Das aktuelle Heft
  (ab 27.07. am Kiosk)


Mehr G-Geschichte.de
Aktuelle Ausstellungen Austellungen im internet
Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 54
  1. #1
    Neuer Benutzer Rang: Kellermeister
    Registriert seit
    04.02.2008
    Beiträge
    28

    Sagenfiguren der Weltgeschichte

    So, da hier noch überhaupt nicht steht, hätte ich ein neues Thema:

    Ein Gebiet das mich sehr fasziniert und über das sich sicher wunderbar diskutieren lässt, sind Sagen- bzw. Heldenfiguren der Geschichte!
    Diese hat es ja zu allen Zeiten und in sämtlichen Kulturen gegeben...angefangen von den legendären Heldenfiguren der hmoreischen Illias, über den angelsächsischen Paradehelden Beowulf oder sagenhafte Gestalten wie Rübezahl, den berühmten Berggeist aus dem Riesengebirge. Daneben sollte es aber auch um historische Figuren gehen, die - aus welchen Gründen auch immer - zu legendenhaften Gestalten wurden; ich denke dabei etwas an den römischen Kaiser Nero oder Johanna von Orléans.

    Beginnen möchte ich mit eine der berühmtesten Sagenfiguren überhaupt: Robin Hood. Der Legende nach soll Robin von Locksley, ein englischer Adliger, ja unter Richard Löwenherz im heiligen Land gekämpft haben, bevor er daheim in England, als Geächteter, den Kampf gegen den despotischen Prinz John (Johan Ohneland) aufnahm. Heute gilt R.H. als Prototyp des für die schwachen und unterdrückten kämpfenden Helden.

    Was haltet ihr von dem Mythos? Welche Versionen kennt ihr (vielleicht auch ganz abwegige?) und was haltet ihr für die besten Bearbeitungen des Stoffes?

  2. #2
    Neuer Benutzer Rang: Torwächter
    Registriert seit
    31.01.2008
    Ort
    Erlangen
    Beiträge
    16
    Hmm, ich hoffe, ich funke Dir jetzt nicht dazwischen, weil bei Robin Hood kenn ich mich abseits von Walt Disney und Kevin Costner nicht wirklich aus, aber den eben schon genannten Beowulf finde ich super interessant!
    Allerdings gibt es da auch rein filmisch relativ erbärmliche Bearbeitungen des Stoffes, siehe Christofer Lambert
    Ich habe bei sämtlichen Sagen- und Heldengestalten aber bis dato in Sachen Bearbeitungen aber immer die Erfahrung gemacht, dass man, um so Älter die Bearbeitung des Stoffes ist, sie auch immer besser wird!

  3. #3
    Neuer Benutzer Rang: Kellermeister
    Registriert seit
    04.02.2008
    Beiträge
    28
    Kein Problem, es gibt noch genügend andere interessante Figuren.

    Hm, die Verfilmung mit Christopher Lambert kenne ich jetzt leider nicht. Ich muß aber sagen, dass mir die aktuelle Variante, trotz aller darstellerischer Schwächen, ziemlich gut gefallen hat. Allerdings sind die computeranimirten Figuren schon ziemlich gewöhnugsbedürftig!
    Dafür gab es ja schon einml eine Lowbudget-Umsetzung, nämlich "Beowulf & Grendel". Das war meiner Meinung nach auch eine sehr interessante Bearbeitung, da hier das Monster Grendel eigentlich eher als Opfer dargestellt wurde und der Film somit ein Plädoyer für die Menschlichkeit ist.

    Zur der Sache mit der Bearbeitung der Sagenstoffe: Verstehe ich dich richtig, Du meinst je ursprünglicher diese ist, desto beste fällt sie aus??! Meinst Du das könnte dann z.B. daran liegen, dass ältere Bearbeitungen noch mehr Authenzität besitzen, weil sie meist näher an der ursprünglichen Geschichte dran sind

  4. #4
    Neuer Benutzer Rang: Torwächter
    Registriert seit
    04.02.2008
    Beiträge
    13
    Zu Beowulf kann ich jetzt nicht wirklich was sagen, aber ich finde diese ganze Heldenverehrung bzw. diese Legenden etwas schwammig. Wieso gab es damals so viele Sagengestalten und warum gibt es sie heute nicht mehr? Woher nehmen wir uns das Recht darüber zu urteilen, ob es diese Personen nicht vielleicht doch gab?
    Robin Hood: Schmachtfilm, als ich noch seeeeehr jung war, jetzt finde ich ihn etwas albern.

  5. #5
    Neuer Benutzer Rang: Kellermeister
    Registriert seit
    04.02.2008
    Beiträge
    28
    Zitat Zitat von RedSnapper Beitrag anzeigen
    Robin Hood: Schmachtfilm, als ich noch seeeeehr jung war, jetzt finde ich ihn etwas albern.
    Hey, wieso beschwerst Du dich einerseits, dass wir heute kein Recht haben über solche Sagengestalten zu urteilen und andererseits findest Du Robin Hood dann albern??

    Mit der Heldenverehrung sehe ich das etwas anders - ich glaube nicht, dass es davon heutzutage weniger gibt als früher, ganz im Gegenteil: Durch Hollywood und die ganze Filmbranche sind doch allein in den letzten Jahrzehnten ganze Legionen von Heldenfiguren entstanden.
    Der Unterschied ist nur: Da es so viele gibt und diese meist sehr kurzlebig sind, kann um sie herum natürlich nicht so ein Mythos aufgebaut werden, wie über die Helden der vergangenen Jahrhunderte.

    Dazu kommt, dass wir heutzutage natürlich viel aufgeklärter (ähem) als die Menschen früher Zeiten sind und daher sehr wohl zwischen Fiktion und realität (Nochmals: ähem!) unterscheiden können.
    Das Bedürfnis nach Helden ist aber nach wie vor sicher da!

  6. #6
    Benutzer Rang: Kellermeister
    Registriert seit
    05.02.2008
    Ort
    Fulda
    Beiträge
    32
    Die einzig wahren Helden (im ursprünglichen, griechischen Sinne des Wortes), waren doch die Kämpfer vor Troja, also Achilles, Hektor, etc.

  7. #7
    Neuer Benutzer Rang: Knappe
    Registriert seit
    15.02.2008
    Ort
    Soest
    Beiträge
    8
    Zitat Zitat von Julian Beitrag anzeigen
    Hey, wieso beschwerst Du dich einerseits, dass wir heute kein Recht haben über solche Sagengestalten zu urteilen und andererseits findest Du Robin Hood dann albern??

    Mit der Heldenverehrung sehe ich das etwas anders - ich glaube nicht, dass es davon heutzutage weniger gibt als früher, ganz im Gegenteil: Durch Hollywood und die ganze Filmbranche sind doch allein in den letzten Jahrzehnten ganze Legionen von Heldenfiguren entstanden.
    Der Unterschied ist nur: Da es so viele gibt und diese meist sehr kurzlebig sind, kann um sie herum natürlich nicht so ein Mythos aufgebaut werden, wie über die Helden der vergangenen Jahrhunderte.

    Dazu kommt, dass wir heutzutage natürlich viel aufgeklärter (ähem) als die Menschen früher Zeiten sind und daher sehr wohl zwischen Fiktion und realität (Nochmals: ähem!) unterscheiden können.
    Das Bedürfnis nach Helden ist aber nach wie vor sicher da!
    Da geb ich Dir Recht, ich erinnere nur an Spider Man und Konsorten. In der Kindheit glaubt man durchaus, dass solche Helden existieren. Gut zu meiner Zeit waren da eher Kalle Blomquist und Karlson vom Dach oder Pipi Langhstrumpf Helden mit irgenwelchen tollen Fähigkeiten. Heute sinds dann eben Spider Man, Batman oder He-Man... und wie sie alle heißen. Das Bedürfnis nach Helden ist in keinster Weise geschwunden. Nur es gibtz den Unterschied, dass Helden im ALtertum oder in der Antike oder Mittelalter mehr SUbstanz hatten und für manche Kulturen sinngebend waren. Heutzutage denke ich nicht mehr, dass es Leute gibt, die ihr Leben nach Spider Man ausrichten... obwohl so sicher sollte man sich da nicht sein

  8. #8
    Neuer Benutzer Rang: Torwächter
    Registriert seit
    18.02.2008
    Ort
    Bremen
    Beiträge
    12
    Haha, nein, da wäre ich mir auch nicht so sicher
    Der Unterschied ist wahrscheinlich der, dass die Menschen ihre Helden früher einfach ernst nahmen. Sie glaubten an diese (ungebildet und Analphabeten, die die meisten einfachen Leute damals eben waren), sie brauchten diese jedoch auch.
    Sie setzten ganz bestimmte Hoffnungen in diese Gestalten und viele wurden ja auch als "Volkshelden" gebraucht, um gewisse Ereignisse oder politische Umwälzungen zu rechtfertigen.

    Heutzutage gibt es einerseits die Comichelden für die Kinder. Viele Erwachsene sehen ihre Helden heutzutage offenbar eher in erfolgreichen Firmenbossen oder in Managern.

  9. #9
    Neuer Benutzer Rang: Torwächter
    Registriert seit
    11.02.2008
    Beiträge
    11
    Ich persönlich würde sagen, dass Helden auch in der heutigen Zeit, sowohl von den Jüngeren als auch von den Älteren einfach gebraucht werden. Ja, das hört sich etwas seltsam an, aber braucht nicht jeder einfach so eine Art Vorbild? Ich betone hier "eine Art". Jemand prägnantes, wo man sagt: ""Ja, der hat's richtig gemacht!" Ich würde sagen, dass so ein "Held" die Menschen genauso vereint wie es ein gemeinsamer Feind tun würde (von dem ich auch denke, dass man sowas braucht).
    Wen haben wir denn heute noch groß? Siehe z.B. in der Politik. Früher gab es noch richtige Persönlichkeiten, heute haben wir Schröder und Merkel. Als Gegenbeispiel aus dem politischen Bereich führe ich mal Obama an. Ich will nicht sagen, dass ich so ein großer Fan von seinen politischen Inhalten bin, aber der Mann verkörpert eine Art des modernen Helden, wie ich finde.

  10. #10
    Neuer Benutzer Rang: Torwächter
    Registriert seit
    21.02.2008
    Ort
    Plauen
    Beiträge
    14
    Naja, um zu den Sagenfiguren wieder zurückzufinden:
    Helden sind in der Antike fundamental gewesen. Auf ihren Schultern legitimierten sich Herrscher (ich möchte wissen, welcher römische Kaiser nicht für sich beansprucht hat von Achilles, Herkules oder Aeneas abzustammen) auf ihren Schultern gründeten sich Staaten (Nationalhelden wie Siegfrige sind da ein Beipsiel) Wenn man eben jemanden hinstellte und die Menschen glauben machte, sie stammen alle von dessen Geschlecht ab, dann hatte man ganz gute Karten zwischen allen Stämmen und Clans einen gemeinsamen Nenner zu finden. Helden diensten also in der ANtike und im Mittelalter vor allem politischen Zwecken, denke ich also

Seite 1 von 6 123 ... LetzteLetzte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •