G/GESCHICHTE November 2014

Die Rosenkriege – Kampf um Englands Thron

Liebe Leserinnen und Leser!

„Noch immer riecht es hier nach Blut“, heißt es bei Shakespeare. Vorhang auf! Das Spiel um Thron und Krone beginnt 1399, als der Lancaster Heinrich IV. seinen Vorgänger Richard II. stürzt und in der Gefangenschaft sterben lässt. Ein geraubter Thron steht selten auf festen Füßen, und der Usurpator hat immer wieder mit Rebellionen zu kämpfen. Sein Sohn Heinrich V. findet da eine brutale, aber effiziente Lösung: Er exportiert den Krieg nach Frankreich und eint die Nation im Kampf gegen den Erbfeind. Und da er zu siegen versteht, sitzt die Krone fest auf seinem Kopf.

„Weh einem Lande, das ein Kind regiert!“ Die düstere Prophezeiung erfüllt sich 1422, als Heinrich V. unerwartet stirbt und einen acht Monate alten Thronerben hinterlässt. Immer eine gekrönte Marionette, erlebt Heinrich VI. Niederlage um Niederlage in Frankreich und wird darüber 1453 wahnsinnig. Das Haus York will den Thron der Lancaster, die Weiße Rose die Rote vernichten. Die Hunde des Krieges sind losgelassen: Gnadenlose Schlachten, Engländer massakrieren Engländer. Die Insel ertrinkt in einem Meer aus Hass.

„Getilgt ist der Zwist, gestreut ist des Friedens Samen.“ Mit dem Sieg Henry Tudors über Richard II. bei Bosworth 1485 beginnt eine Ära der Hoffnung. Heinrich VII. war ein Bürokrat und Geldeintreiber, aber der Führer der Lancaster versöhnt durch seine Heirat mit Elizabeth von York die feindlichen Parteien und schenkt so dem Land den lang ersehnten Frieden. Das blutige Drama hat ein Ende.

 

Ihr, Euer
Dr. Klaus Hillingmeier
Chefredakteur

Schwerpunkt dieser Ausgabe

Die Schlacht bei Towton
Blutiger Schnee

Richard II
Ein König und seine Feinde

Die Regierungszeit Heinrichs IV.
Ein Aufstand jagt den nächsten

England im 15. Jahrhundert
Eine Nation unter Waffen

Schlachtfeld Frankreich
Der Hundertjährige Krieg

Rot gegen Weiß
Die Häuser Lancaster und York kämpfen um die Krone

Aus der Zeit gefallen
Das King’s College in Cambridge

Der Graf von Warwick
Game of Thrones

Eduard IV.
What a man

Richard III.
Shakespeares größter Schurke

Heinrich VII.
Wie der erste Tudor sich den Thron sicherte

 

Weitere Themen

Blickpunkt
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