske. | Foto: Samurai Museum Berlin/Manfred-M. Sackmann

Bereits 2017 hat Peter Janssen seine Schätze der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Doch die Sammlung wuchs weiter und hat nun im neuen Samurai Museum Berlin ihre Heimat gefunden. Interaktiv in Szene gesetzt wird hier nicht nur die Kampfkunst der Samurai, jener sagenumwobenen Krieger, sondern auch die Lebensweise im feudalen Japan vom 6. bis zum 19. Jahrhundert: Handwerk, Kunst und Tradition. Glanzstücke unter den 1000 derzeit gezeigten Exponaten sind eine Sänfte aus dem 18. Jahrhundert, eine Rüstung aus dem 17. Jahrhundert und ein noch älteres Teegerät. Modernste Lasertechnologie, holografische Projektionen und 3D-Modelle machen den Gang durchs Museum zur multimedialen Entdeckungsreise. Eine Nō-Theater-bühne und ein Teehaus wurden eigens gebaut. Und Wechselausstellungen schlagen thematisch immer wieder den Bogen zur Gegenwart.

Deutsches Samurai Museum Berlin, mehr Infos: www.samuraimuseum.de

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