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  1. #41
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    Persien unter dem Omijaden und den Abbasiden

    Zitat Zitat von WDPG Beitrag anzeigen
    Kurz bevor Yazdegerd III ermordet wurde, versuchte er Kontakt zu China aufzunehmen um von diesem mächtigen Reich Hilfe gegen die Araber zu bekommen, doch daraus wurde nichts.................................
    Nachdem das Sassanidenreich zusammengebrochen war dauerte es noch einige Zeit bis das Islamische Großreich (Omayyaden) alle Gebiete Persiens unter Kontrolle brachte. Erst Ende des 7. Jahrhunderts konnte Korasan eingenommen werden, Transoxanien fiel erst mitte des 8. Jahrhunderts an die Araber. Insgesamt muss man sagen das die Gebiete des ehemaligen Sassanidenreichs unter den Omayyaden einen "Bedeutungsverlust hinnehmen mussten. Sie waren nur noch ein Teil von vielen, die beherrschende Schicht in dieser Zeit waren die Araber.

    Im Jahr 747 entbrannte in Chorasan ein Aufstand gegen die Omijaden. Dieser breitete sich rasch aus. Starke unterstützung fand er vor allem in der Bevölkerung des heutigen Irans, diese hatte zwar durchaus Einfluss auf Wirtschaft und Verwaltung waren aber im Omayyadenstaat Bürger zweiter Klasse, die hinter den Arabern zurückstanden. Der Aufstand mündete schlussendlich im Sturz des Omayyadenkalifats. An seine Stelle trat das Kalifant der Abbasiden.

    Unter den Abbasiden erreichten die Perser einen sehr hohen Einfluss. Schon beim Aufstand gegen die Omayyaden war ein Perser eine der führenden Figuren-Abu Muslim. Die Zeiten der Vorherrschaft der Araber waren mit den Abbasiden vorbei (auch wenn nur ein Araber Kalif werden konnte). Das Amt des Großwesiers war meistens an Perser vergeben, so stellte etwas die Familien der Barmakiden aus der Stadt Blakh über 50 Jahre die Großwesiere für die Abbasiden.

    Ein weiteres Zeichen, dass die Gebiete des früheren Sassanidenreichs nun an Bedeutung gewannen war das Bagdad vom Abbasidenkalifen Al-Mansur zur Hauptstadt gemacht wurde. Bagdad lag nur wenige Kilometer von der Sassanidenhauptstadt Ktesiphon, dem ehemaligen Seleukia am Tigris entfernd.
    Der Wohl berühmteste Kalif der Abbasiden war Harum-al Raschid (786 bis 809). Den kulturellen Höhepunkt erreichte Bagdad aber unter al-Mamun (813-833).

    Nach al-Mamun kam sein Bruder al Mutasim (833-842) an die Macht. Er wollte den Einfluss der Perser zurückdrängen. Aus diesem Grund verlegte er seine Hauptstadt nach Samarra und baute dort eine türksiche Leibgarde auf. Die türkische Leibgarde bekam in der Folgezeit immer mehr an Einfluss, so das die Abbasidenkalifen mit der Zeit vollständig in ihren Einfluss kamen. Im Jahr 892 verlegte man die Sitz des Kalifen wieder nach Bagdad.

    Der Einfluss des Kalifen schwand zunehmend. Immer mehr musste er sich auf die Rolle des religiösen Oberhauptes beschränken. Das blieb natürlich nicht ohne Folgen. In der Folgezeit zerfiel das Abbasidenkalifat zunehmend in einzelne von einander unabhängige Reiche. So auch in Persien....................................

  2. #42
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    Lokale Dynastien: Tahiriden/Saffariden/Samaniden

    Zitat Zitat von WDPG Beitrag anzeigen
    Der Einfluss des Kalifen schwand zunehmend. Immer mehr musste er sich auf die Rolle des religiösen Oberhauptes beschränken. Das blieb natürlich nicht ohne Folgen. In der Folgezeit zerfiel das Abbasidenkalifat zunehmend in einzelne von einander unabhängige Reiche. So auch in Persien....................................
    In der Folgezeit kamen in Persien mehrere Lokale Dynastien an die Macht, ich möchte mich hier auf kurze Erklärungen zu den bedeutendsten von diesen Dynastien beschränken

    -Die Tahiriden: Der Gründer der Tahiriden war Tahir ein Heerführer der sich bei Machtkämpfen um das Kalifat hervorgetan hatte. Dafür bekam er Khorasan zugesprochen. Hauptstadt des Tahiridenreichs wurde Merw. In Tahirs Reich herrschte hoher Wohlstand, Tahir gelang es zwar Formell noch den Kalifen als sein Oberhaupt anzuerkennen, aber einen Unabhängigen Staat zu erstellen. Tahirs Nachfolger gelang es das Reich weiter auszubauen, neue Hauptstadt wurde Nischapur. In dieser Zeit stellten die Tahiriden auch Armeen die für den Kalifen kämpften. Das Reich der Tahiriden bestand von 820 bis 873. Es endete mit dem Aufstieg der Saffariden, diese nahmen zuerst große Gebiete des Tahiridenreichs ein, 873 eroberten sie schlussendlich Nishapur.

    -Die Saffariden: Ein Abenteurer der As Saffar genannt wurde gründete einen starken Militärverband. Er baute eine eigene Herrschaft im heutigen Grenzgebiet zwischen Afghanistan und dem Iran auf. Danach gelang es As Saffar weitere Gebiete unter seine Kontrolle zu bekommen und 873 Nishapur zu erobern. Die Eroberung Transoxaniens gelang den Saffariden nicht nicht, da sich hier schon die Samaniden festgesetzt hatten. Von den Abbasiden wurden die Saffariden als Stadthalter für die gesamte Osthälfte anerkannt. Hauptstadt des Saffaridenreichs wurde Merw. Als die Saffariden erneut versuchten Transoxanien unter ihre Kontrolle zu bringen erlitten sie eine Niederlage gegen die Samaniden und verloren weite Gebiete ihres Reichs. Relativ lange konnten sich die Saffariden noch im heutigen Grenzgebiet zwischen Afghanistan und dem Iran (Sistan) halten. Ihre Hauptstadt war Nimruz. 1068 fielen sie unter die Oberhoheit der Seldschuken, später der Choresm-Schahs und des Illchanates. Ende des 14. Jahrhunderts wurden sie von Timur Lenk gestürtzt.

    -Die Samaniden: Die Samaniden sahen sich als Nachfahren von Bahram Chobin und dadurch auch als Nachfahren der Sassaniden. Ursprünglich waren die Samaniden Statthalter für die Tahriden. Nachdem diese von den Saffariden gestürtzt worden waren wurden sie zu Statthaltern in Transoxanien. Hauptstadt dieses Reichs war Buchara. Unter Ismael I (892-907) konnte man den Saffariden Khorasan entreissen. Außerdem gelang es Ismael I die Oghusen zurückzudrängen. Dadurch wurde in der Steppe eine Kettenreaktion ausgelöst, die schließlich zum Erscheinen der Magyaren in Europa geführt haben soll. Die größte Ausdehnung erreichte das Samanidenreich unter Nasr II (914-943). Innenpolitische Probleme, Gebietsverluste an die Buyiden und der zunehmende Druck von den Ghanznawieden sowie von den Karachaniden führte zum Niedergang des Samanidenreichs. Beendet wurde die Dynastie der Samaniden schlussendlich durch die Karachaniden. Bedeutung hat die Dynastie der Samaniden heute noch für Tadschikistan, sie sehen sich als Nachfolger der Samaniden. Ismael I gilt in Tadschikistan als Nationalheld.

    Fortsetzung folgt............................................. ...

  3. #43
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    Lokale Dynastien: Ghaznawiden/Ziyariden/Buyiden

    Zitat Zitat von WDPG Beitrag anzeigen
    In der Folgezeit kamen in Persien mehrere Lokale Dynastien an die Macht, ich möchte mich hier auf kurze Erklärungen zu den bedeutendsten von diesen Dynastien beschränken

    -Die Tahiriden: ................
    -Die Saffariden:........................
    -Die Samaniden: .....................
    Fortsetzung folgt............................................. ...
    -Ghaznawiden: Den Grundstein für diese Dynastie legte ein türkischen Waffensklaven namens Alp Tigin. Dieser stand ursprünglich im Dienst der Samaniden. Nach Erbfolgestreitigkeiten gelang es Alp Tigin die Stadt Ghanzna an sich zu reissen.
    Alp Tigins Schwiegersohn Sebük Tegin (977-997) war es schließlich derjenige der die Dynastie der Ghaznawiden gründete. Den Höhepunkt der Macht erlebten die Ghaznawiden unter Mahmud von Ghazna (998-1030). Unter ihm erreichte das Ghaznawidenreich eine gigantische Ausdehung das große Teile des Irans, Afghanistan und Teile Nordindiens umfasste.
    Große Teile des Ghaznawidenreichs fielen schlussendlich unter die Herrschaft der Seldschuken. In Nordindien und in Afghanistan hält sich die Dynastie noch 130 Jahre (bis 1186).
    Auch die Ghaznawiden leiteten sich von den Sassaniden ab, genauer gesagt vom letzten Sassanidenherrscher Yazdegerd III.

    -Ziyariden: Begründer der Dynastie war Mardawi ibn Ziyar (928-935). Die Begründung einer eigenen Herrschaft begann mit Hilfe der Samaniden. Das Ziyaridenreich erreichte einen hohen Wohlstand. Der Grund war, dass sich durch das Reich bedeutende Handelswege zogen. Hauptstädte des Reichs war Astarabad und Amol.
    Nach der Blütezeit in der auch die Kultur aufblühte, fiel das Reich unter die Oberhoheit der Ghaznawiden, 1041 musste man die Oberhoheit der Seldschuken anerkennen. 50 Jahre später wurden die Ziyariden man von den Assassaniden gestürtzt.

    -Buyiden: Dynastiegründer war Abu Shudja Buyahn, dieser war unter den Ziyariden und unter dem Samaniden als Heerführer tätig. Große Bedeutung erhielten die Buyiden durch die Eroberung Bagdads. Damit erlangten die Buyiden die Kontrolle über das Abbasidenkalifat.
    Eine fehlende Erbfolgeregelung und die Aufspalltung in mehrere Linien begünstigte den Niedergang des Buyidenreichs. Ein Teil des Buyidenreichs wurde von den Ghaznawiden erobert, ein anderer fiel an die Seldschuken. 1062 wurde die letzte Seitenlinie der Dynastie gestürzt.

    Fortsetzung folgt......................................

  4. #44
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    Die Seldschuken

    Zitat Zitat von WDPG Beitrag anzeigen
    -Ghaznawiden: Den Grundstein für diese Dynastie legte ein türkischen Waffensklaven namens Alp Tigin...................
    -Ziyariden: Begründer der Dynastie war Mardawi ibn Ziyar (928-935). .....................................
    -Buyiden: Dynastiegründer war Abu Shudja Buyahn, dieser war unter den Ziyariden und unter dem Samaniden als Heerführer tätig.......................
    Fortsetzung folgt......................................
    Namensgeber der Seldschuken war ein Häuptling der Ogusen namens Seldschuk. Bei den Ogusen handelte es sich um eine türkische Stammeskonföderation. Ende des 10. Jahrhunderts traten Seldschuk und seine Leute zum Islam über. Völker wie die Ogusen gerieten immer wieder in Streitigkeiten zwischen den Lokalen Dynastien im persischen Raum. Ein solcher Streit zwischen den Karachaniden und den Samaniden war es anscheinend der zu den Spannungen geführt hat, an deren Ende sich Seldschuk und seine Leute von den Ogusen gelöst haben.

    Um 1034 brachen die Seldschuken in Chorasan ein und besiegten die Ghaznawiden in einer Schlacht (Schlacht von Dandanakan im Jahr 1040). Ab hier begann der Aufstieg der Seldschuken. 1055 fiel Bagdad in der Ende der Seldschuken, damit lösten die Seldschuken die Bujiden als Schutzmacht des Abbasidenkalifats ab. In dieser Zeit eroberte man auch große Teile des ehemaligen Sassanidenreichs. Vom Kalifen von Bagdad erhielt der Herrscher der Seldschuken Tughril Beg den Titel Sultan, zur Hauptstadt des Seldschukenreichs wurde die Stadt Rey (habe aber auch schon gelesen das Isfahan die Hauptstadt des Seldschukenreichs war).

    Keine der vorher beschriebenen "lokalen Dynastien" erlangte Flächenmäßig eine solche Ausdehung wie das Seldschukenreichs. Das der Druck von der östlichen Seite stärker wurde bekam auch das Byzantinische Reich zu spüren. Dieses wurde zunehmend von den Plünderungszügen Seldschukischer Krieger bedroht. Lange Zeit hatten die Kaiser von Byzanz sich nicht wirklich um die Seldschuken gekümmert, ein Grund dafür waren innenpolitische Probleme. Doch Kaiser Romanos IV Diogenes blieb nichts anderes über als sich der neuen Bedrohung zu stellen. Politisch gesehen waren die Seldschuken nicht unbedingt an Byzanz als Angriffsziel interessiert, vielmehr sahen sie die Fatimiden die in Ägypten herrschten als ihre Hauptfeinde an. Dennoch kam es schlussendlich zum Krieg zwischen den Seldschuken und Byzanz. Dieser wurde in der Schlacht von Manzikert entschieden, die Byzanz verlor. Kaiser Romanos IV Diogenes geriet in die Gefangenschaft des Seldschukensultans Alp Aslan. Die Folgen der Schlacht waren aus Byzantinischer Sicht verheerend. Romanos IV Diogenes wurde wieder frei gelassen, doch in der Zwischenzeit hatte man ein Familienmitglied der Dukas (aus der auch die Frau von Romanos stammte) auf den Thron in Konstantinopel gebracht. Als Romanos zurückkehren wollte wurde er besiegt und grausamst geblendet, was schließlich zu seinem Tod führte.

    Langfristig wohl noch schwerwiegender als die Tatsache das bei der Schlacht von Manzikert zum ersten mal ein byzantinischer Kaiser in feindliche Gefangenschaft geriet war für Byzanz das nun Anatolien für die Seldschuken offen stand und diese das Gebiet einnahmen (oder zumindest große Teile davon).

    Unter Alp Aslan (1063-1072) und seinem Nachfolger und Sohn Malik Schah I (1072-1092) erreichte das Seldschukenreich seine größte Ausdehung und auch kultrelle seinen Höhepunkt.

    Nach dem Tod von Malik Schah I kam es zu Nachfolgestreitigkeiten, diese führten zur Spalltung des Seldschukenreichs in mehrere Linien. Sultan Sandschar (1118-1153) gelang es noch einmal große Gebiete des Seldschukenreichs unter seine Kontrolle zu bringen. Zu seiner Hauptstadt machte er Nischapur. Doch Sultan Sandschar erlitt gegen Völker aus dem Osten mehrere Niederlagen. Zuerst 1141 gegen die Kara Kitai, dann gegen die Ogusen. Von den Ogusen wurde er gefangengenommen und starb einige Jahre später in Gefangenschaft. Damit nahm das Zeitalter der Großseldschuken in Persien sein ende. Es gab zwar noch Wiederstand, doch auch dieser wurde schlussendlich beseitigt. In Anatolien hielten sich die Seldschuken aber noch einige Zeit.

    Fortsetzung folgt.......................................

  5. #45
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    Das Reich der Choresm-Schahs

    Zitat Zitat von WDPG Beitrag anzeigen
    Nach dem Tod von Malik Schah I kam es zu Nachfolgestreitigkeiten, diese führten zur Spalltung des Seldschukenreichs in mehrere Linien. Sultan Sandschar (1118-1153) gelang es noch einmal große Gebiete des Seldschukenreichs unter seine Kontrolle zu bringen. Zu seiner Hauptstadt machte er Nischapur. Doch Sultan Sandschar erlitt gegen Völker aus dem Osten mehrere Niederlagen. Zuerst 1141 gegen die Kara Kitai, dann gegen die Ogusen. Von den Ogusen wurde er gefangengenommen und starb einige Jahre später in Gefangenschaft. Damit nahm das Zeitalter der Großseldschuken in Persien sein ende. Es gab zwar noch Wiederstand, doch auch dieser wurde schlussendlich beseitigt. In Anatolien hielten sich die Seldschuken aber noch einige Zeit.Fortsetzung folgt.......................................
    Was man im Zusammenhang mit den Seldschuken noch erwähnen sollte ist das es ihre Eroberungen waren, die schlussendlich zu den Kreuzzügen geführt haben.

    Nachdem Niedergang der Groß-Seldschuken erlangte ein neues Reich in Persien gigantische Ausmaße, das Reich der Choresm-Schahs. Begünder der Dynastie war Anusch-Tegin Ghartschai (1077-1097), dieser wurde vom Seldschukensultan Malik Schah zum Statthalter über Choresmien ernannt.

    Den Nachfolgern von Anusch-Tegin Ghartschai gelang es in den Wirren die nach Malik Schah im Seldschukenreich folgten Unabhängigkeit zu erlangen. Nach der Niederlage der Seldschuken gegen die Kara Kitai im Jahr 1141 mussten die Choresm-Schahs die Oberhoheit der Kara Kitai annerkennen. Auch in Innenpolitische Angelegenheiten dürfte sich die Kara Kitai eingemischt haben. Ala ad-Din Tekis (1172-1200) z.B. wurde mit Hilfe der Kara Kitai auf den Thron gebracht. Außgerechnet er war es dem es gelang die Oberhoheit der Kara Kitai abzuschütteln. Danach eroberte er weite Persische Gebiete und wurde Schutzherr des Abbasidenkalifats in Bagdad. Diese Funktion hatten zuvor die Seldschuken inne (siehe vorheriges Posting).

    Die größte Ausdehnung erreicht das Reich unter Ala ad-Din Muhammad (1200-1220). Vor allem Bündnisse mit Normadenvölkern wie den Kiptschaken oder den Ogusen waren es die den Choresm Schahs zum schnellen Aufstieg verhalfen.

    Doch die Blühte oder besser gesagt die Zeit in der das Reich des Choresm Schah die Vormachtstellung in Persien inne hatte daurte nicht lange.
    An der Ostgrenze des Choresm-Reichs war ein gigantisches Reich am Entstehen, das Reich der Mongolen. Dschinghis Khan dürfte nicht beabsichtigt haben gegen das mächtige Reich von Ala ad-Din Muhammad Krieg zu führen, doch dieser provozierte ihn zum Krieg. Nachdem sich Dschinghis Khan sorgfälltig vorbereitet hatte zogen er und seine Söhne gegen diesen damals mächtigsten islamischen Staat. Das Heer von Dschinghis Khan war zahlenmäßig dem des Choresm Shahs unterlegen, dafür war es besser geführt und disziplinierter. Ala ad-Din Muhammad setzte hauptsächlich auf seine gut befestigten Städte. Er dürfte vernommen haben, das es für das mongolische Heer sehr schwer war eine Stadt zu belagern, da diesem die Technik und das Know-How fehlten. Doch Dschinghis Khan hatte sich dieses mittlerweile aus China besorgt und so viel Stadt um Stadt an die Mongolen.

    Auch die Hauptstadt des Choresm Reichs Alt-Urgentsch wurde von den Mongolen belagert. Sie war jedoch so gut befestigt das sie der Belagerung zunächst Stand hielt. Dschinghis Khan lies daraufhin den Zufluss zur Stadt sperren (oder umleiten), so das die Stadt an extremen Wassermangel litt und aufgeben musste. Doch Städte die sich nicht freiwillig auslieferten hatten bei den Mongolen keine Gnade zu erwarten. Dschinghis Khan lies die Stadt Plündern und dann die Dämme mit denen er die Wasserzufuhr gesperrt hatte einreissen so das die Stadt von Überflutungen zerstört wurde.

    Der Wiederstand gegen die Mongolen lies schnell nach. Das Choresm-Reich erwies sich als "Kolos auf tönernen Füßen", so mächtig das Reich auf den ersten Blick auch ausgesehen haben mag, es fehlte einfach der Zusammenhalt. Ala ad-Din Muhammad floh auf eine Insel im Kaspischen Meer.

    Ein Sohn von Ala ad-Din Muhammad, Dschalal ad-Din nahm den Kampf gegen die Mongolen erneut auf und versuchte das Erbe seines Vaters zu retten. Er zog etliche Umliegende Reiche wie das ayyubidische Ahlat, Georgien und das Reich der Rum-Seldschuken (Seldschuken in Anatolien) in seine Kriege hinein. Teils versuchte er mit Bündnissen gegen die Mongolen vorzugehen, teils besetzte er aber auch diese Länder wie etwa Georgien. Schlussendlich gelang es ihm aber nicht das Choresm Reich wiederherzustellen oder die Mongolen vernichtend zu schlagen. Mit der Ermordung von Dschelal ad-Din im Jahr 1231 endete die Dynastie des Chorsem Schahs.

    Die Anhänger von Dschelal ad-Din wüteten noch mehrere Jahre in Islamischen Gebieten.

    Fortsetzung folgt............................................. ..................

  6. #46
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    Mongolische Eroberung

    Zitat Zitat von WDPG Beitrag anzeigen
    Ein Sohn von Ala ad-Din Muhammad, Dschalal ad-Din nahm den Kampf gegen die Mongolen erneut auf und versuchte das Erbe seines Vaters zu retten. Er zog etliche Umliegende Reiche wie das ayyubidische Ahlat, Georgien und das Reich der Rum-Seldschuken (Seldschuken in Anatolien) in seine Kriege hinein. Teils versuchte er mit Bündnissen gegen die Mongolen vorzugehen, teils besetzte er aber auch diese Länder wie etwa Georgien. Schlussendlich gelang es ihm aber nicht das Choresm Reich wiederherzustellen oder die Mongolen vernichtend zu schlagen. Mit der Ermordung von Dschelal ad-Din im Jahr 1231 endete die Dynastie des Choresm Schahs.
    Fortsetzung folgt............................................. ..................
    Mit dem Besiegen des Choresm Schahs hatte Dschinghis Khan einen Grundstein für die Eroberung Persiens gelegt. Seit dieser Zeit standen Chorasan und der nördliche Iran unter der Herrschaft der Mongolen.
    In der Folgezeit gelang es den Mongolen den Aserbaidschan unter ihre Kontrolle zu bringen und die Rum-Seldschuken bei der Schlacht von Köse Dag zu besiegen. Diese wurden daraufhin den Mongolen Triputpflichtig, der Herrscher der Rum-Seldschuken war nur noch ein Vasall der Mongolen. Das trug zum Niedergang der Seldschukenmacht in Anatolien bei, was wiederum den Osmanen ihren Aufstieg bescherte. Doch nicht nur die Seldschuken wurden den Mongolen Triputpflichtig, auch die Verbündeten der Seldschucken, also das Kaiserreich von Trapezunt, außerdem geriet Georgien in die Abhängigkeit der Mongolen.

    In Persien blieben die Abbasiden in Bagdad und die Assassinen vorerst von den Mongolen unabhängig. Das sollte sich ändern als ein Enkel von Dschinghis Khan, Hülegü im Auftrag des Großkhans (Bruder von Hülegü) Möngke Persien eroberte.

    1256 nahm Hülegü Alamut, eine als uneinnehmbar geltende Festung der Assassinen ein. Nach der Zerstörung dieses Hauptsitzes der Assassinen wandte sich Hülegü gegen Bagdad. Die Abbasiden hatten erst nach dem Ende der Seldschuken und nach dem Ende des Chorsem-Schah wieder einigermaßen die Möglichkeit eine eigenständige Politik zu betreiben. Doch nun bedrohten die Mongolen ihr Kalifat. Zu islamischen Ländern wie dem der Ayyubiden oder den Rum-Seldschuken hatte man gute Beziehungen, aber zu einem Bündnis mit ihnen gegen die Mongolen kam es nicht. Schon im Jahr 1237 griffen die Mongolen Bagdad an, doch die Stadt war zu gut befestigt, die Angreiffer mussten sich zurückziehen. Das Heer das Kalifen erlitt in einer Schlacht gegen die Mongolen aber eine schwere Niederlage. Sich seiner Lage bewusst arbeitete al-Mustansir an der verstärkung seines Heeres und der Befestigungsanlagen Bagdads.

    Al Mustasim bi-llah dem letzten Abbasidenkalifen von Bagdad blieb jedoch aufgrund einer wirtschaftlichen Kriese nichts anderes übrig als das Heer wieder zu verkleinern. Auch Innenpolitisch stand es mit dem Kalifat nicht zu besten, immer wieder führten Spannungen zu Bürgerkriegsähnlichen Unruhen. Unter diesen Umständen war es fast klar das die Abbasiden gegen die Anrollenden Mongolen Chancenlos waren. Dennoch weigerte sich der letzte Abbasidenkalif sich zu unterwerfen. Vielleicht hätten die Mongolen den Abbasiden damit die Möglichkeit gegeben ihr Kalifat fortzuführen. Doch der Kalif entschied sich dafür die Stadt zu verteidigen. Bagdad wurde von den Mongolen schließlich eingenommen, geplündert und in einen Trümmerhaufen verwandelt. Der Kalif und seine Familie wurden auf grausamste Art und Weise ermordet. Einem Verwandten des Kalifen gelang die Flucht, er und seine Nachkommen wurden schließlich Kalifen in Kairo, unter Abhängigkeit von den Mameluken, die dort herrschten.

    Danach stieß das mongolische Heer weiter nach Westen vor und liesen die Arabische Welt schlimmes Ahnen, doch schlussendlich wurde die Mongolen bei der Schlacht an der Goliathsquelle (Ain Djalut) von den Marmeluken geschlagen. Hülegü gilt als der erste Herrscher des Ilchanats, das ab nun an über Persien herrschte.

    Fortsetzung folgt..........................................

  7. #47
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    Vom Ilchanat unter Abaqa bis zur Timur Lenk

    Zitat Zitat von WDPG Beitrag anzeigen
    Danach stieß das mongolische Heer weiter nach Westen vor und liesen die Arabische Welt schlimmes Ahnen, doch schlussendlich wurde die Mongolen bei der Schlacht an der Goliathsquelle (Ain Djalut) von den Marmeluken geschlagen. Hülegü gilt als der erste Herrscher des Ilchanats, das ab nun an über Persien herrschte.

    Fortsetzung folgt..........................................
    Die Marmeluken blieben in der Folgezeit ein Hauptfeind der Ilchane. Diese versuchten immer wieder Bündnisse mit den Kreuzfahrern zu erreiche um die Marmeluken von 2 Fronten her angreiffen zu können. Trotz intensiven Kontakten mit den "Mächtigen Europas" kam ein echter Kreuzzug mit Hilfe des Ilchanats nie zustande.

    Dennoch gelang es den Illchanen gute Beziehungen zu europäischen Ländern aufzubauen. So halfen z.B. Personen aus Genua, als Arghun Khan daran arbeitete eine Flotte aufzubauen. Das Unternehmen schlug schlussendlich fehl, was vor allem an Genua gelegen haben soll. Dennoch bestand die "freundschaft" zwischen dem Ilchanat und Genua weiter. Anfang des 14. Jahrhunderts hatte Genua einen Konsul in der Hauptstadt des Ilchanats Täbriz. Aber nicht nur mit Genua auch mit Venedig trieb man Handel.
    Gute Beziehungen hatte am auch zu Byzanz eine illegitimer Tocher von Kaiser Michael Palaiologos wurde zur Frau des 2. Ilchans Abaqa (1265-1282). Mit dem Papst, dem König von England und dem König von Frankreich tauschte man mehrere Gesandtschaften aus, hier ging es hauptsächlich um Kreuzzugsplanungen.

    Eine mongolische Macht mit der man immer wieder Krieg führte war die Goldene Horde. Hier ging es meistens um den Einfluss im Kaukasus.
    Auch mit dem Khanat von Tschagatai kam es zu Konflikten. Dabei ging es um Gebiete im Osten des Ilkhanats.

    Glaubenseinflüsse gab es vom Buddhismus, vom Christentum, von Schamanischen Relligionen und vom Islam.
    Der dritte Ilchan Ahmed Tekuder (1282-1284)war der erste Ilkhan der zum Islam übertrat, was schlussendlich zu seinem Sturz führte.

    Endgültig durchsetzen konnte sich der Islam unter Ghazan (1295-1304). Ghazan gelang es auch dringend benötigte Reformen durchzusetzen. Eine Reform die vor Ghazan Khan geschehen war war die Einführung des Papiergeldes, damit versuchte man eine wirtschaftliche Kriese zu bewälitigen, allerdings erfolglos.
    Der Übertritt zum Islam war für die Ilkhane nicht wirklich ein Grund die Beziehungen zu den Kreuzfahrern abzubrechen. Eingestellt wurden die Beziehungen zwischen Europa und den Ilkhanat erst nach Abu Said (1316-1335). Dieser verstarb ohne Erben.

    Das Ilkhanat begann zu zerfallen. Es gab zwar weiterhin Herrscher die sich Illkhane nannten doch ihre Macht war um das Gebiet rund um Tabriz beschränkt. Die Provinzen des Reichs machten sich unter eigenen Dynastien selbstständig.

    Erst Timur-Leng gelang es wieder große Gebiete des ehemaligen Mongolenreichs und das gesamte Ilchanat unter seine Führung zu bekommen. Timurs Aufstieg begann in Transoxanien. Von dort aus gelang es Timur mit einem Heer das er nach Vorbild des Heeres von Dschinghis Khan organisierte gigantische Geibiete zu erobern. Er beherrschte ein Gebiet vom Euphrat bis weit nach Zentralaisen hinein, vom Aralsee bis zum Persichen Golf. Doch damit nicht genug. Er zog 2 mal erfolgreich in den Norden um die Kontrolle über die Goldene Horde zu bekommen (beim ersten mal installierte er Toktamisch).
    1398 griff er das Sultanat von Dehli an und eroberte die Hauptstadt. 1401 kämpfte er erfolgreich gegen die Mamelucken, dabei zerstörte er Damaskus und Aleppo. 1402 schlug Timur die Armee des Aufstrebenden Osmanenreichs bei er Schlacht bei Ankara. Bei dieser geriet der Osmanensultan Bajesid in seine Gefangenschaft.
    Gesamt kann man sagen das Timurs Ziel wohl war das Mongolische Reich wiederherzustellen. Gerade als er einen Feldzug gegen China plante verstarb der erfolgreiche Feldherr.

    Fortsetzung folgt............................................. ........

  8. #48
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    Die Timuriden nach Timur

    Zitat Zitat von WDPG Beitrag anzeigen
    Gesamt kann man sagen das Timurs Ziel wohl war das Mongolische Reich wiederherzustellen. Gerade als er einen Feldzug gegen China plante verstarb der erfolgreiche Feldherr.

    Fortsetzung folgt............................................. ........
    Als Feldherr war Timur unzweifelhaft einer von den großen. Seine Leistungen beim Aufbau von Strukturen um sein Reich auch dauerhaft zu erhalten hingegen waren schwach. Er dürfte es nicht einmal versucht zu haben in den Gebieten seines Reichs eine funktionierende Verwaltung einzuführen. Wenn es Aufstände gegeben hat schlug er sie mit harter Hand nieder. Mit seinem Heer gelang es ihm recht gut die Bevölkerung in Schach zu halten.

    Eine Leistung die man noch positiv erwähnen sollte war der großzügige Ausbau von Samarkand der Hauptstadt des Reichs von Timur zu dessen Zeit.

    Timur hatte 4 Söhne, doch 2 verstarben vor ihrem Vater, einer hatte infolge eines Unfalls eine Geistige Behinderung erlitten. Blieb nur noch Schah Rukh.
    Timur wusste wohl das man sein Reich nur zusammenhalten kann, wenn man ein guter Feldherr war. Schah Rukh dürfte bei weitem nicht so ein kriegerisches Wesen gewesen sein wie Timur, er war Timur zu friedfertig.

    Also lag es an den Enkeln das Erbe von Timur zu übernehmen. Pir Muhammad ein Enkel Timurs wurde zum Nachfolger erklärt. Doch er war nicht der einzige, sowohl ein anderer Enkel als auch Schah Rukh beanspruchten das Erbe Timurs für sich. Schlussendlich setzte sich Schah Rukh in diesem Machtkampf durch.

    Der Regierungssitz von Schah Rukh (regierte: 1407-1447) lag in Herat. Schah Rukh versuchte seinem Reich Strukturen zu geben. Immer wieder musster er Machtkämpfe gegen Verwandte bestehen. Ein Feind der immer wichtiger wurde waren die schwarzen Hammeln, diesen konnte Schah Rukh jeodch noch ganz gut unter Kontrolle halten. Die schwarzen Hammeln erkannten sogar die Oberherrschaft des Timuridenherrschers an, was sie nicht daran hinderte ihm immer wieder Probleme zu bereiten. Unter Schah Rukh erreichte das Reich der Timurriden vor allem kulturell eine Blüte. Mit China verfolgte Schah Rukh im Gegensatz zu seinem Vater ein friedliches Verhältnis.

    Zum Nachfolger von Schah Rukh wurde sein Sohn Ulug Beg (regierte 1447-1449), dieser war zuvor Statthalter von Samarkand. Ulug Beg war ein Förderer der Wissenschaft und selbst als Astronom tätig. Doch seine seine Herrschaft dauerte nur kurz, sie wurde durch einen Machtkampf mit seinem Sohn zum Verhängnis. Kurze Zeit später wurde sein Sohn ermordet.

    In der Folgezeit kam es erneut zu Kämpfen um den Thron. In Folge der Thronkämpfe und der Aufspalltungen gewannen fremde Mächte immer mehr an Einfluss. Die Usbeken mischte bei den Machtkämpfen mit und die Schwarzen Hammeln unter Gahan Schah besetzten 1458 Herat. Doch durch eine Revolte wurden sie wieder vertrieben.

    Einen größeren Teil des Timuridenreichs konnte Abu Said unter seine Kontrolle bringen. Dieser Herrscher aus dem Haus der Timurriden nahm Herat ein, nachdem die Schwarzen Hammeln die Stadt aufgeben mussten. Ein friedliches Verhältnis zu den Schwarzen Hammeln war es auch, das Abu Said die Möglichkeit gab mehrere seiner Konkurrenten auszuschalten. Ein Hauptfeind von Abu Said wurde Hussein Baiqara der 1461 als Abu Said gerade in anderen Landesteilen beschäftigt war Herat belagerte. Auch ein mächtiger Usbekenkhan machte Abu Said das regieren schwer.

    In der Regierungszeit Abu Saids gelang es den weißen Hammeln unter Uzun Hassan (diesem begegnet man auch wenn man sich mit der Geschichte Trapezunts auseinandersetzt) die schwarzen Hammeln vernichtend zu schlagen. Gahan Schah wurde bei diesen Auseinandersetzungen getötet. Nun zog Abu Said gegen die neue Macht der weissen Hammeln. Doch bei diesem Feldzug geriet er in Gefangenschaft. Er wurde an einen seiner Gegner ausgeliefert und von diesem ermordet.

    In Herat kam nun Hussein Baiqara (1470-1506) an die Macht. Es gelang ihm sich gegen einen Timurridenprinzen den Uzun Hassan auf den Thron haben wollte durchzusetzen. Danach änderte sich die Politik Uzun Hassans und Baiqaras, sie versuchten miteinander auszukommen.

    Während Baiqaras Regierungszeit wurden die Usbeken immer mächtiger. Doch als ob das noch nicht Bedrohung genug wäre erlebte in dieser Zeit auch noch eine andere Macht ihren Aufstieg: Die Safawiden. Baiqara versuchte einer Konfrontation mit diesen beiden Mächten aus dem Weg zu gehen.

    Den Usbeken gelang es in der Zwischenzeit Thronstreitigkeiten die im Samarkand ausgebrochen waren auszunutzen und die Stadt zu erobern. Für kurze Zeit gelang es dem Timurriden Babur die Stadt zurückzuerobern. Doch kurz darauf wurde Babur von den Usbeken geschlagen. 1510 gelang es Babur noch einmal Samarkand zu erobern (mit Hilfe der Safawiden), doch schlussendlich fiel die Stadt an die Usbeken. Babur war es der später das Mogulreich in Indien gründete.

    Baiqara verstarb im Jahr 1506. Zu einer militärischen Konfrontation zwischen ihm und den Usbeken war es nicht gekommen. Ich denke er wird wohl zu schwach gewesen sein um diese zu bestehen.
    Schon ein Jahr nachdem Baiqara verstorben war gelang es den Usbeken auch Herat einzunehmen.

    Kurz danach fiel die Stadt an die Safawiden die nun die neuen Herrscher in Persien waren.

    Fortsetzung folgt........................................

  9. #49
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    Die Safawiden von den Anfängen bis zu Abbas I

    Zitat Zitat von WDPG Beitrag anzeigen
    Kurz danach fiel die Stadt an die Safawiden die nun die neuen Herrscher in Persien waren.

    Fortsetzung folgt........................................
    Ahnenherr der Safawiden war Safi ad-Din Ardabili (1252-1334), er erbte den Vorsitz des Ordens der Zahedyya, diesen benannte er in Safawiyya um. Relativ schnell erlangte der Orden wirtschaftliche Macht, relativ schnell wuchs er vor allem unter den Turkmenen. Unter Safi ad-Din dürfte der Orden noch keine politischen Ambitionen gehabt haben.

    Doch das änderte sich im Laufe der Zeit. Scheich Ibrahin nahm an einem Feldzug der schwarzen Hammeln teil und Scheich Dschunaid nahm einen glaubenskrieg in mehrere Länder darunter Trapezunt (1456) teil.
    Zwischen 1456-1470 stand der Orden unter dem Schutz der Weissen Hammel. In dieser Zeit wurde er zunehmend politisch aktiv, militärische Strukturen wurden aufgebaut. Die Kizilbasch (turkmenische Krieger, anfangs hauptsächlich aus dem Aserbaidschan bildeten die militärische Machtbasis für die Safawiden.

    Scheich Haidar kämpfte zuerst gegen die Tscherkessen und später gegen Schirwan. Doch der Kampf gegen Schirwan wurde den Safawiden zum Verhängins, die weissen Hammel stellten sich auf die Seite Schirwans und besiegten die Safawyya.

    Unter Ismail I (1487-1524) erlebte der Orden seinen politischen wiederaufstieg. Ein Aufstieg in Ungeahnte größen. Die weissen Hammeln waren durch interne Streitigkeiten geschwächt, was für den Aufstieg der Safawiden sehr erleichternd war. Es gelang den Safawiden erneut die Anhänger des Ordens zu sammeln. Um 1500 besiegte man Schiwan kurz danach besiegte man auch die weissen Hammel. Ismail I nahm Täbriz ein. Kurz darauf eroberte Ismail I, der sich nun zum König der Könige krönen lies den Irak, Chorasan sowie weitere Gebiete Persiens und Afghanistans.

    Ismails Aufstieg hatte anscheinend so einen starken Eindruck hinterlassen, dass man glaubte sein Heer wäre unbesiegbar. Das das nicht so war zeigten die Osmanen. Sie bereiteten den Safawiden 1514 den Safawiden eine Niederlage. Man verlor einige Gebiete an die Osmanen.

    Nachfolger von Ismail I war sein Sohn Tahmasp I (regierte 1524-1576). Tahmasp I war bei seinem Herrschaftsantritt noch minderjährig, die Kizilbasch übernahmen die Kontrolle über den Staat, doch unter ihnen brachen Streitigkeiten aus die bürgerkriegsähnliche Zustände hervorbrachten. Tahmasp I gelang es schließlich die Macht der Kizibasch zu brechen.
    Doch schon hatten ausländische Mächte die Schwäche genutzt. Die Osmanen eroberten Mesopatamien und die Usbeken drangen vom Osten her vor. Unter die Regierungszeit von Tahmasp fallen mehrere Züge gegen die Länder des Kaukasus. Diese waren ein großer Streitpunkt zwischen den Osmanen und dem Safawidenreich.

    Seine Blütezeit erreichte das Saffawidenreich unter Abbas I dem Großen (regierte 1588-1629). Vor allem der Handel blühte unter ihm. Mit Europäischen Staaten hatte Abbas I gute Beziehungen. Ein grund dafür waren sicherlich die Osmanen als gemeinsamer Feind. Aber auch zu östlichen Reichen wie China hatte das Safawidenreich unter Abbas I gute beziehungen. Seine Hauptstadt verlegte Abbas I nach Isfahan. Der Safawidenherrscher erwies sich auch als Reformer, er zentralisierte die Verwaltung und reformierte die Armee. Dabei erhielt er Hilfe von den Engländern.
    Es gelang den Safawiden die Usbeken aus dem Osten des Reichs zu vertreiben nachdem sie bei Herat geschlagen wurden und auch die Gebiete die man unter Tahmasp I an die Osmanen verloren hatte kamen wieder unter die Herrschaft der Safawiden.
    Was den Kaukasus betrifft ging Abbas I gnadenlos vor, die Niederschlagung eines Aufstands in Tiflis soll angeblich zehntausende Todesopfer gefordert haben.

  10. #50
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    Abstieg und Ende des Safawidenreichs/Nadir Schah

    Zitat Zitat von WDPG Beitrag anzeigen
    Seine Blütezeit erreichte das Saffawidenreich unter Abbas I dem Großen (regierte 1588-1629). .......................
    Die Nachfolger von Abbas I waren bei weitem nicht so fähige Herrscher wie Abbas I. Abbas II (regierte 1642 bis 1666) bildete eine rühmliche Ausnahme, doch sonst erlitt das Reich einen Niedergang.

    Unter Safi II (regierte 1666-1694) dem Sohn von Abbas II kam es zu eine Reihe von Naturkatastrophen, aber auch zu ökonomischen Problemen. Die ökonomische Kriese veranlasste Safi II die Armeestärke herabzusetzen und auch den Staatsapparat zu verkleinern. Ein Konzil aus Palasteunuchen, das anstelle von Ministern und Beamten trat wurde unter Safi II gegründet, dieses erreichte viel macht.

    Vom Konzil der Palasteunuchen wurde Sultan Hosein (regierte 1694-1722) zum Nachfolger von Safi II gemacht. Der neue Herrscher hatte den Ruf sich kaum für politik zu interessieren.
    In der Regierungszeit Sultan Hoseins brachen mehrere Aufstände aus, einer wegen einer ungeschickten Religionspolitik. Doch nicht nur Unruhen auch Piratenüberfälle und Seuchen bereiteten dem Reich schwierigkeiten.

    Am Gefährlichsten war jedoch ein Aufstand in Afghanistan. Hier gewann nach Aufständen und Kämpfen die Ghilzay die Macht. Doch das reichte dem Führer der Ghilzay Mahmud nicht er griff auf die Hauptstadt des Safawidenreichs Isfahan an. Die Streitkräfte der Safawiden wurden auf den Weg dorthin in einer Schlacht geschlagen und flohen nach Isfahan. Die Afghanen waren für eine Belagerung nicht besonders gut gerüsten und so zo sich die Belagerung der Safawidenhauptstadt von März bis Oktober hin. Sultan Hosein persönlich befehligte die belagerte Stadt, doch seine Führung dürfte ziemliche Mängel aufgewiesen haben. Hunger und Krankheit führten schlussendlich dazu das die Stadt Aufgeben musste. Sultan Hosein dankte ab. Neuer Sultan wurde Mahmud.

    Anfangs wurde Sultan Hosein mit Respekt behandelt, aber dann nutzten die Osmanen die Absetzung von diesem als Kriegsgrund, was schlussendlich zur Hinrichtung Sultan Hoseins führte.

    Den Safawiden folgte die Hotaki-Dynastie nach. Doch die Herrschaft dieser dauerte nur kurz. Aus ärmlichen Verhältnissen kommend, wuchs er bei den Afscharen auf. Später wurde er zum Militärbefehlshaber unter Tahmasp II, den Sohn von Sultan Hoein. Es gelang ihm in diesem Amt mit relativ wenigen Soldaten die Herrschaft der Hotaki-Dynastie zu beenden und Isfahan wieder zu erobern. Nun kehrten die Safawiden wieder dorthin zurück, allerdings dauerte die Herrschaft von Tahmasp II nur kurz. Er wurde von seinem Feldherren abgesetzt und ins Exil geschickt. An seine Stelle trat sein Minderjähriger Sohn. Doch schon ein paar Jahre später entschloss sich Nadir Schah selbstständig regieren zu wollen und lies sowohl Tahmasp II als auch seinen Sohn ermorden.

    Nadir Schah war als Feldherr hoch aktiv. Seine vielen Feldzüge führten zur Eroberung von Afghanistan, zu Erfolgen in Arabien, zu Kämpfen mit den Usbeken und sogar nach Indien.

    Nadir Schah verlegte die Hauptstadt seines Reichs von Isfahan nach Machhad. Probleme bescherten dem persischen Herrscher seine Religionspolitik und die hohen Kosten die seine Feldzüge verursachten. Durch hohe Steuern machte er sich bei der Bevölkerung unbeliebt.

    Schließlich wurde Nadir Schah im Jahr 1747 ermordet, sein Reich zerfiel.

    Fortsetzung folgt............................................. ......

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