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Filmkritik zum Kriegsdrama „Résistance“

Ab 24. September im Kino: Eine Filmbiografie erzählt, wie sich der Pantomime Marcel Marceau ab 1942 dem französischen Widerstand anschließt.

von Sonja Nowack

Jesse Eisenberg spielt Pantomime Marcel Marceau. | © 2020 Resistance Pictures Limited

Der eigene Vater sieht in Marcel (grandios gespielt von Jesse Eisenberg) nur einen „Clown“. Der aber träumt von einer Karriere als Schauspieler. Dass er, der Sohn eines orthodox-­jüdischen Metzgers, später einer der berühmtesten Pantomimen ­aller Zeiten wird, ahnt zu diesem Zeitpunkt noch niemand.

Marceau zaubert jüdischen Waisenkindern ein Lächeln ins Gesicht

Zunächst eher unfreiwillig, kümmert sich der junge Marcel in „Résistance“ um eine Gruppe jüdischer Waisenkinder, die er mit seinem Pantomime-Talent zum Lachen bringt. Er fasst den Entschluss, die Kinder vor den Deutschen zu beschützen und schließt sich der Widerstandsbewegung an. In Acht nehmen muss er sich vor SS-Obersturmführer Nikolaus „Klaus“ Barbie (nicht immer überzeugend: Matthias Schweighöfer), der als „Schlächter von Lyon“ in die Geschichte einging.

Matthias Schweighöfer als SS-Obersturmführer „Klaus“ Barbie. | © 2020 Resistance Pictures Limited

Widerstand: Was ist die beste Strategie?

Seine stärksten Momente entfaltet der Kinofilm in ruhigen Dialogen. Etwa, wenn Marceau und seine Mitkämpferin Emma (Clémence Poésy) sich darüber unterhalten, was Widerstand eigentlich bedeutet und womit sie dem Feind langfristig am meisten Schaden zufügen. Trotz einiger – in einem Hollywood-Film üblichen – Dramatisierungen und ein paar wenigen Logikfehlern ein sehr eindrückliches Kriegsdrama.

 

Der Trailer zum Film:

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Warner Brothers 2020, 122 Minuten, ab 12 Jahren