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Ein neuer Blick auf Leopard, Gepard & Co.

Was Kriegführen bedeuten kann, davon vermittelt das Deutsche Panzermuseum in Munster eine Ahnung.

von Christiane Schlüter

Die Panzer im Museum gehören alle der Bundeswehr. Sie sind überwiegend noch fahrbereit. | Foto: DPM

Sie stehen einander fast direkt gegenüber: der sowjetische Kampfpanzer T-72 und der deutsche Gepard, über den so viel gestritten wird, seit Russland die Ukraine überfallen hat. Im Deutschen Panzermuseum Munster gehören beide zur Dauerausstellung und waren so, wie sie da stehen, lange Zeit ein Sinnbild für den Kalten Krieg. Dann kamen der 24. Februar und mit ihm jede Menge öffentliches Interesse für das Museum in der Lüneburger Heide. Dessen Bestand umfasst auf 10 000 Quadratmetern 150 Panzer, Geschütze und Fahrzeuge, die zwischen 1917 und heute im Einsatz waren.

Auch dunkle Seiten des Themas sichtbar

„Wer aber den Frieden will, der rede vom Krieg“ – das Zitat von Walter Benjamin steht an der Außenfassade des Museums. Das Haus will nicht nur Technik vermitteln, sondern auch zur kritischen Beschäftigung mit der deutschen Militärgeschichte anregen. Und es will die dunklen Seiten des Themas sichtbar machen, wie Museumsdirektor Ralf Raths im Fernsehinterview betont – das Verwunden, das Töten und Sterben. Wer in den begehbaren Leopard im Außenbereich hineinklettert, erlebt die Enge im Panzer und kann nachempfinden, wie wichtig es ist, dass die Besatzung gut zusammenarbeitet. Das Museum, das von der Stadt Munster und dem Ausbildungszentrum Munster der Bundeswehr getragen wird, erarbeitet derzeit bei laufendem Betrieb eine neue Ausstellung.

Deutsches Panzermuseum Munster, mehr Infos: https://daspanzermuseum.de

 


Heute und einst: Der Gepard (links) und der deutsche Sturmpanzerwagen A7V aus dem Ersten Weltkrieg (rechts). | Fotos: DPM

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